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Ligavorschau

Die Zeiten haben sich geändert

Kreisklasse A Sinsheim +++ Babstadts Trainer Stefan Bartsch sieht das aber nicht kritisch und hat Spaß bei seinem neuen Klub

von red. · 07.03.2025, 16:00 Uhr · 0 Leser
Stefan Bartsch hat den SV Babstadt zu einer der erfolgreichsten ersten Halbserien der letzten Jahre geführt.
Stefan Bartsch hat den SV Babstadt zu einer der erfolgreichsten ersten Halbserien der letzten Jahre geführt. – Foto: Siegfried Lörz

25 Punkte nach der Vorrunde sind beinahe schon völlig ungewohnt für den SV Babstadt, der zuletzt traditionell in der Rückrunde zur großen Form aufgelaufen ist und das Feld von hinten aufgerollt hat.

"Unser Vorstand hat bei der Winterfeier darauf hingewiesen, dass es die beste Vorrunde der vergangenen fünf Jahre gewesen ist", sagt Stefan Bartsch. Für den seit vergangenem Sommer im Amt befindlichen SV-Trainer ist das aber noch lange kein Grund Freudensprünge zu machen.

"Vor meinem Start habe ich mir im Endspurt der Vorsaison die Mannschaft einige Male angeschaut und durchaus Potenzial für die Ränge fünf bis acht gesehen", sagt er weiter. Momentan steht Platz zehn zu Buche, wobei selbst die Lücke zum drittplatzierten SV Tiefenbach mit sieben Zählern nicht allzu groß erscheint. Bartsch konstatiert: "Ich will mir gar nicht ausmalen wo wir stehen könnten, wenn wir in drei Spielen besser gepunktet hätten."

Letztlich gibt es dann aber doch eine recht einfache Erklärung für das bisherige Abschneiden und das betrifft die großen Verletzungsprobleme. "Wir hatten nicht nur ein paar Blessuren, sondern vielmehr richtige Kollateralschäden", sagt der 57-Jährige und verweist auf, "zwei Kreuzbandrisse und einen ausgekugelten Ellenbogen."

Sein Zwischenfazit fällt folgendermaßen aus: "Wir stehen gar nicht so schlecht da und wollen am Ende einen einstelligen Platz belegen, befinden uns aber in keinerlei Hinsicht unter Druck." Nach etlichen Jahren Trainererfahrung auf Kreisebene weiß Bartsch, "dass sich die Zeiten gewandelt haben und familiäre oder private Dinge heute mehr zählen."

Vergleiche mit seiner aktiven Zeit hinken, dennoch zieht er einen, auch um sich dem Bezug eines jeden einzelnen zum Amateurfußball bewusst zu werden: "Als ich das Glück hatte unter Werner Habiger und Gerd Doll trainieren und spielen zu dürfen, wärst du sicher zwei Wochen lang nicht mehr zum Zug gekommen, wenn du mal ein Training wegen Omas Geburtstag verpasst hättest."

Bartsch ist aber erfahren genug, deshalb hat er seinen Kickern über das Faschingswochenende auch freigegeben, viele sind ohnehin im Karnevalsverein aktiv. Der gebürtige Eppinger erläutert: "Ich möchte kein Fingerpointing betreiben, wir leben in einem Wandel, dem musst du dich stellen und kannst nicht immer auf alles draufkloppen."

Wenn es aber auf dem Rasen zur Sache geht, sieht er jedes Mal hochmotivierte Babstädter und das macht ihm große Freude bei seinem neuen Klub. Für die nahe Zukunft wünscht er sich einen breiteren Kader, wohlwissend, "dass das viele andere Vereine auch wollen und man heutzutage viel Überzeugungsarbeit leisten muss, um jemanden für sich zu gewinnen. Am hilfreichsten sind immer noch persönliche Verbindungen der Jungs untereinander."

Los geht das Pflichtspieljahr am Sonntag mit dem Gastspiel beim FSV Sulzfeld. Der Babstädter Coach erwartet, "eine sehr robuste und kämpferisch starke Truppe." In der Vorrunde trennten sich beide Kontrahenten torlos.