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Die Torhüter von Oberried und St. Georgen als Elfmeterkiller

Simonswald verkürzt den Abstand zur Spitze +++ Königschaffhausen und Ihringen/Wasenweiler verspielen Führungen

von Jürg Schmidt (BZ) · 17.03.2025, 19:00 Uhr · 0 Leser
Bastian Weier, der Torwart des FC Freiburg-St. Georgen, feiert sich selbst nach seiner Elfmeterparade.
Bastian Weier, der Torwart des FC Freiburg-St. Georgen, feiert sich selbst nach seiner Elfmeterparade. – Foto: Matthias Wolpert

Die SG Simonswald/Obersimonswald hat die Ausrutscher des Tabellenführers Waltershofen (0:2 in Freiamt) und des Zweiten Prechtal (2:3 in Bad Krozingen) genutzt und den Abstand zum Spitzenduo dank des eigenen 2:1-Heimsiegs über Reute verkürzt. Die im Abstiegskampf steckenden Kaiserstühler Vereine Königschaffhausen und Ihringen/Wasenweiler verpassen knapp die ersten Siege des Jahres.

Jörg Klausmann: „Wollten da sein, wenn die Konkurrenz patzt“

Die 0:2-Pleite des Spitzenreiters Waltershofen in Freiamt und die 2:3-Niederlage des Tabellenzweiten Prechtal in Bad Krozingen kamen der drittplatzierten SG Simonswald/Obersimonswald zupass, die selbst einen 2:1-Heimsieg gegen Reute einfuhr. „Wir wollten da sein, wenn die Konkurrenten patzen – das ist uns gleich im ersten Spiel des Jahres geglückt“, fasste Trainer Jörg Klausmann zusammen. Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit auf einem tiefen Sportplatz, der kein ästhetisch ansprechendes Spiel zuließ. In der neunten Minute erzielte Lukas Fehrenbach mit einem Schuss in den Winkel die frühe Führung. Im zweiten Abschnitt erhöhte Fehrenbach auf 2:0, aber nur drei Minuten darauf kassierte die SG das 2:1. „Daher war es bis zuletzt eng“, sagte Klausmann, „aber letztlich haben wir einen starken Fight auf einem schwer bespielbaren Platz gezeigt.“

Ruth: „2:2 fühlt sich an wie eine Niederlage“

Dominik Ruth, der Trainer des Aufsteigers TuS Königschaffhausen, mochte nach der Partie gegen Au-Wittnau seine Enttäuschung nicht verbergen: „Wir haben 2:0 geführt und bekommen kurz vor Schluss das 2:2 – das fühlt sich nun wie eine Niederlage an.“ Kurz vor der Pause hatte Felix Höldlin den Ball an Gästekeeper Hannes Gutmann vorbeigespitzelt und die 1:0-Pausenführung erzielt. Mit einem Konter in der 66. Minute erhöhten die Kaiserstühler auf 2:0. Marius Hagenguth wurde geschickt, spielte den Torwart aus und vollendete – „genau nach Matchplan“, so Ruth. Au-Wittnau verkürzte durch einen berechtigten Elfmeter. „Danach war der Gegner am Drücker, und wir haben uns zu sehr eingeigelt und für zu wenig Entlastung gesorgt“, sagte Ruth. „Der Punktverlust tut weh, ich hätte der Mannschaft nach einer tollen Trainingswoche den Sieg gegönnt.“

Marcel Kobus: „Ein geiles Spiel voller Emotionen“

Auch die SG Ihringen/Wasenweiler war auf dem Weg zum ersten Punktspielsieg des Jahres. Gegen den starken Aufsteiger Denzlingen II führte die Mannschaft von Marcel Kobus bereits mit 3:1, musste sich zuletzt aber mit einem 3:3 begnügen. Für den Coach kein Beinbruch: „Es war ein geiles Spiel voller Emotionen. Ich sehe das 3:3 nicht als zwei verlorene Punkte an.“ Die Denzlinger traten gewohnt spielstark auf, die Heimelf hielt mit Leidenschaft dagegen, konnte viele Zweikämpfe für sich entscheiden und verwertete drei Standards zu drei Toren. „In der ersten Halbzeit haben wir Denzlingen den Schneid abgekauft“, erklärte Kobus. „Zur zweiten Halbzeit hat der Gegner gewechselt und taktisch umgestellt, damit sind wir nicht zurechtgekommen. Aber kein Vorwurf an die Mannschaft, am Ende war es eine gute Reaktion auf die schwache Leistung in Köndringen (0:2).“

Freiburg-St. Georgen macht es spannender als nötig

Der FC Freiburg-St. Georgen kehrte mit einem 2:1-Erfolg im Gepäck aus Oberried zurück. Für Roberto Palermo war es ein verdienter Sieg: „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant und haben gleich mit der ersten Torchance das 1:0 erzielt.“ Jan Nowack hatte sich gegen drei Oberrieder durchgesetzt und den Ball überlegt ins Zentrum gespielt, wo Matti Roth vollendete. Janik Zähringer, der Schlussmann der SFO, konnte sich in der zwölften Minute gegen Nowack auszeichnen, parierte in der 50. Minute eine Direktabnahme von Ilias Boutizla und hielt auch einen selbstverschuldeten Foulelfmeter gegen Nowack. In der 60. Minute musste er sich aber geschlagen geben, als Nowack, von Filan Kleinn bedient, das 2:0 für St. Georgen erzielte. Zähringers Gegenpart Bastian Weier durfte sich ebenfalls als Elfmeterkiller gerieren: Nach einem Handspiel im Sechzehner hielt er in der 70. Minute den fälligen Strafstoß. Kurz darauf traf Oberried zum Anschluss, und den Gästen entglitt die Spielkontrolle. „Wir haben es unnötig spannend gemacht“, monierte Palermo. In der Nachspielzeit hätten die Gastgeber Oberried fast noch das 2:2 markiert, aber Marius Aich schlug Ball von der Linie.