Nachbarn kämpfen um den Wiederaufstieg: Furth im Wald und Arnschwang (in Weiß, hier im direkten Duell) wollen zurück in die Bezirksliga.
Nachbarn kämpfen um den Wiederaufstieg: Furth im Wald und Arnschwang (in Weiß, hier im direkten Duell) wollen zurück in die Bezirksliga. – Foto: Simon Tschannerl

Diese Teams klopfen ans Tor zur Bezirksliga

Wir werfen einen Blick darauf, wer in den oberpfälzer Kreisligen um den Aufstieg kämpft

Natürlich kann sich am Tabellenbild gerade im Endspurt einer Saison noch gravierend etwas ändern. Vor allem dann, wenn die Mannschaften einer Liga spielerisch auf einem sehr ausgeglichenen Niveau agieren. Trotzdem ist die Winterpause ein guter Zeitpunkt für eine Zwischenbilanz. Wir werfen heute einen Blick auf die sechs Kreisligen des Fußballbezirkes – speziell darauf, wer nach zwei Saisondritteln noch im Kampf um die Aufstiegsplätze mitmischt. Eines vorab: teilweise geht es extrem spannend zu...

Kreisliga 1 Regensburg: Beigang-Elf das Nonplusultra
Der SV Wenzenbach war schon einmal, nämlich von 1988 bis 1991, auf Bezirksebene vertreten. Dorthin will die aktuelle Mannschaft von ihrem bekannten Spielertrainer Nico Beigang mit aller Macht zurück. Und es sieht gut aus. Platz eins zur Winterpause, man stellt die beste Abwehr und den besten Sturm. 41 Zähler (12/5/1) bedeuten ein beruhigendes Polster von sieben Punkten auf Verfolger Obertraubling (34). Der BSC Regensburg (30), Kareth-Lappersdorf II (29) und der Freie TuS (28) dürfen sich Resthoffnungen auf den Aufstieg machen – im Normalfall aber nur in Sachen Relegationsplatz.

Kreisliga 2 Regensburg: Pielenhofen spürt den Atem der Verfolger
Auch wenn Pielenhofen-Adlersberg (34) das Klassement im ersten Eindruck recht souverän anführt – es kann im Frühjahr viel passieren. Zumal Pielenhofens ärgster Verfolger aus Ponholz (29) noch ein Nachholspiel im Ärmel hat. Außerdem zeugen die bisherigen Ergebnisse ligaweit davon, dass ein Großteil der Partien von Nuancen entschieden werden. Beinahe kann jeder jeden schlagen. So ist das Verfolger- und gleichzeitig Mittelfeld eng umkämpft. Undorf, Breitenbrunn und Riedenburg (je 26) sind punktgleich auf der Drei. Entschieden ist also noch nichts.

Kreisliga Nord Amberg/Weiden: Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab
Diese, größtenteils aus Vereinen aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab bestehende Staffel ist ein Inbegriff von Spannung. In der oberen Tabellenhälfte geht es eng zu, bis Platz sechs hat jeder noch aussichtsreiche Chancen auf die ersten beiden Plätze. Im Moment hat der FC Vorbach (35) kann die Nase vorn gegenüber dem TSV Erbendorf (33). Auf den Dritten DJK Weiden (31) folgen mit Schirmitz (31) sowie Kulmain (30) zwei Bezirksliga-Absteiger. Auch Tremmersdorf-Speinshart hat 30 Punkte gesammelt.

Kreisliga Süd Amberg/Weiden: Vilseck hofft auf bessere Zeiten
Der ehemalige Landesligist und langjährige Bezirksligist FV Vilseck (35) wünscht sich die Rückkehr auf Bezirksebene. Dort war er letztmals in der Corona-Saison 2019/21 vertreten. Gerade die Offensivabteilung macht Spaß; das Torverhältnis von +31 ist unübertroffen in der Liga. Noch hat der Kreisliga-Tabellenführer jedoch einen großen Schritt bis zum fixierten Aufstieg zu gehen. Inter Bergsteig Amberg und Schmidmühlen (je 31) sind nämlich mit vier Zählern Rückstand in Lauerstellung. Aufsteiger Freudenberg (30) und Schnaittenbach (29) auch nicht weit weg.

Kreisliga Ost Cham/Schwandorf: Ein Dreikampf bahnt sich an
Dass der einstige „Bezirksliga-Dino“ aus Arnschwang unbedingt zurück in seine angestammte Liga will, gehört zur Natur der Sache. Bislang hat die DJK (44) auch erst zwei Saisonspiele verloren. Damit führt die Truppe um ihren höherklassig erfahrenen Spielertrainer Christian Ranzinger diese mit Teams aus dem Landkreis Cham bestückte Staffel an. Ein Duo hält Schritt: Willmering-Waffenbrunn (41) und Arnschwangs Mitabsteiger aus Furth im Wald (39; ein Spiel weniger). Der Rest fällt deutlich ab und ist normalerweise raus aus dem Titelrennen.

Kreisliga West Cham/Schwandorf: Alle Absteiger mischen mit
Gleich drei Mannschaften aus dem Kreis Schwandorf mussten im Mai die bittere Pille des Abstieges aus der Bezirksliga hinnehmen. Ein direkter Wiederaufstieg ist aber allen dreien zuzutrauen. Es geht extrem spannend zu. So führt der SC Katzdorf (38) das Klassement gemeinsam mit punktgleichen Nabburgern an. Der FC OVI-Teunz (37) folgt auf dem Fuß. Und der viertplatzierte FC Schwarzenfeld (34) ist auch noch voll im Rennen, weil er ein Spiel weniger als die Konkurrenz absolviert hat.

Aufrufe: 019.12.2022, 14:35 Uhr
Florian WürtheleAutor