
Die Fußball-Saison 2024/2025 biegt auf die Zielgerade ein. Demzufolge fallen viele Entscheidungen. Besonders groß ist der Jubel bei den Teams, die Meister sind oder den Aufstieg geschafft haben oder sich Pokalsieger nennen dürfen. Und genau diese Mannschaften möchten FuPa Württemberg würdigen. Wenn dein Team auch dabei sein möchte, dann schreibe uns per E-Mail an h.schmidt@fupa.net
Mit dem Titelgewinn in der Kreisliga A1 Nordschwarzwald krönt die SG Dornstetten eine Saison, die nicht nur sportlich außergewöhnlich war – sondern auch emotional. Im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens hat sich das Team von Trainer Tim Jung an die Spitze gespielt und den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.
Erst Kaltgetränke, dann Ballermann
Direkt nach dem entscheidenden Abpfiff brachen alle Dämme: „Die Kaltgetränke standen bereit, die Musik lief, und die Stimmung war, wie es sein sollte bis hin in die Nacht“, berichtet Tim Jung. Und es blieb nicht bei einer Nacht: Bereits am nächsten Morgen setzte sich die komplette Mannschaft in Bewegung – Ziel: Mallorca. „Dort wurde die Meisterschaft noch einmal ausgiebig gefeiert“, so der Trainer weiter.
Aufstieg mit Ansage – aber leise formuliert
Dass es am Ende ganz nach oben ging, war trotz eines realistischen Ziels keine Selbstverständlichkeit. „Unser offizielles Ziel war ein Platz unter den ersten vier“, erklärt Jung, denn: „Die SG Dornstetten war in den vergangenen Jahren eher im unteren Tabellendrittel zu finden.“ Doch die Hoffnung auf mehr war stets da – zumal das Vereinsjubiläum eine besondere Motivation war. „Nach einer starken Sommervorbereitung war die Stimmung sehr positiv. Wir haben schnell gemerkt, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.“
Spielkultur und Teamgeist
Was den Unterschied machte? Für Tim Jung ist die Antwort eindeutig: „Der Schlüssel zum Erfolg war das Team.“ Eine neue Spielidee wurde implementiert, die Bereitschaft zu lernen war groß. „Das Vertrauen in unser neues Spielsystem hat dafür gesorgt, dass sich jeder weiterentwickeln konnte.“ Auch abseits des Platzes passte alles: „Der enge Zusammenhalt hat uns als Mannschaft weitergebracht.“ Dass es bis zum letzten Spieltag spannend blieb, sorgte für zusätzliche Dramatik – und eine umso schönere Krönung.
Zwischen Spielzügen und Freundschaft
„Fußballerisch liegt unsere Stärke im Kombinationsspiel und im strukturierten Spielaufbau – auch wenn es nicht immer funktioniert“, so Jung. Doch der entscheidende Faktor war letztlich der Teamgeist. „Wir verbringen auch abseits des Platzes viel Zeit miteinander, helfen uns gegenseitig und haben eine tolle Dynamik entwickelt.“
Feiern, Jubilieren, weiter feiern
Kaum zurück von der Insel steht das nächste Highlight an: „Im Juli wird nochmals kräftig gefeiert – unser 100-jähriges Vereinsjubiläum.“ Und zu feiern gibt es mehr als genug: Neben der Meisterschaft der ersten Mannschaft sicherte sich auch die Zweite den Titel – und die Frauen-Handballmannschaft holte neben dem Aufstieg auch den Pokal. Ein Dornstetter Erfolgsjahr durch und durch.
Bezirksliga? Selbstverständlich!
Der sportliche Lohn wird in Form des Aufstiegs in die Bezirksliga angenommen: „Ja, das ist für uns selbstverständlich“, so Jung. „Wir haben sportlich alles dafür gegeben und freuen uns jetzt auf die neue Liga mit spannenden Herausforderungen.“
Zwei Routiniers verabschiedet – drei Neue im Anflug
Die Kaderplanung ist in vollem Gange. Zwei verdiente Spieler – Philipp Kaupp und Martin Schmid – haben ihre Laufbahn beendet. Dafür stehen bereits drei Neuzugänge fest: Timo Spitschu und Kevin Kübler (Spvgg Grömbach) sowie Kevin Dietle (SV Illingen). „Kevin Kübler kehrt nach einem Jahr Pause zurück“, berichtet Jung – weitere Personalien sind noch offen.
Mutiger Fußball als Zielvorgabe
Für die kommende Bezirksliga-Saison formuliert der Coach ein klares Ziel: „Der Klassenerhalt.“ Doch die SG Dornstetten will mehr als nur mitspielen: „Wir möchten frühzeitig Abstand zu den Abstiegsplätzen gewinnen, uns weiterentwickeln und mit einer mutigen Spielweise auch in der neuen Liga für Aufmerksamkeit sorgen.“
Mit Herz, Struktur und Zusammenhalt – Dornstetten geht selbstbewusst ins nächste Kapitel.