2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Einer von insgesamt sieben Jubeln: Der SSV Alsmoos-Petersdorf fertigte Gastgeber SF Bachern mit 7:0 ab.
Einer von insgesamt sieben Jubeln: Der SSV Alsmoos-Petersdorf fertigte Gastgeber SF Bachern mit 7:0 ab. – Foto: Reinhold Rummel

Die nächste Klatsche für Bachern

Die Sportfreunde müssen erneut sieben Gegentore verkraften +++ Gerolsbach schlägt extrem ersatzgeschwächte Sportfreunde Friedberg deutlich +++ Affing marschiert weiter +++ Müde Aichacher straucheln in Berg im Gau +++ Rennertshofen feiert Befreiungsschlag im Derby

Knappe Siege, schmerzhafte Klatschen, zerfahrene Unentschieden: Für neutrale Beobachter bot der sechste Spieltag der Kreisliga Ost ein abwechslungsreiches Programm. Der SSV Alsmoos-Petersdorf sorgte für die zweite Sieben-Tore-Klatsche für die Sport-Freunde Bachern und verteidigte den Aufstiegs-Relegationsplatz. Die Sportfreunde Friedberg wiederum verloren deutlich bei einem Tabellennachbarn, während Affing seine makellose Serie fortführen konnte. Der BC Aichach ließ bei Neuling Berg im Gau zu viele Chancen liegen. Affing setzt mit einer Leistungssteigerung seine makellose Siegesserie fort.

Ein Déjà-vu der unschönen Art erlebten die Sport-Freunde Bachern: Bereits zum zweiten Mal kassierte der Aufsteiger eine Sieben-Tore-Klatsche. Nachdem Bachern Anfang August beim SC Griesbeckerzell mit 7:1 verloren hatte, setzte es dieses Mal zu Hause gegen den SSV Alsmoos-Petersdorf ein 0:7. Bacherns Spielertrainer Oliver Mühlberger bemängelte nach der Partie, „dass wir nach Gegentoren dermaßen verunsichert sind und uns fast aufgeben“. Mühlberger selbst musste bereits nach vier Minuten verletzungsbedingt das Feld verlassen, kurz darauf fiel das 0:1 aus Bacherner Sicht (Fokasiev, 10.). Wenig später folgte der erste von insgesamt drei Doppelschlägen – für Mühlberger „bezeichnend“: David Paulik und Florian Gai erhöhten für den SSV Alsmoos-Petersdorf zum 3:0-Pausenstand (19., 21.). Nach der Halbzeit hielt Bachern zumindest eine Viertelstunde mit dem Aufstiegsaspiranten mit, ehe die Brüder Oktay und Okan Yavuz das vierte und fünfte Tor besorgten (61., 62.). Auch nach diesen Nackenschlägen dauerte es nicht lang, bis Alsmoos-Petersdorf erneut zuschlug und den Endstand herstellten: David Paulik mit seinem zweiten Tor und Luca Manhart trafen zum 6:0 und 7:0 (72., 77.). Wegen einer Gelb-Roten Karte für Dennis Kratzat (81.) beendete Bachern die Partie zudem in Unterzahl. Mühlberger sagte: „Wir wissen, wie wir dastehen. Leicht ist es nicht.“ (ddur) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Dennis Steinke (Augsburg) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Bohdan Fokasiev (10.), 0:2 David Paulik (19.), 0:3 Florian Gai (21.), 0:4 Oktay Yavuz (61.), 0:5 Okan Yavuz (62.), 0:6 David Paulik (72.), 0:7 Luca Manhart (77.)
Gelb-Rot: Dennis Kratzat (81./SF Bachern)

Freude und Erleichterung: Die Kicker des FC Rennertshofen beendeten mit einem 3:1-Erfolg beim SV Klingsmoos ihre Niederlagen-Serie.
Freude und Erleichterung: Die Kicker des FC Rennertshofen beendeten mit einem 3:1-Erfolg beim SV Klingsmoos ihre Niederlagen-Serie. – Foto: Daniel Worsch

