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Diefflen stößt Bock um – zumindest vorerst

FV Diefflen: Niederlagenserie endet mit 3:1-Sieg über Ex-Zweitligisten

von Horst Fried · 26.09.2026, 20:36 Uhr · 0 Leser
Nach fünf Niederlagen in Serie endlich wieder was zu jubeln: Nico Theisinger wird nach sienem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gefeiert.
Nach fünf Niederlagen in Serie endlich wieder was zu jubeln: Nico Theisinger wird nach sienem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gefeiert. – Foto: Oliver Altmaier

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„Keine Titel und wenig Siege“: TuS Koblenz setzte den Refrain des eigenen Fan-Gesangs beim FV Diefflen am Samstag unfreiwillig in die Tat um. Der ehemalige Zweitligist ist derzeit in der RPS-Oberliga nur Mittelmaß – und beim Tabellenvorletzten reichte es nicht einmal zu einem Punkt. Die Saarländer setzten sich auf ihrem Kunstrasenplatz am Friedhofsweg verdient mit 3:1 (1:1) durch.

Damit beendete der FV Diefflen seine Negativserie nach sechs Niederlagen und einem Remis aus den vergangenen sieben Spielen. Zuletzt hatte der FVD fünfmal nacheinander verloren. Gegen Koblenz machte sich bemerkbar, dass mit Fabian Poss, Nico Theisinger und Marvin Hessedenz drei zuletzt angeschlagene Spieler wieder voll einsatzfähig waren.

Der als Tabellenvorletzter in die Partie gegangene FVD erwischte den besseren Start. Finn Rupp brachte die Gastgeber bereits nach 15 Minuten in Führung. Die Gäste vom Deutschen Eck antworteten noch vor der Pause: Igor Blagojevic traf in der 28. Minute zum 1:1.

Auch im zweiten Durchgang kam Koblenz nicht richtig in die Gänge, hatte in der 74. Minute aber einen Eckball. Keine 60 Sekunden später schlug Diefflen auf der anderen Seite zu. Nico Theisinger schloss einen Konter zum 2:1 ab. Die entscheidende Szene spielte sich innerhalb weniger Sekunden ab. „Wenn wir da nach der Ecke treffen oder zumindest das Gegentor verhindern, sind wir weiter im Spiel, so nutzten sie den langen Ball zum Führungstreffer“, beschrieb Gäste-Trainer Michael Stahl den Wendepunkt der Partie.

Koblenz musste nun offensiver werden und öffnete damit Räume. Einen davon nutzte Fatih Günes in der 81. Minute zum 3:1 für die Dillinger. Durch den Sieg zog das Team vom Babelsberg am Ahrweiler BC vorbei und kletterte auf Rang 16. Die TuS ist Sechster, könnte allerdings noch vom SV Rot-Weiß Wittlich überholt werden, wenn dieser sein Nachholspiel gewinnt.

Und das eingangs erwähnte TuS-Fan-Lied hat noch eine zweite Zeile: „... trotzdem unsere große Liebe“. Die mitgereisten Koblenzer Anhänger dürften sie nach der Niederlage besonders gebraucht haben.

FVD-Trainer Thomas Hofer sagte nach dem Spiel: „Wir haben nach der erneuten Niederlage in Gau-Odernheim daran gearbeitet, wir mussten uns nach den fünf Niederlagen ja wieder aufbauen. Es war jetzt erst mal ein Spiel, das hat uns noch mal gezeigt, dass es auch in eine andere Richtung gehen kann. Es waren zweieinhalb schwierige Wochen, die wir nun hinter uns haben. Das haben wir hoffentlich abgehakt. Wir sind heute auch sehr gut in den Zweikämpfen gewesen, es muss schon am kommenden Freitag so weitergehen. Das darf nun keine Eintagsfliege bleiben. Wir haben jetzt mehrere Gegner auf Augenhöhe hintereinander. Da müssen wir liefern. Wir haben durch die Rückkehrer wieder eine gute Qualität, wir können dann auch gleichwertig wechseln. Diejenigen, die reinkamen, haben sich nahtlos eingefügt. Die Zuschauer, die heute da waren, glauben weiter an uns. Wir können auch weiter an uns glauben. Wir wissen, dass wir ein paar Dinge besser machen müssen. In Wiesbach wird wieder ein wichtiges Spiel auf uns zukommen. Wir haben uns bislang in dieser Runde auswärts schwergetan. Alle Spiele und erst recht ein Derby sind eng, wenn man mal unsere Begegnung gegen Rot-Weiß Wittlich rausnimmt. Es wird auch am Freitag heiß hergehen. Der Kader wird jetzt erst mal so bleiben.“

TuS-Trainer Michael Stahl meinte: „Wir hatten ja im zweiten Durchgang vor dem Diefflener Treffer die ein oder andere Gelegenheit. Wir dürfen nicht durch so einen einfachen Fehler in Rückstand geraten, wenn wir Ballbesitz am gegnerischen Sechzehner haben. Das war sorglos, das kann man sich weder in Diefflen noch sonst wo erlauben. Da müssen wir fokussiert sein. Solange wir hier nicht mit zwei Toren führen und das Spiel auf unserer Seite haben, darf man nicht so fahrlässig verteidigen. Wir wussten, dass sie über lange Bälle und viele zweite Bälle zu Chancen kommen und Umschaltmomente wie beim 2:1 ausnutzen können. Genau so haben wir es dann verloren. Beim ersten Tor sind wir nach einem langen Ball nicht wach genug, vor dem zweiten haben wir bei einer eigenen Ecke nicht nachverteidigt, der Diefflener, der auf unseren Strafraum zulief, stand ja in der fraglichen Szene auch an unserem Sechzehner, dann kommt er ungehindert durch. So kurz nach dem Spiel kann ich nicht sagen, wie das Personal am Freitag aussieht. Wir müssen die Woche abwarten, es gibt einiges zu bereden.“

Für den FVD geht es bereits am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr mit dem Saar-Derby beim FC Hertha Wiesbach weiter. Die Partie im Eppelborner Gemeindeteil wird auf dem Kunstrasenplatz „ProWin Stadion“ (Landstuhlstr.) ausgetragen. Die TuS empfängt eine halbe Stunde später die Sportfreunde Eisbachtal im Stadion Oberwerth (Jupp-Gauchel-Str.).