
Die meisten Mannschaften der Bezirksliga West haben mehr als die Hälfte ihrer Saisonspiele absolviert. Ende Februar/Anfang März, wenn es nach der Winterpause weitergeht, spitzt sich der Kampf gegen den Abstieg und um den Aufstieg zu. Der TV hat bei den Trainern nachgefragt und die Lage gecheckt. Den Anfang machen die Teams aus dem Tabellenkeller.
SG Geisfeld/Rascheid/Reinsfeld (15 Spiele, 16:63-Tore, drei Punkte, Platz 16)
Ausgangslage/Ziele: Noch ohne Sieg und mit elf Punkten Rückstand aufs rettende Ufer planen die Verantwortlichen im Hochwald bereits für die kommende Saison in der Kreisliga A. Dennoch verfolgt das Team mit der schwächsten Offensive der Liga noch Ziele. „Wir wollen mehr Punkte holen als in der Hinrunde, insgesamt besser abschneiden als der SV Zeltingen-Rachtig in der vorigen Saison (vier Zähler, d. Red.) und mit einem zweistelligen Punktekonto aus der Saison gehen. Die Aufgabe besteht darin, sich ordentlich aus der Affäre zu ziehen und es jedem Gegner so schwer wie möglich zu machen“, sagt Trainer Björn Probst.
Wer kam, wer ging? Abgänge gab es im Winter keine. Neu im Team ist David Treinen, der neben seinem Engagement bei den A-Junioren der JFV Hunsrückhöhe Morbach – er spielte bereits zweimal für die in der A9 angesiedelte Zweitvertretung der Hunsrücker – sukzessive auch Spielzeit im Bezirksligateam sammeln soll.
Wie läuft die Vorbereitung? Seit dem 20. Januar wird wieder trainiert, ausschließlich auf dem Kunstrasenplatz in Thalfang. Testspiele: Sonntag, 1. Februar, 12.30 Uhr, in Bekond gegen den A7-Ligisten SV Föhren, Samstag, 7. Februar, 14.30 Uhr, beim SV Weiskirchen-Konfeld (Saar-Landesliga), Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr, in Konz-Kommlingen gegen den B11-Ligsten FC Könen, Mittwoch, 18. Februar, 19.30 Uhr, in Thalfang gegen den SV Bardenbach (Saar-Landesliga), Samstag, 21. Februar, 18 Uhr, beim A7-Ligisten SG Serrig/Saarburg.
Trainerzukunft: Björn Probst hat die Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr verlängert – und das liga-unabhängig. Pascal Eli hört im Sommer als Spielertrainer auf, steht aber weiterhin als Spieler zur Verfügung.
SV Schleid (16 Spiele, 28:36-Tore, 13 Punkte, Platz 15)
Ausgangslage/Ziele: Nach einer von Verletzungen und großen Leistungsschwankungen geprägten Hinrunde verfolgen die Eifeler nur ein Ziel, so Spielertrainer Taner Weins: „Wir möchten die Mission Klassenverbleib nicht erst am letzten Spieltag festzurren, so viele Punkte wie irgend möglich einfahren, um auch in der nächsten Spielzeit überkreislich an den Start zu gehen.“
Wer kam, wer ging? Mit der Verpflichtung von Jannik Grün gelang den Schleidern ein Winter-Königstransfer. Der bei Eintracht Trier und Mainz 05 ausgebildete Defensivspezialist war zuletzt vereinslos und spielte zuvor für den Rheinlandligisten SG Schneifel. Zudem wurde der frühere Bitburger Oberligaspieler Arthur Hartwick reaktiviert. Während Gerrit Verkoyen künftig für A8-Ligist SG Grenzland Winterspelt spielt, hat der langjährige Verteidiger Dennis Wadych nach einer länger andauernden Kreuzbandverletzung aufgehört.
Vorbereitung: Die beiden Spielertrainer Tim Hartmann und Taner Weins baten das Team am 20. Januar erstmals zum Training.
Fünf Testspiele wurden vereinbart: Samstag, 31. Januar, 18 Uhr, in Neuerburg gegen die SG Mettendorf/Utscheid (A8), Mittwoch, 4. Februar, 20 Uhr, beim Rheinlandligisten SG Arzfeld, Sonntag, 8. Februar, beim SV Wittlich (A9), Mittwoch, 11. Februar, 20 Uhr, in Waldrach gegen den Ligakonkurrenten SG Ruwertal/Gutweiler, Samstag, 21. Februar, 17 Uhr, ebenfalls in Waldrach gegen A7-Ligist DJK Pluwig-Gusterath.
