
Seit mehr als zehn Jahren spielt Mareike Jarchow für die zweite Frauenmannschaft der Vereinigten Sportvereine Hedendorf/Neukloster II. In der Kreisliga Stade/Harburg gehört das Team bereits zum Inventar. Nebenbei spielt die 32-Jährige für eine weitere VSV-Mannschaft, und da gibt es ein schönes Zusammentreffen.
Wie oder durch wen bist du zum Fußball gekommen? Hast du außer bei den Vereinigten Sportvereinen Hedendorf/Neukloster schon bei einem anderen Verein gespielt?
Durch meine Mutter hab’ ich das Interesse am Fußballspielen entdeckt. Sie spielte früher und zuletzt in der Oberliga Nord in Poppenbüttel als Mittelfeldstürmerin und in der Hamburger Auswahl. Ich habe daher gefühlt schon immer einen Ball am Fuß gehabt und auf unserem Hof gespielt, seit ich denken kann. Im Alter von zehn Jahren durfte ich dann in einen Verein eintreten. Da weder Estebrügge (beim ASC hat meine Mutter damals ihre Fußballkarriere begonnen) noch Jork zu diesem Zeitpunkt eine Mädchen-Mannschaft hatten, hat meine ältere Cousine, die zeitgleich bei den VSV gespielt hat, uns die Kontaktdaten des Trainers in meiner Altersklasse mitgeteilt. Nach einem Probetraining in der Halle wurde ich blitzschnell vom Trainer in die Mannschaft aufgenommen. Ich weiß noch, wie glücklich ich war, endlich in einem Verein spielen zu dürfen.
Einen anderen Verein gibt es für mich seitdem nicht. Mittlerweile spiele ich zusätzlich noch in der Ü 30- Mannschaft.
Welche Erlebnisse im Fußball, positiv und/oder negativ, bleiben dir immer im Gedächtnis?
Meine Anfänge in der Mädchenmannschaft mit unserem Trainer Wilhelm Lühmann werden mir immer positiv im Gedächtnis bleiben. Wir waren eine sehr starke Mannschaft mit vielen Siegen und schönen gemeinsamen Erlebnissen. Es folgte ein Titel nach dem anderen. Als Team waren wir unbesiegbar, so hat es sich zumindest damals angefühlt. Aktuell denke ich noch gerne an die Meisterschaft der Ü 30 zurück, die gar nicht so lange her ist. Zusammen mit meiner Mutter in einer Mannschaft zu spielen, macht natürlich doppelt so viel Spaß. Sie vorne im Sturm und ich in der Abwehr. Dieses Jahr haben wir es geschafft, den Meisterschaftstitel zu verteidigen. Das bleibt in positiver Erinnerung.
Welche Ziele hast du noch als Spielerin und mit deiner Mannschaft?
Ich möchte mit der Mannschaft gerne den Kreispokal gewinnen. Wir waren schon des Öfteren nah dran, geklappt hat es jedoch noch nicht. Dieses Jahr haken wir mal ab und konzentrieren uns auf die Liga. Da ist unser Ziel der Klassenerhalt ohne Abstiegskampf.
Als Spielerin ist mir wichtig, dass die Mannschaft als Team funktioniert. Wir hatten in der Vergangenheit häufig mit Trainerwechseln zu kämpfen und wollen alle wieder gemeinsam als Mannschaft auf dem Platz stehen. Man gewinnt und verliert zusammen. Nach über 20 Jahren im Verein möchte ich meine Erfahrung an die jungen Spielerinnen weitergeben und den Zusammenhalt stärken.