2025-12-03T05:51:34.672Z

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Dingden mühte sich zum Pokalsieg.
Dingden mühte sich zum Pokalsieg. – Foto: Marcel Eichholz

Dingden hält dem Außenseiter stand, ESC gewinnt in der Nachspielzeit

Für reichlich Drama war in den Endspielen am Vatertag gesorgt. Der STV Hünxe verpasste die Sensation gegen den SV BW Dingden um Haaresbreite. Die Finals in Wuppertal und Essen erhielten einen Nachschlag.

Nach dem Cinderella-Lauf des B-Ligisten STV Hünxe war im Finale des Kreispokals Rees-Bocholt mit einer klaren Angelegenheit zu rechnen. Es ging gegen den SV BW Dingden, jüngst zum Meister in der Landesliga gekürt und sicherlich darauf aus, das Double ohne große Kopfschmerzen einzufahren. Doch es kam anders: Nach zwischenzeitlichem Drei-Tore-Rückstand spielte dem Außenseiter eine lange Überzahlphase in die Karten, es wurde eng bis zum Schluss.

Auch in Essen ging das Endspiel nicht ohne die ein oder andere stressbedingte Schweißperle über die Bühne. Landesligist ESC Rellinghausen setzte sich letztlich gegen die DJK Katernberg durch, musste sich aber bis zur Verlängerung auf den ersten Treffer gedulden.

Für Spektakel war auch im Finale in Wuppertal gesorgt. Dort rettete der SC Velbert sich in doppelter Unterzahl in den 30-minütigen Nachschlag musste sich anschließend jedoch geschlagen geben.

Bei den Frauen und den Junioren blieben die ganz großen Überraschungen am Donnerstag aus. Im Frauen-Kreispokal Wuppertal behielt Mettmann-Sport gegen den klassentieferen Wuppertaler SV die Oberhand. Bei den A-Junioren entschied der SV Budberg die Partie gegen den FC Neukirchen-Vluyn knapp für sich. Die gleiche Partie bei den C-Juniorinnen gewann der FCNV.

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Beinahe alles deutete auf einen ungefährdeten Nachmittag für den zukünftigen Oberligisten hin. Die Kräfteverhältnisse waren überdeutlich verteilt. Und obwohl der Außenseiter zunächst ordentlich mithielt, nahm die Partie nach feiner Kombination über André Bugla und Jan-Niklas Haffke seinen Lauf - 1:0 für den Favoriten (11.). Und dieser wollte offenbar schon früh für klare Verhältnisse sorgen. Nach einer Ecke vollstreckte Bugla diesmal für Dingden (20.). Und als Kemoh Sacko in Folge einer Bugla-Hereingabe den Dauerdruck der Blau-Weißen mit dem dritten Treffer belohnte, schien die Geschichte schon früh auserzählt (30.).

Doch eine entscheidende Wendung hatte die Partie noch parat. Nach einer eigenen Ecke war Dingden plötzlich im Rückwärtsgang. Leon Bender legte Laurin Oschinsky als letzter Mann. Die folgerichtige Konsequenz: Rot und damit knapp 50 Minuten Überzahl für Hünxe.

Genau dieser numerische Vorteil auf dem Feld hauchte dem B-Ligisten wieder Leben ein. Nach dem Seitenwechsel vollendete Hünxe in Person von Fabian Sievers einen Eckball - nur noch 1:3 (50.). Und spätestens danach war das Momentum auf Seiten des STV. Nach einem sauber herausgespielten Konter verpasste Oschinsky den zweiten Treffer nur knapp (54.), machte es fünf Zeigerumdrehungen aber wieder besser. Nach Vorarbeit von Leonard Feldkamp behielt der 23-Jährige die Nerven und schloss gekonnt zum Anschlusstreffer ab (59.).

In der Folge versuchte Dingden im eigenen Ballbesitz die Kugel aus den Gefahrenzonen fernzuhalten. Hünxe wechselte offensiv, konnte in letzter Instanz aber nicht mehr allzu zwingend agieren.

Letztlich rettete der zukünftige Oberligist die Führung mit mindestens einem blauen Auge ins Ziel und kann sich schon jetzt als Doublesieger sehen. Hünxe nimmt wiederum die nächste denkwürdige Vorstellung mit in die kommende Saison, wo man sich auf einen weiteren Kracher im Niederrheinpokal freuen kann.

In einem Duell auf Augenhöhe hatte Berkan Eken die erste gefährliche Gelegenheit der Partie, scheiterte jedoch an Schlussmann Jan Unger (26.). Viel mehr war in einer leidenschaftlich geführten Partie noch nicht zu vermelden. Die Action hielte sich zumeist fernab der jeweiligen Strafräume ab.

Kurz nach dem Seitenwechsel brannte schließlich urplötzlich die Hütte. Zunächst verwehrte Schiedsrichter Patrick van Triel dem ESC einen lautstark eingeforderten Elfmeter, auf der anderen Seite verpasste Timo Conde für die DJK die Führungstreffer nur haarscharf (48.).

Auf der anderen Seite traf Tristan Richter nach Vorarbeit von Luka Bosnjak nur das Aluminium (60.). Wesentliche Gefahr kam bis zum Ablauf der regulären Spielzeit dann nur noch einmal durch den Distanzversuch von Bünyamin Sahin auf, den Unger gekonnt vereitelte (85.).

Nur wenige Momente nach Beginn der Verlängerung klingelte es dann urplötzlich zum ersten Mal. Sahin zimmerte einen direkten Freistoß aus 30 Metern ins Gehäuse (92.). Und danach war der Knoten gelöst. Nach einem Ballverlust von Katernberg ging es schnell in die andere Richtung, Edisher Ugrekhelidze erhöhte für Rellinghausen zum 2:0 (99.).

Eine große Möglichkeit auf das Comeback ergab sich dem Bezirksligisten auf dem Silbertablett, doch Julian Fischer vergab gleich zwei Mal vom Elfmeterpunkt. Der erste Versuch wurde noch einmal zurückgepfiffen, da sich Keeper Fabrice Haller zu schnell von der Linie bewegte, doch auch im zweiten Versuch behielt der Schlussmann die Oberhand (111.). Die Führung sollte schließlich auch bis zum Schlusspfiff bestand haben, Rellinghausen krönt sich zum Essener Kreispokalsieger.

Schon nach 24 Minuten kassierte der Sportclub eine glatte rote Karte, der Bezirksligist konnte die restliche Spieldauer in Überzahl bestreiten. Doch mehr als der späte Führungstreffer von Frederic Lühr (74.) sprang für Vohwinkel nicht heraus. Der SCV blieb am Leben. Und das sogar, obwohl der Landesligist in der Nachspielzeit nach einer Ampelkarte sogar in doppelte Unterzahl geriet (90.+5). Doch wundersamerweise, nur eine Minute darauf, gelang Velbert durch Stanislao Apicella der Ausgleich auf den letzten Drücker (90.+6).

Im Ligabetrieb hätten man sich nun über einen umkämpften Punkt freuen können, hier brauchte es jedoch einen Sieger, weshalb es in die Verlängerung ging. Dort setzte sich Vohwinkel schließlich durch die klaren Überzahl durch. Tim Zemlianski (97.) und Jonas Schneider (105.) machten alles klar für den Pokalerfolg.

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Aufrufe: 029.5.2025, 18:23 Uhr
Markus BeckerAutor