Schon die Anfangsphase war mit Möglichkeiten für beide Teams intensiv. Nachdem Matthias Hudler zunächst noch gegen den durchgebrochenen Tobias Kruber gerettet hatte (11.), war er wenig später geschlagen, als dieser nach einem Abwehrfehler wenig Mühe hatte, das Leder über die Linie zu schieben (20.). Die Gastgeber kamen nun etwas besser ins Spiel und hatten durch einen Distanzschuss von Rechenauer (29.) und einen Aufsetzer von Florian Lenz von der Strafraumgrenze, der knapp am rechten Pfosten vorbeistrich (31.), brauchbare Möglichkeiten. Ein schöner Spielzug brachte dann auch den Ausgleich durch David Ibraimovic, der den Pass in die Spitze verwertete (42.). Fast wäre vor der Pause noch das 2:1 gefallen, doch Keeper Fieger parierte den 18-Meter-Freistoß von Kranner gerade noch (45.). Auch im zweiten Abschnitt ging es weiter zwischen beiden Strafräumen hin und her, mit Chancen hüben wie drüben. Einen Freistoß von Schelchshorn parierte Hudler (50.), dann scheiterte auf der Gegenseite Stefan Brosi freistehend vor Fieger (52.). Ibraimovic legte sich wenig später die Kugel zu weit vor (57.). Dann nutzen die Gäste einen weiteren Stellungsfehler der SVK-Abwehr durch Simon Pickhard zur erneuten Führung (68.). Die große Chance zum Ausgleich bot sich dann Florian Lenz, der aber frei vor Fieger das Leder nicht am Keeper vorbeibrachte (87.). In der Nachspielzeit machte der FCR dann alles klar und kam durch David Pickhard noch zum 1:3-Endstand (90.+5). (psie) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Alexander Maier (Augsburg) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Tobias Kruber (20.), 1:1 David Ibraimovic (42.), 1:2 Simon Pickhard (68.), 1:3 David Pickhard (90.+5)

Der TSV Inchenhofen erwischte einen Traumstart in die Partie und setzte sich mit 2:0 beim SV Echsheim- Reicherstein durch – der zweite Sieg der Saison sorgte für ein Durchatmen in Inchenhofen. Mit einem Doppelschlag binnen den ersten sieben Minuten sorgten die Gäste bereits früh für den Endstand: Zunächst erzielte Tobias Pachaly in der vierten Minute nach einem sehenswerten Spielzug das 1:0. Nur drei Minuten später war der 23-Jährige erneut zur Stelle und erhöhte aus knapp 16 Metern auf 2:0 (7.). Die Inchenhofener hatten besonders in der ersten Halbzeit einige weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Auch defensiv präsentierten sich die Gäste abgeklärt und hielten die Offensive des SV Echsheim-Reicherstein weitgehend vom eigenen Tor fern. In der zweiten Hälfte entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit zahlreichen Fouls, was sich auch in den vielen Karten widerspiegelte. In der 65. Minute sah Echsheims Florian Bachmayr die Gelb-Rote Karte, in der 79. Minute musste auch Bastian Baumgärtner nach einer Zeitstrafe den Platz verlassen. „Es war heute ein verdienter und wichtiger Sieg für uns. Wir wollen jetzt eine Serie starten und ins Mittelfeld vorziehen“, resümierte Abteilungsleiter Luca Schön. (kerde) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Florian Ambrosch (Augsburg) - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Tobias Pachaly (4.), 0:2 Tobias Pachaly (7.)
Gelb-Rot: Florian Bachmayr (65./SV Echsheim-Reicherstein)

Das Urteil von Affings Spielertrainer Michael Eibel fällt deutlich aus: „Wir waren in der ersten Halbzeit unfassbar schlecht.“ Bereits in der dritten Minute tauchte Blerand Kurtishaj vor Rainhold Tinni ab – und Affings Schlussmann zeigte die erste von gleich mehreren überragenden Paraden im Privatduell mit dem Angreifer. Nach einer halben Stunde lenkte er einen Kurtishaj-Schlenzer mit den Fingerspitzen an den Pfosten, kurz vor der Pause war er bei einem Konter nicht vom Rainer zu überwinden. Nach 22 Minuten allerdings war auch Tinni machtlos gewesen, als ein langes Zuspiel Affings Hintermannschaft überrumpelte und Valentin Ricker das 1:0 schoss. „Dann hat die Mannschaft Kampfgeist bewiesen und ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, lobt Eibel den Auftritt in Durchgang zwei, den er als „Spiel auf ein Tor“ bezeichnet. Stefan Simonovic traf den Pfosten (47.), Marco Martens scheiterte nach Steckpass am Rainer Torwart. Ein Elfmeter brachte den Ausgleich: Foul an Simonovic, Tor Robin Helmschrott (64.). Affing drängte weiter: Einen weiten Ball verlängerte ein Verteidiger per Kopf in den Lauf von Simonovic, der technisch fein zum 2:1 traf. Weil ein Freistoß von Eibels Trainer-Kompagnon Angelo Jakob an die Latte knallte, blieb es dabei. (dali) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Erkan Oflaz (Günzburg) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Valentin Ricker (22.), 1:1 Robin Helmschrott (64. Foulelfmeter), 2:1 Stefan Simonovic (80.)

