
Wenn der VfB Eppingen und der FC Zuzenhausen am 30. Mai ihr direkte Duell am letzten Spieltag absolviert haben werden, wird keiner der beiden wunschlos glücklich sein. Gefühlt war für die Fachwerkstädter wie für den Oberliga-Absteiger einiges mehr drin in der Spielzeit 2025/26. Bis vor runde einer Woche sogar ein Eppinger Aufstieg. Die Konstellation schien günstig, als Cheftrainer David Pfeiffer und seine Schützlinge freitagabends gegen den VfR Gommersdorf vorlegen und somit die Konkurrenz um die Aufstiegsrelegation unter Druck setzen konnten. Sie erahnen es – es kam anders und Eppingen verlor mit 1:2. Tags darauf folgte der 3:2-Coup des 1.FC Bruchsal in Heddesheim, womöglich unterstützt durch den ausgebliebenen Druck des VfB, nun ist die Aufstiegsrelegation nichts weiter als graue Theorie bei sieben Punkten Rückstand. Daran würde auch ein Heimsieg im Derby gegen den VfB Bretten diesen Samstag nichts ändern (Anpfiff, 15.30 Uhr).
Oliver Späth ist milde gestimmt. "Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen, sie haben ihre Sache ordentlich gemacht und es ist eine spielerische Weiterentwicklung sichtbar", sagt der Sportliche Leiter des VfB. Das Problem bei der 1:2-Niederlage gegen Gommersdorf sei laut ihm die Chancenverwertung gewesen: "Wir hatten riesige Möglichkeiten, Gommersdorf bei seinen zwei Chancen, die wir ihnen serviert haben, dafür gnadenlos zugeschlagen. Dafür muss man ihnen Respekt zollen, zumal sie aufopferungsvoll gekämpft haben."
Bei nun sieben Zählern Rückstand auf den zweitplatzierten 1.FC Bruchsal ist das Erreichen der Oberliga-Aufstiegsspiele nur noch eine theoretische Möglichkeit. "Rein rechnerisch wäre es machbar und ich erwarte, dass die Jungs bis zum Schluss Vollgas geben", will Späth keine Nachlässigkeiten sehen. Er ist aber auch erfahren genug, um zu wissen, "dass mit Bruchsal und GU-Türk. SV Pforzheim zwei weitere Mannschaften mitmischen, die ganz viel Qualität mitbringen, deshalb haben wir unsere letzte Chance dranzubleiben wahrscheinlich vergeben."
Neun Punkte aus dem Endspurt sind dennoch das Ziel und die scheinen machbar. "Wir haben noch sehr interessante Spiele vor der Brust mit zwei Derbys und dem Gastspiel in Neckarelz", so Späth vor dem Heimspiel am Samstag gegen Bretten.
Währenddessen biegt die Personalplanung für die kommende Saison ebenfalls auf die Zielgerade ein. Eppingens Sportlicher Leiter erläutert: "Es läuft der ganz normale Wahnsinn, wir sind noch auf der Torwartposition, für die hintere Kette und den Angriff dabei, ein paar offene Punkte zu klären."