2026-03-25T14:09:28.761Z

Ligabericht

Die Vorentscheidung? Ruderting mit »fast perfektem Wochenende«

13. Spieltag in der Frauen-Bayernliga: Würzburger Kickers vs. FC Ruderting 0:3

von Helmut Weigerstorfer · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Ruderting lässt den nächsten Gegner links liegen.
Ruderting lässt den nächsten Gegner links liegen. – Foto: Simon Schwaiberger

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War das der vorentscheidende Spieltag in Richtung Meisterschaft und Regionalliga-Aufstieg? Eine verlässliche Antwort auf diese Frage wird es im Rückblick wohl erst geben, wenn auch rechnerisch alles geklärt ist. Fest steht allerdings bereits jetzt, dass dieses Wochenende als richtungsweisend bezeichnet werden kann. Denn Bayernliga-Spitzenreiter Ruderting schlug mit den Würzburger Kickers am Sonntagnachmittag nicht nur einen direkten Konkurrenten deutlich mit 3:0. Auch die Verfolger Forstern und Stern München verloren (überraschend), sodass der FCR nun allein auf weiter Flur ist.

Der Vorsprung auf Forstern beträgt sieben Punkte, weitere fünf Zähler dahinter folgen die Würzburger Kickers und Stern München. Wenig verwunderlich, dass nach zwei Tagen, die vollkommen nach dem Geschmack der Rudertinger Mädls verlaufen sind, Manager Johanna Maier fast schon glückselig ist. Ein Ergebnis trübt aber dann doch ihre Stimmung: "Wenn auch unsere Zweite in der Landesliga gegen Amicitia München gewonnen hätte, wäre alles gut. So war es nur ein fast perfektes Wochenende."

In der Landeshauptstadt zog die FC-Reserve mit 3:5 den Kürzeren. In der unterfränkischen Bezirkshauptstadt zeigte die Erste, wer die Nummer 1 ist in Bayern. "Letztlich ein souveräner und verdienter Sieg", resümiert Johanna Maier. Der Erfolg beim eigentlichen Angstgegner des einzigen niederbayerischen Vertreters in der Frauen-Bayernliga hat aber eine Hintergrundgeschichte bzw. einen Schlüsselmoment, der das Spiel zu dem machte, was es im Rückblick war - eine einseitige Angelegenheit.

Bereits nach sechs Minuten wurde Gästespielerin Anna Reinders aufgrund einer Notbremse vom Platz gestellt. Chefin Johanna Maier erklärt die Situation: "Sie hat Anne Schwerdt gehalten. Nicht grob, aber eine eindeutige Angelegenheit. Es ist dann lange diskutiert worden, weil die Schiedsrichter nicht mehr wussten, wer genau es war. Zudem ist in der darauffolgenden Aktion die Torfrau mit zwei Gestrecke in Anne gerauscht. Auch das war krass. Einen Platzverweis musste es geben."

Nach der Dezimierung seien die Würzburgerinnen hektisch geworden. "Die Kickers wollten es wohl mit Mentalität rumreißen. Unser Mädls sind jedoch ruhig geblieben. Sie wussten, dass sich Lücken ergeben werden, was dann auch der Fall war." Letztlich stand ein 3:0 in der Statistik, das so auch in Ordnung geht. "Ich ärgere mich, weil sich das Spiel gerne Elf gegen Elf gesehen hätte. Die strittige Rote Karte hat das jedoch früh verhindert", bilanz Heimtrainer Marius Wiederer. Die Unterzahl hätte seiner Truppe die offensive Wucht genommen. Und dann ist es schwierig gegen eine Mannschaft, die defensiv so kompakt steht."