Trainerzukunft: Ob Hartmann und Weins auch zur neuen Spielzeit bleiben, ist momentan noch nicht geklärt. „Wir haben noch keine Gespräche geführt, werden uns aber mit dem Verein zeitnah zusammensetzen. Der Fokus liegt primär auf dem Klassenverbleib“, so Weins.
SG Zewen/Igel-Liersberg/Langsur (17 Spiele, 36:69-Tore, 14 Punkte, Platz 14)
Ausgangslage/Ziele: Die auf dem drittletzten Platz rangierende Spielgemeinschaft von Mosel und Sauer richtet den Fokus auf die Stabilisierung der so fragilen Defensive, die aktuell mit 69 Gegentreffern die schwächste der Liga darstellt. „Wir haben alles noch in der eigenen Hand und treffen noch auf Gegner, die aus unserer Tabellenregion kommen. Ziel ist, im konditionellen Bereich und an der Konzentration zu arbeiten, um auch die engen Spiele zu gewinnen und letztlich in der Bezirksliga zu verbleiben“, nennt Trainer Stefan Castello seine Vorstellungen.
Wer kam, wer ging? Neu im Team sind Jonas Witz (FSV Trier-Tarforst), Joel Schneemilch (FC Bitburg, „Joel besitzt herausragende Fähigkeiten und kann uns im offensiven Mittelfeld direkt weiterhelfen“, so Castello), Babacar Diop (DJK St. Matthias) und der reaktivierte Max Meyer. Einen Abgang gab es nicht, doch Angreifer Simon Blasius fällt aufgrund eines gebrochenen Mittelfußes mit anschließender Operation für den Rest der Saison komplett aus.
Vorbereitung: Seit dem 20. Januar bereitet sich das Team auf die Restrückrunde vor. Testspiele (alle auf dem heimischen Kunstrasenplatz in Zewen): Sonntag, 1. Februar, 14 Uhr, gegen die SG Laufeld/Buchholz (A9), Freitag, 6. Februar, 19.30 Uhr, gegen die SG Fidei 2015 (A9), Montag, 9. Februar, 19.30 Uhr, gegen den SV Trier-Irsch, Samstag, 21. Februar, 18 Uhr, gegen den SV Föhren (beide A7).
Trainerzukunft: Der im Herbst nach der Trennung von Dominik Wintersig zunächst als Interimscoach eingesprungene Stefan Castello bleibt definitiv bis zum Saisonende. „Aus beruflichen und familiären Gründen stehe ich aber über den Sommer hinaus nicht mehr zur Verfügung. Das ist mit der SG auch so kommuniziert“, lässt der 37-Jährige durchblicken.
SG Franzenheim/Pellingen/Schöndorf (16 Spiele, 22:52-Tore, 14 Punkte, Platz 13)
Ausgangslage/Ziele: Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge und fehlender Durchschlagskraft – die SG besitzt den zweitschwächsten Angriff der Liga – steht für den Aufsteiger zur Winterpause der erste Abstiegsplatz zu Buche. „Wir haben die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf alle noch zu Hause und daher genug Möglichkeiten zu punkten. Ich sehe uns absolut konkurrenzfähig. Wir können es noch schaffen. Definitiv brauchen wir personell mehr Glück und noch 16 bis 18 Punkte“, arbeitet Trainer Thomas Werhan an einem Plus an Kreativität, Durchsetzungsvermögen und der Rückkehr einiger Leistungsträger.
Wer kam, wer ging? Im Winter gab es weder Zu- noch Abgänge. Nach auskurierten Verletzungen kehren Mike Mokelke und Benny Schettgen zurück.
Vorbereitung: Nach der ersten Einheit am 20. Januar wurde ein erster Test beim Luxemburger Drittligisten Union Mertert-Wasserbillig mit 1:2 verloren. Weitere Tests: Samstag, 31. Januar, 15 Uhr, bei Mosella Schweich II, Samstag, 7. Februar, 19 Uhr, bei der SG Serrig/Saarburg, Samstag, 14. Februar, 14 Uhr, in Waldrach gegen den TuS Schillingen (alle Gegner aus der Kreisliga A7).
Trainerzukunft: Thomas Werhan hört im Sommer nach dann vier Jahren aus familiären und zeitlichen Gründen auf (TV berichtete): „Ich habe das Gefühl, dass der Mannschaft ein Wechsel auf der Trainerbank guttun würde.“ Ob sein (Spieler-)Trainerkollege Michael Hassani an Bord bleibt oder sich ebenfalls zurückzieht, ist noch offen.