
Es ist zum Haareraufen beim FV Diefflen. Erneut schaffte es die Mannschaft von Trainer Thomas Hofer nicht, einen sicher geglaubten Sieg über die Zeit zu bringen. In den Schlussminuten drehte Wiesbach einen 1:2-Rückstand noch um und siegte am Ende mit 3:2.
Vom Start weg bestimmte die Hertha das Spiel. So hatte Alexio Brauer und auch Sören Maas die Führung auf dem Fuß und dem Kopf, doch noch stand die Null. Erst nach 20 Minuten erarbeitete sich der Gastgeber eigene Spielanteile. Dennoch fielen bis zur Pause keine Tore.
Nach der Halbzeit brachte Thomas Hofer drei neue Leute, darunter auch Sturmführer Chris Haase. Der machte ordentlich Betrieb, der FV kam zu Chancen. So hatte Fabian Scheffer Pech, als sein Schuss aus 20 Metern nur die Latte rasierte. Mitten in die Drangphase des FV, schoss Wiesbach ein Tor. Nach einer Flanke von links, stieg der kurz zuvor eingewechselte Pascal Piontek hoch und köpfte den Ball gegen die Laufrichtung von Torwart Kai Zahler zum 1:0 für die Hertha ins Tor. Da war eine Stunde gespielt.
Diefflen musste antworten und tat es prompt: Julian Kern flankte von links, Chris Haase köpfte aus kurzer Distanz den Ball ins Netz – 1:1, nach 68 Minuten. In der nächsten Szene setzte sich Haase am Eck des Fünfmeterraumes durch, passte auf den am Elfmeterpunkt lauernden Fabian Poß, der die Kugel ins Tor hämmerte. Das war in der 84. Minute. Wenig später wurde Poß im Sechzehner umgerissen, doch der Pfiff blieb aus. „Das war Foul, das muss Elfmeter geben. Ich bin frei vorm Tor, warum soll ich mich da fallen lassen“, echauffierte sich Poß.
Bis zur 90. Minute hielt Diefflen das 2:1. Dann aber setzte sich Tom Keller durch, passte in die Mitte, dort lauerte Brauer und traf zum 2:2. Es kam noch schlimmer für den FVD: In der dritten Minute der Nachspielzeit, vernaschte Brauer seinen Gegner, passte auf den einlaufenden Keller, der aus fünf Metern den Ball ins Netz schoss. Ein Wahnsinns-Schlussspurt der Hertha, hängende Köpfe bei Diefflen.
„Wir haben durch Tore in der Nachspielzeit schon zehn Punkte verloren. Das ist einfach nicht gut, dass wir solche Dinge nicht besser verteidigt bekommen“, stöhnte Fabian Poß. Zufrieden zeigte sich Michael Petry, der Trainer der Hertha: „Es war toll, wie wir zurück gekommen sind nach dem Rückstand und das Spiel noch gedreht haben. Alles in allem war der Sieg verdient.“
Für Diefflen, das auf Rang 14 liegt, wohl aber noch drei Punkte aus dem Spiel gegen Idar-Oberstein aberkannt bekommt, wird die Luft immer dünner. Am Samstag muss das Team zum ebenfalls bedrohten FV Dudenhofen reisen. Wiesbach, als Sechster bester Saarverein, empfängt zum letzten Heimspiel der Saison den SC Idar-Oberstein.