
Der SV 98 Schwetzingen steht sich derzeit oft selbst im Weg. Vor allem die fehlende Konstanz erweist sich in der Rückrunde als größtes Problem. Fünf Spiele sind seit dem Neustart absolviert - lediglich zwei Punkte konnten die Blau-Weißen dabei einfahren, und das ausgerechnet gegen den drittplatzierten Eppelheim sowie den sechstplatzierten Lobbach.
Dabei zeigt die Mannschaft phasenweise ansehnlichen Fußball und tritt sogar spielbestimmend auf. Dennoch bringt sie sich immer wieder selbst um den Lohn ihrer Arbeit. Besonders bitter: die Niederlagen gegen Türkspor und Gartenstadt. In beiden Partien lag der SV 98 in Führung, gab die Spiele jedoch durch naiv verursachte Strafstöße aus der Hand – insgesamt fünf Elfmeter führten zuletzt zu Gegentoren.
Trainer B. Öztürk fand deutliche Worte: „In den fünf Spielen haben wir elf Tore kassiert, fünf davon durch Elfmeter und insgesamt sieben nach Standards. In diesen Bereichen müssen wir deutlich cleverer und achtsamer werden.“
Auch die personelle Situation spielt eine Rolle. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft“, erklärt der Coach, der hauptberuflich als Gymnasiallehrer arbeitet. „Gegen Türkspor und Gartenstadt lag unser Altersdurchschnitt bei 20,4 beziehungsweise 20,9 Jahren. Es macht Spaß, mit den Jungs zu arbeiten, weil sie lernwillig sind. Aber zwei bis drei erfahrene Spieler hätten uns im Abstiegskampf sicherlich gutgetan.“
Auf die Frage nach den Chancen im Tabellenkeller bleibt Öztürk sachlich: „Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles geben.“ Realistisch betrachtet sei jedoch wohl nur noch der Relegationsplatz erreichbar.
Die Hoffnung bleibt, dass der Knoten bald platzt – idealerweise schon am kommenden Mittwochabend (19:30 Uhr), wenn der SV 98 Schwetzingen auf den VfB St. Leon trifft.