
Wenn der FC Palatia Limbach an diesem Sonntag, 10. August, um 15.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Saarlandhalle auf den Aufsteiger 1. FC Saarbrücken II trifft, werden natürlich Erinnerungen an das bislang wichtigste Spiel der gesamten Vereinsgeschichte wach: Die Rede ist natürlich von Samstag, 24. Mai, als die Limbacher nur wenige Meter weiter im großen Ludwigsparkstadion im Saarlandpokal-Finale auf den benachbarten Regionalligisten FC Homburg trafen. Die Palatia zeigte dabei in der ersten Halbzeit eine richtig starke Leistung und lag zur Pause lediglich mit 0:1 in Rückstand. Und wenn auch im Verlauf der zweiten 45 Minuten noch acht weitere Gegentreffer hinzukamen und man letztlich mit 0:9 (0:1) unterlag, wird dieses Spiel in der Limbacher Vereinshistorie für immer unvergessen bleiben.
Die Palatia hatte vor ihrem Aufstieg jahrelang zum festen Inventar der Verbandsliga Nordost gezählt - um dann in der letzten Saison in der neuen Umgebung so richtig durchzustarten. In der Vorrundentabelle hatte es einen schier sensationellen Rang vier gegeben. Und wenn auch in der Rückserie dieses hohe Level mit dem 16. Platz nicht mehr gehalten werden konnte, war doch Rang sieben in der Endabrechung - gerade in Kombination mit dem völlig überraschenden Einzug ins Pokalfinale - mehr als beachtlich. Die Limbacher waren zu keinem Zeitpunkt der Premierensaison in der höchsten saarländischen Amateurklasse nur ansatzweise in Abstiegsgefahr geraten.
Vor der aktuellen Runde waren dann teilweise in Reihen der Saarlandligakonkurrenten Stimmen zu vernehmen gewesen, dass es nun für die Palatia deutlich schwerer werden könnte. Schließlich kenne man nun den vorherigen Aufsteiger bestens und könne sich daher deutlich besser auf ihn einstellen. Doch davon ist derzeit noch rein gar nichts zu sehen: Die Limbacher belegen nach drei Spieltagen ungeschlagen und bereits mit sieben Punkte auf dem Konto einen hervorragenden dritten Tabellenplatz. Und da sich auch der kommende Gegner 1. FC Saarbrücken II mit sechs Zählern und Rang fünf ähnlich wie die Palatia vor einem Jahr gleich auf Anhieb toll in der Saarlandliga eingelebt hat, ist an der Saarlandhalle mit einem Duell zweier Mannschaften mit vollstem Selbstvertrauen zu rechnen. Dieses Spiel hätte jedenfalls sehr viele Zuschauer verdient.