So präsentierte sich der Hauptplatz in Ammerthal am Montagmorgen, nachdem in der Nacht das Fußballfeld als Gelände-Übungsplatz missbraucht wurde.
So präsentierte sich der Hauptplatz in Ammerthal am Montagmorgen, nachdem in der Nacht das Fußballfeld als Gelände-Übungsplatz missbraucht wurde. – Foto: DJK Ammerthal

Ammerthal reicht`s: Vandalen treiben ihr Unwesen bei der DJK

Unruhige Winterpause beim Bayernligisten: Erst Einbruch, jetzt wurde der Hauptplatz massiv beschädigt

Durchpusten, Kräfte sammeln nach einem in jeder Hinsicht denkwürdigen Jahr 2021 - und dann gut erholt die Frühjahrsrunde in Angriff nehmen. Das wäre der Plan gewesen bei der DJK Ammerthal. Doch von einer ruhigen Winterpause kann beim Tabellensechsten der Bayernliga Nord nicht die Rede sein. Binnen weniger Wochen musste nun schon zum zweiten Mal die Polizei am Ammerthaler Sportgelände anrücken. Warum?

Kurz vor Weihnachten musste der Verein aus der gut 2000 Seelen zählenden Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Amberg-Sulzbach den ersten Schock verdauen. Ins Sportheim wurde eingebrochen, die Diebe waren offensichtlich auf der Suche nach Bargeld, wurden aber nicht fündig, wie Ammerthals Pressesprecher Reinhold Badura berichtet: "Die Hintertür unseres Vereinsheims wurde mit einem Stemmeisen aufgebrochen. Alles wurde durchwühlt. Der Türrahmen wurde so massiv beschädigt, dass er rausgerissen und erneuert werden muss. Alles in allem beläuft sich der Schaden auf eine vierstellige Summe." Die DJK hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, bisher ist die Fahndung nach den Tätern aber erfolglos.

Und nun folgte der nächste ärgerliche Vorfall. In der Nacht von Sonntag auf Montag sind Vandalen auf den Hauptplatz der DJK eingedrungen und übten sich als Geländefahrer. Ein Unding, wie auch Badura findet: "Irgendwelche Idioten haben heute Nacht auf unserem A-Platz ihr Unwesen getrieben. Ich tippe auf einen oder mehrere Mopedfahrer. Wäre der Platz gefroren gewesen, wäre es nicht so schlimm. Aber durch die Niederschläge der vergangenen Tage - erst Regen, dann Schnee - ist der Untergrund butterweich. Dementsprechend tief sind die Spuren, und noch dazu über den ganzen Platz verteilt." Auch in diesem Fall rechnet Badura mit einem Schaden im vierstelligen Bereich. Strafanzeige bei der Polizei wurde wieder gestellt, sonderlich groß ist die Hoffnung in Ammerthal aber nicht, die Übeltäter ausfindig zu machen.

Um nicht noch einmal Opfer von derlei Umtrieben zu werden, will sich die DJK nun wappnen. Wie? "Es reicht, wir müssen etwas unternehmen. Wir haben uns in der Vorstandschaft abgesprochen und werden Maßnahmen ergreifen. Unter anderem werden wir nun das ganze Gelände per Video überwachen lassen", erklärt Badura in der Hoffnung, dass Vandalen dadurch künftig abgeschreckt werden.

Aufrufe: 010.1.2022, 15:00 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor

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