
Auf einer offiziellen Pressekonferenz des KFC Uerdingen, äußerte sich der Vorstand in Person des Vorsitzenden Thomas Platzer zu der in vielerlei Hinsicht prekären Situation um den Verein. Unter anderem soll Michel Dinzey, ursprünglich als Cheftrainer angeheuert, keine weitere Funktionen im Klub einnehmen. Der breit gefüllte Kader soll zudem im Winter noch abgespeckt werden und Positionen im Vorstand werden neu besetzt.
Zunächst stellte der KFC mit Peter Kahstein ein neues Vorstandsmitglied vor, welches sich schon seit knapp zehn Wochen mit den Begebenheiten rund um den Verein vertraut machen durfte: "Ich bin aus allen Wolken gefallen", lautete seine erste Reaktion auf die finanzielle Situation des Vereins. Der neue Mann soll besonders in der schon vor Wochen angekündigten Akquise eines Hauptsponsors dem Verein unter die Arme greifen, auch ein neuer Investor sei denkbar.
Demnach wird Kahstein den Bereich Marketing abdecken und zusammen mit Adalet Güner, vormalig Sportdirektor des KFC, zwei inzwischen vakante Positionen im Vorstand besetzen. Da mit Sebastian Thißen und Andreas Scholten zwei vorherige Vorstandsmitglieder von ihren Rollen zurücktreten werden. Die beiden Letztgenannten werden dem Verein laut Platzer trotzdem "in anderer Funktion" weiterhin erhalten bleiben.
Unterdessen wird Ex-Profi Michel Dinzey den Verein verlassen. Nachdem dieser ursprünglich als Cheftrainer des KFC verpflichtet wurde, doch noch innerhalb der Vorbereitungsphase zum Posten des Sportchefs wechselte, wird er nun keine weiteren Funktionen im Verein einnehmen. Platzer gab als Begründung dafür an, dass sich Dinzey nicht wohlgefühlt habe. Eine Aussage, die er in seiner Instagram-Story bedeutungsschwanger kommentierte: "Wow, ich fühle mich also nicht wohl", hieß es dort auf dem Profil von Dinzey.
Einige Spieler des breit gefüllten Kaders sollen es Dinzey in Kürze auch gleichmachen. So sollen "fünf bis sechs Spieler den Verein im Winter verlassen", verkündete Platzer. Dafür bestärkte Platzer Cheftrainer René Lewejohann und verkündete, dass man auf der Suche nach einem ihm zur Seite stehenden Co-Trainer ist.
Den zuletzt öffentlich gemachten Forderungen um die ausstehenden Gehalts- und Prämienzahlungen an ehemalige Spieler und Mitarbeiter möchte der Verein nachkommen, betonte jedoch, dass hierzu "Unwahrheiten" in der Öffentlichkeit dargestellt wurden.
Insgesamt bestärkten die angesprochenen Themen die Spekulationen um die kritische finanzielle Lage, stellten dafür auch baldige konkrete Fortschritte in Aussicht. Die um die Zukunft ihres Vereins besorgten Fans des KFC Uerdingen müssen sich über die kommenden Wochen also weiter gedulden.