Gerolsbachs Roman Redl (links) erzielte beim 4:0 gegen die Sportfreunde Friedberg das Tor des Tages, indem er vier Abwehrspieler stehen ließ.
Gerolsbachs Roman Redl (links) erzielte beim 4:0 gegen die Sportfreunde Friedberg das Tor des Tages, indem er vier Abwehrspieler stehen ließ. – Foto: Helmut Steurer

Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn sollte aus Friedberger Sicht der Bock zum Positiven umgestoßen werden, doch daraus wurde nichts. Zudem wirkte sich das urlaubsbedingte Fehlen der kompletten Offensivabteilung – Kaan Coc, Harun Nurten und Patrick Molnar – merkbar aus. In der Abwehr fehlte zudem Stabilisator Serkan Demharter. Somit hatten die Gastgeber mitunter leichtes Spiel und gingen bereits in der 7. Minute mit einem platzierten Freistoßtor von Oguzhan Halici mit 1:0 in Führung. Das naive Friedberger Abwehrverhalten bedingte das 2:0 der Gastgeber durch Daniel Fischer (19.). Erst kurz vor der Halbzeit hatten die Sportfreunde ihre erste Torchance bei der Firat Görgen an Torhüter Christian Sturm scheiterte. (43.) Zu Beginn des zweiten Durchgangs war der komplette Friedberger Abwehrverbund auf Schlafmodus eingestellt, denn Roman Redl umkurvte im Strafraum vier Abwehrspieler und erzielte das 3:0 (48.). In der Folgezeit hatten die Gastgeber in regelmäßigen Abständen teils erstklassige Möglichkeiten zur Resultaterhöhung, scheiterten aber zum Teil kläglich oder an Torhüter Robert Schmidberger. Mit dem Schlusspfiff erzielte Daniel Fischer mit seinem zweiten Tor den 4:0-Endstand. (fse) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Oliver Schuhmacher (Steppach) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Oguzhan Halici (7.), 2:0 Daniel Fischer (19.), 3:0 Roman Redl (48.), 4:0 Daniel Fischer (90.)

Acht Spiele binnen vier Wochen – das Pensum des BC Aichach zuletzt war enorm. Vermutlich wäre das gar nicht so arg ins Gewicht gefallen, hätte der BCA seine vielen Gelegenheiten in der ersten halben Stunde genutzt. Max Roth und Coskun Bür etwa scheiterten allein vor Johannes Steierl. Weil der stark aufgelegte Torhüter des BSV weitere Chancen zunichtemachte, blieb es bis zur Pause beim 0:0. „Es wurde immer zäher“, schildert Aichachs Spielertrainer Markus Kurzhals: „Und nach dem 0:1 hat man gemerkt, dass jeder Meter ein schwerer ist. Die Puste war weg.“ Das Tor, das dem BCA die letzte Energie raubte, fiel nach einer Ecke. Daniel Tkac hatte am hinteren Pfosten derart viel Platz, dass es ein Leichtes war, den Ball einzuköpfen (65.). Ein Angriff über die rechte Seite brachte das 0:2 aus BCA-Sicht: Vincent Specht traf (74.). Und weil nur eine Minute später Tkac das 3:0 hinterherschob, war das Spiel für den Ballspielclub gelaufen. Daran änderte auch das feine Comeback-Tor von Semih Coklar zum 1:3 nichts mehr (84.). (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Mario Romano (Leipheim) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Daniel Tkac (65.), 2:0 Vincent Specht (74.), 3:0 Daniel Tkac (75.), 3:1 Semih Coklar (84.)

Hitzig ging es beim TSV Pöttmes gegen die DJK Gebenhofen-Anwalting her – und daran hatten die beiden Teams zunächst nicht viel eigenen Anteil. „Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten sehr schnell sehr viele Gelbe Karten verteilt, auch für harmlosere Fouls. Dann war Zunder drin“, sagte DJK-Abteilungsleiter Thomas Ross. Drei Gelbe Karten und zwei Zeitstrafen auf Pöttmeser Seite und fünf Gelbe, eine Gelb-Rote Karte sowie eine Zeitstrafe auf Gebenhofener Seite sprachen Bände. Beteiligt waren auch die Spielertrainer: Pöttmes‘ spielender Coach Fabian Scharbatke erzielte nach einem langen Ball über die DJK-Abwehr früh das 1:0 (7.). Nachdem Jakob Vetter kurz nach der Pause mit einem Chip aus rund 20 Metern zum 1:1 nachzog (47.), stand plötzlich Gebenhofens Spielertrainer Sebastian Kinzel im Mittelpunkt: In der 57. Minute pfiff der Schiedsrichter nach einer Abwehraktion des Torhüters überraschend einen Elfmeter für Pöttmes. Kinzel regte sich dermaßen auf, dass er zunächst eine Gelbe und schnell die Gelb-Rote Karte gezeigt bekam. Den Elfmeter selbst verschoss wiederum Fabian Scharbatke – der kurz darauf selbst mit einer Zeitstrafe das Feld verlassen musste. DJK-Abteilungsleiter Thomas Ross zeigte sich dennoch zufrieden: „Einen Punkt auswärts in Pöttmes, das hätten wir auch vorher schon so unterschrieben.“ (ddur) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Florian Flock - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Fabian Scharbatke (7.), 1:1 Jakob Vetter (47.)
Gelb-Rot: Sebastian Kinzel (57./DJK Gebenhofen-Anwalting)
Besondere Vorkommnisse: Fabian Scharbatke (TSV Pöttmes) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Daniel Thomalla (57.).

Aufrufe: 031.8.2025, 23:08 Uhr
Bernhard MeitnerAutor