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Allgemeines

Diese 5 (neuen) Fußball-Regeln gelten ab sofort

Die internationalen Regelhüter haben wichtige Änderungen an fünf Regeln vorgenommen - die Anpassungen gelten ab sofort und betreffen alle aktiven Fußballer.

von André Nückel · 03.07.2025, 12:45 Uhr · 0 Leser
Auf die Schiedsrichter kommen neue Regeln zu.
Auf die Schiedsrichter kommen neue Regeln zu. – Foto: Jens Terhardt

Über das International Football Association Board (IFAB) hat FuPa Niederrhein schon des Öfteren berichtet. Auch zur neuen Saison 2025/26 haben die Regelhüter Änderungen vorgenommen, um aus ihrer Sicht das Spiel zu verbessern. FuPa zeigt euch, welche Regeln betroffen sind.

Regel 3 – Kapitänsregelung jetzt offiziell im Regelwerk


Was sich in Deutschland bereits durchgesetzt hat, wird nun weltweit möglich: Der sogenannte Kapitänsdialog findet Eingang ins Regelwerk. Nach positiver Erprobung bei der Europameisterschaft 2024 können alle Wettbewerbe nun die offiziellen Leitlinien zur Kapitänsregelung übernehmen. In der Praxis bedeutet das: Nur der Spielführer darf in bestimmten Situationen mit dem Schiedsrichter sprechen – ein Schritt zur besseren Kommunikation und Deeskalation. In deutschen Ligen bleibt alles wie gehabt, da die Regelung bereits vergangene Saison flächendeckend eingeführt wurde.

Regel 8 – Neuerungen beim Schiedsrichterball


Der Schiedsrichterball wird künftig konsequent an der Stelle ausgeführt, an der der Ball bei der Spielunterbrechung war – nicht mehr an einem „neutralen“ Punkt. Zudem erhält ihn jenes Team, das in Ballbesitz war oder ihn voraussichtlich gleich erlangt hätte. Nur wenn dies nicht eindeutig ist, bleibt es beim alten Prinzip: Ballbesitz für das Team, das zuletzt am Ball war.

Regel 9 – Berührung durch Unbefugte: mildere Strafe


Wenn ein/e ausgewechselte/r, gesperrte/r oder sich aufwärmende/r Spielerin oder Teamoffizieller den Ball im Spiel unbeabsichtigt berührt, bleibt es ab sofort bei einem indirekten Freistoß – eine persönliche Strafe wie Gelb entfällt. Das gilt allerdings nur, wenn keine unfaire Absicht vorliegt. Ein Ersatzspieler stoppt beispielsweise einen auf ihn zurollenden Ball knapp vor der Auslinie, um dem Torwart das Spiel schnell fortsetzen zu lassen – früher hätte es Strafstoß und Gelb gegeben, künftig nur einen indirekten Freistoß.

Regel 12 – Acht-Sekunden-Regel für Torhüter eingeführt

Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft die Torhüter: Sie dürfen den Ball mit der Hand nun bis zu acht Sekunden kontrollieren – zwei mehr als bislang. Entscheidender Unterschied: Die letzten fünf Sekunden zeigt der Schiedsrichter per Handzeichen als Countdown an. Wird die Zeit überschritten, ohne dass ein Angreifer den Keeper am Abschlag hindert, gibt es keinen indirekten Freistoß mehr – sondern Eckball für das gegnerische Team. Diese Regel soll Zeitspiel erschweren, ohne dabei zu überhasteten Entscheidungen zu zwingen.

Regel 14 – Elfmeter-Regel wird angepasst - hat schon häufiger für Aufsehen gesorgt

Eine technische Präzisierung betrifft die Ausführung von Elfmetern: Berührt der Schütze den Ball versehentlich zweimal – etwa durch einen Querschläger vom eigenen Standbein –, zählt ein mögliches Tor nicht mehr automatisch. Stattdessen wird der Strafstoß wiederholt. Geht der Ball in diesem Fall daneben oder wird gehalten, bleibt es wie gehabt beim indirekten Freistoß für das verteidigende Team.