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Spielvorbericht

"Die Trainerposition hier ist besonders"

Die BSG Wismut Gera kann auf einen zufriedenstellenden Saisonstart zurückblicken und will am kommenden Wochenende bei Schott Jena II nachlegen.

von Fabian Göb · 28.08.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Björn Roddeck

Mit zwei Siegen aus den ersten drei Ligaspielen und dem Weiterkommen im Pokal kann sich der Saisonstart der BSG Wismut Gera durchaus sehen lassen. Unter Trainer Daniel Sander befindet sich die Mannschaft nach zahlreichen Veränderungen allerdings weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Am Wochenende wartet mit Schott Jena II nun die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der Landesklasse 1.

Sander spricht von solidem Start

Die Ergebnisse stimmen bislang, dennoch sieht Sander bei seiner Mannschaft noch Luft nach oben. Gerade mit Blick auf die Veränderungen innerhalb des Teams sei es wenig überraschend, dass zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht alle Abläufe perfekt funktionieren. „Der Start war fußballerisch solide. Es läuft noch nicht alles ganz rund, was aber auch keine Überraschung ist, wenn man sieht, wie viel sich geändert hat“, ordnet der Wismut-Trainer die ersten Wochen ein.

Mentalität als große Stärke

Besonders zufrieden zeigt sich Sander mit der Einstellung seiner Mannschaft. Die Bereitschaft, gemeinsam zu arbeiten und auch in schwierigen Situationen dagegenzuhalten, zählt für den Trainer aktuell zu den größten Stärken seines Teams. „Unsere Stärke ist ganz klar, dass wir eine Bereitschaft zur Arbeit entwickelt haben. Die Jungs brennen, haben Bock und geben sich nicht auf. Die Mentalität ist super.“ Dass spielerisch und taktisch noch nicht alles funktioniert, gehört für Sander zum Prozess dazu. Die nötige Geduld möchte er seiner Mannschaft geben: „Natürlich müssen wir noch an einigen Stellschrauben drehen, aber das kommt mit der Zeit. Eine Mannschaft entwickelt sich nicht innerhalb von Wochen, sondern über Monate hinweg.“

„Eine andere Hausnummer als bisher“

Sander kennt die Arbeit als Trainer bereits aus anderen Vereinen. Bei einem Traditionsverein wie der BSG Wismut Gera bringt die Position allerdings noch einmal eine andere öffentliche Wahrnehmung und Verantwortung mit sich. „Die Trainerposition bei der Wismut ist tatsächlich besonders. Durch die Größe und Strahlkraft der BSG wird man auch viel öfter dazu gefragt. Sei es von Fans, Presse, Vereinsangehörigen oder einfach Freunden und Bekannten.“ Gleichzeitig weiß Sander die Unterstützung innerhalb des Vereins zu schätzen. „Ich bin aber froh über Marcel Peters und Steven Obst, die im Hintergrund sehr viel arbeiten und bewegen. Da gibt es noch unzählige andere, die dabei helfen. Das ist wirklich eine andere Hausnummer als bisher.“

Junge Schott-Elf wartet

Sportlich richtet sich der Blick nun auf Schott Jena II. Die junge Mannschaft aus Jena genießt bei Sander großen Respekt und dürfte seiner Elf einiges abverlangen. „Schott II ist immer gefährlich. Sie haben junge, hungrige Spieler, die gut ausgebildet sind. Das wird ein schweres Stück Arbeit“, warnt der Wismut-Coach. Entsprechend klar ist der Plan für das kommende Ligaspiel. Vor allem gegen den Ball soll seine Mannschaft erneut ihre Mentalität und Arbeitsbereitschaft auf den Platz bringen. Sander kündigt an: „Und das ist auch genau, wie wir es angehen werden. Wir werden besonders in der Defensive arbeiten und alles reinwerfen.“ Mit der bisherigen Mentalität und einem stabilen Auftritt gegen den Ball soll schließlich der dritte Ligasieg der noch jungen Saison eingefahren werden.