2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Die Stellungnahme von Rot Weiss Ahlen zum "Skandal-Heimspiel"

Spielabbruch in der Oberliga Westfalen am 27. Spieltag

von red · Heute, 16:40 Uhr · 0 Leser
– Foto: Softik Miller

Die Partie zwischen Rot Weiss Ahlen und der SG Wattenscheid 09 wurde am Sonntag abgebrochen, nachdem mehrfach Böller geworfen wurden und letztlich ein Böller aus dem Ahlener Fanblock in unmittelbarer Nähe des Schiedsrichter-Assistenten explodierte.

Einen Tag später nimmt der Verein Stellung zu den Vorfällen:

"Rot Weiss Ahlen zeigt sich tief betroffen über die Geschehnisse rund um das gestrige Heimspiel im Wersestadion gegen die SG Wattenscheid 09.

Während der zweiten Halbzeit kam es zunächst zu einem ersten schwerwiegenden Zwischenfall, als ein Knallkörper aus der Ahlener Fanszene in Richtung Spielfeld geworfen wurde. In diesem Moment erfolgte zunächst keine Spielunterbrechung. Kurz darauf wurde ein weiterer Knallkörper aus dem Gästeblock der SG Wattenscheid 09 in Richtung Spielfeld geworfen. Infolge dessen wurde die Partie umgehend unterbrochen.

Nach einer mehrminütigen Unterbrechung und intensiver Abstimmung zwischen Schiedsrichtergespann, Sicherheitskräften und beiden Mannschaften wurde das Spiel fortgesetzt. Dabei machte das Schiedsrichtergespann unmissverständlich deutlich, dass es sich um die letzte Verwarnung handele und ein weiterer Vorfall dieser Art unweigerlich zum Spielabbruch führen würde.

Trotz dieser klaren Ansage kam es in der Schlussphase zu einem erneuten Vorfall: Ein weiterer Knallkörper wurde aus dem Bereich der Ahlener Fanszene gezündet und auf das Spielfeld geworfen. Dieser landete unmittelbar in der Nähe des Linienrichters.

Aufgrund der unmittelbaren Gefährdung der Spieloffiziellen sah sich das Schiedsrichtergespann gezwungen, die Partie beim Stand von 1:3 endgültig abzubrechen.

Rot Weiss Ahlen verurteilt diese Vorfälle in aller Deutlichkeit. Das Werfen von Böllern stellt eine massive Gefährdung für Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer dar und ist durch nichts zu rechtfertigen.

Unser besonderer Genesungswunsch gilt dem betroffenen Linienrichter, dem wir auf diesem Wege eine schnelle und vollständige Genesung wünschen.

Darüber hinaus möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass auch das Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion nicht erlaubt ist und erhebliche Risiken birgt. Neben der Verletzungsgefahr für andere Personen entstehen dadurch auch gesundheitliche Belastungen durch Rauchentwicklung sowie erhebliche sicherheitsrelevante Probleme.

Unabhängig davon, ob Pyrotechnik „kontrolliert“ eingesetzt wird oder nicht, bleibt sie im Stadionumfeld verboten und widerspricht den Sicherheitsbestimmungen sowie den Werten unseres Vereins.

Im Anschluss an den Spielabbruch kam es zudem zu weiteren unschönen Szenen und gewaltsamen Auseinandersetzungen, die wir ebenso entschieden verurteilen.

Rot Weiss Ahlen wird die Vorfälle gemeinsam mit den zuständigen Behörden, dem Verband sowie allen Sicherheitsverantwortlichen umfassend aufarbeiten. Ziel ist es, die Verantwortlichen zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen konsequent umzusetzen.

Wir werden alles daransetzen, die Sicherheit im Wersestadion weiter zu erhöhen und solche Vorfälle künftig zu verhindern.

Wir bedauern die Geschehnisse zutiefst und entschuldigen uns bei allen friedlichen Zuschauern, unseren Gästen, Spielern, Offiziellen und Partnern, die durch diese Vorfälle beeinträchtigt wurden.

Fußball steht für Emotionen, Leidenschaft und Zusammenhalt – jedoch niemals für Gewalt oder Gefährdung anderer.

Weitere Informationen werden wir zeitnah nach Abschluss dieser Aufarbeitung kommunizieren. Bis dahin bitten wir um Verständnis, dass wir von weiteren Presseanfragen zu diesem Thema derzeit absehen und uns als Verein hierzu nicht weiter äußern werden. Wir bitten daher ausdrücklich, von entsprechenden Anfragen abzusehen."