2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Diefflen kassiert Niederlage vor Verbandsgericht

Oberliga: 3:2-Sieg in Idar-Oberstein wird in 0:2 umgewandelt

von Georg Müller · Heute, 17:30 Uhr · 0 Leser
In Diefflen ist die Situation nach dem Richterspruch zum Haareraufen
In Diefflen ist die Situation nach dem Richterspruch zum Haareraufen – Foto: Oliver Altmaier

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Nach einer Entscheidung des Verbandsgerichts Südwest wird das Spiel des FV Diefflen in der Oberliga Rheinland/Pfalz-Saar vom 15. April beim SC Idar-Oberstein mit 2:0 für die Gastgeber gewertet. Damit kassierte diese Instanz die Entscheidung der Spruchkammer und nahm damit auch entscheidenden Einfluss auf den Abstiegskampf.

Diskussionswürdig ist diese Entscheidung nicht, weil Diefflen die drei Punkte aberkannt wurden, sondern, weil die drei Punkte an Idar-Oberstein gehen. In einem ähnlichen Fall (damals viertes Wechselfenster, obwohl nur drei plus Halbzeitpause erlaubt sind) hatte das Verbandsgericht Anfang der Saison Cosmos Koblenz drei Punkte abgezogen, diese aber nicht Rot-Weiß Koblenz gutgeschrieben. Die Begründung hierfür war: Diese Regelung ist eine reine Ordnungsvorschrift und hat keinen Einfluss auf die Spielberechtigung des jeweiligen Spielers.

Genau das war aber beim sechsten Wechsel der Dieffler nicht der Fall. Dieser zusätzliche Spieler hatte keine Spielberechtigung mehr, unabhängig davon, wann er eingewechselt wurde.

Dass dieser Unterschied nicht jedem Fußballfan direkt einleuchted, ist klar. Und wenn das dann direkte Auswirkung auf den Abstiegskampf hat, ist es umso problematischer.

Da nützt es auch nichts, dass seinerzeit schon Rot-Weiß Koblenz Unverständnis für diesen Richterspruch äußerte. Der Saarländer Heinz Müller, der Vorsitzender der Spruchkammer sagte damals: "Ich bin auch in gleicher Position im Saarland tätig und dort hätte RW Koblenz die Punkte bekommen." Eine neue anderslautende Bestimmung ist aber erst beim nächsten Verbandstag des Fußball-Regional-Verbands Südwest 2027 möglich.

Das alles nützt den Saarländern aus Diefflen um Trainer Thomas Hofer aber wohl nichts mehr. Sie trifft es doppelt: Zuerst fehlen ihnen die drei Punkte und der Gegner zieht in der Tabelle an Ihnen vorbei. Ob der Verein noch einmal Einspruch einlegt, ist in Prüfung.