
Wird es erneut eine Zittersaison für die SG Unterrath in der Landesliga? Ganz von der Hand zu weisen ist so ein Szenario nach 18 absolvierten Partien nicht. Zwar liegt die Elf von Daniel Beine aktuell auf Rang elf über dem Strich. Doch das Polster auf Platz 14, der nach Ablauf der regulären Saison womöglich noch eine Abstiegsrelegation nach sich zieht, ist mit zwei mickrigen Zählern dünn.
Umso mehr Bedeutung kommt das dem anstehenden Heimspiel gegen die DJK Neuss-Gnadental zu. Der Aufsteiger liegt nur einen Punkt und zwei Plätze hinter der SGU und muss somit zu den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gezählt werden. „Das ist für uns ein Schlüsselspiel. Ein Sieg wäre schon eine Art Befreiung. Bei einer Niederlage würde uns Gnadental überholen. Das gilt es auf jeden Fall zu vermeiden“, sagt Michael Blum. In den Augen des Ex-Profis befindet sich sein Klub in einer gefährlichen Situation, die für ihn so nicht absehbar war. „Ich bin weiter der Meinung, dass unser Kader in der Breite besser aufgestellt ist als in der vergangenen Saison“, meint Blum. Doch während sich die SGU spielerisch in den meisten Duellen auch vor keinem Konkurrenten zu verstecken braucht, sind die Defizite in anderen Bereichen eklatant.
„Wir kassieren einfach viel zu viele Tore und fallen nach einem Gegentreffer zu oft komplett auseinander“, schildert der 37-Jährige. Die Mängel wurden zuletzt auch im Test gegen den 1. FC Kleve ans Tageslicht gebracht. Gegen den Oberligisten kassierte Unterrath nach 4:0-Führung zwischenzeitlich drei Tore in weniger als zehn Minuten. Am Ende stand ein turbulenter 5:4-Erfolg zu Buche.
„Wir müssen lernen, dass in der Landesliga nicht nur Fußball gespielt, sondern auch gekämpft wird und dass das Verteidigen schon vorne beginnt. Nur wenn sich alle an der Abwehrarbeit beteiligen, werden wir erfolgreich sein“, sagt der Routinier. Die Hoffnung auf Besserung hat der Innenverteidiger dabei längst nicht aufgegeben. Positiv stimmt Blum dabei nicht nur die Qualität der im Winter gekommenen Zugänge. Auch sein neuer Trainer hat bereits Eindruck hinterlassen.
„Man merkt, dass er schon in der Oberliga trainiert hat. Er macht es wirklich sehr, sehr gut“, schwärmt Blum von Daniel Beine. Die Konsequenz und Akribie, mit der Beine am Franz-Rennefeld-Weg agiert, soll sich nun auch schnellstmöglich in Ergebnissen widerspiegeln. Am besten schon am Sonntag gegen die DJK Neuss-Gnadental, die Michael Blum ebenfalls stark einschätzt. „Wenn man sich deren Kader ansieht und dann einen Blick auf die Tabelle wirft, dann weiß man, wie hoch die Qualität auch in der Landesliga ist“, sagt Blum.