
Ihr habt beim letzten Spiel wieder einen dieser legendären FuPa-Liveticker verfasst oder entdeckt, bei dem man beim Lesen fast mehr schwitzt als auf dem Platz? 💦⚽
Dann meldet euch gerne bei uns, wir zaubern daraus einen feinen Spielbericht!
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Und denkt dran: Ein Foto vom Spiel geht immer, schließlich hat doch jeder ein Handy in der Tasche. Also her mit den Beweisstücken! 📸😉
„Die mit den Jungs spielte“ - Louisa Schnieders sagt Tschüss, Esterwegen!

Louisa Schnieders verlässt den SV Esterwegen und kehrt nach Büppel zurück
Der SV Esterwegen verabschiedet Louisa Schnieders, die den Verein im Januar verlassen und zur Frauenmannschaft des TuS Büppel zurückkehren wird, ihrem früheren Klub.
Schnieders schrieb in Esterwegen Vereinsgeschichte: Als erste Frau im Kader der 1. Herren sorgte sie nicht nur sportlich, sondern auch menschlich für ein besonderes Kapitel. Auch wenn sie meist als Ersatztorhüterin zum Einsatz kam, überzeugte sie mit ihrer Einstellung, ihrem Engagement und ihrer positiven Ausstrahlung im Team.
Der SV Esterwegen bedankt sich herzlich für ihren Einsatz und wünscht Louisa alles Gute und viel Erfolg für ihre Rückkehr nach Büppel.
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Sögel dreht das Ding - Bodnar, Olges & das Spiel im Regen

Es gibt Fußballspiele, die erzählen ihre eigene kleine Geschichte. In Sögel war es eine dieser Geschichten, in denen der Anfang trostlos aussieht und das Ende umso wärmer wirkt.
Regen prasselte aufs Geläuf, der Ball glitt schneller als manchen lieb war, und nach einer halben Stunde schien alles gesagt: Heede führte 2:0, Christoph Andrees (29.) und Linus Pott (36.) hatten die Gastgeber eiskalt erwischt. Sögel wirkte da eher wie ein nasser Waschlappen im Herbstwind - bemüht, aber ohne Wirkung.
Doch kurz vor der Pause passierte, was in solchen Spielen fast immer passiert: ein Treffer, der wieder Leben einhaucht. Daniel Olges (43.) verkürzte, aus leicht verdächtiger Position, auf 1:2. „Eindeutig im Abseits“, würden Heeder Stimmen später sagen. „Timing wie aus dem Lehrbuch“, würde man in Sögel entgegnen.
Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel dann zu einem kleinen Monolog der Gastgeber. Sögel lief, kämpfte, rutschte und Heede verlor den Faden. Der Ausgleich fiel in der 67. Minute: Torwartfehler, Abstauber, Laszlo Bodnar. Das 2:2, wie aus dem Chaos geschnitzt.
Drei Minuten später dann die Szene des Tages: Bodnar erneut, diesmal mit Gefühl - ein Lupfer, ein Chip, ein kleines Gedicht in Regen und Matsch. 3:2 (70.), Spiel gedreht. Der Heeder Schlussmann hatte sich aus dem Kasten gewagt, Olges legte quer, und Bodnar vollendete so, als hätte er das vorher in Zeitlupe durchgerechnet.
Heede wackelte, Sögel drückte weiter. Chancen im Minutentakt - Jansen, Olges, Bodnar - , doch der vierte Treffer wollte nicht mehr fallen. Macht nichts: Nach 90+5 Minuten war der Deckel drauf.
Sögel holt sich den Sieg, weil sie nach 0:2 nicht aufgegeben haben. Heede verliert, weil sie dachten, das Spiel sei schon gewonnen. Und irgendwo zwischen Abseitsverdacht, Pfützen und Distanzschüssen lag an diesem Tag ein bisschen Fußballromantik.
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Gerechter geht’s kaum - Darme und Lingen im Windkanal der 2. KK
Ein Spiel wie der Herbstwind: SuS Darme II und TuS Lingen II teilen sich die Punkte

Manchmal weht der Wind nicht nur über den Kunstrasen, sondern auch durchs Spielgeschehen. In einem Duell, das eher an eine Achterbahnfahrt als an ein Kreisklassenmatch erinnerte, trennten sich SuS Darme II und TuS Lingen II mit einem leistungsgerechten 2:2.
Schon vor dem Anpfiff war klar: Heute würde es wild. Beide Teams, bekannt für ihre wacklige Defensive und offensive Spielfreude, trafen aufeinander wie zwei Autoscooter bei der Kirmes, freundlich im Ansatz, aber nicht ohne Zusammenstöße.
Trapani eiskalt, Eilermann mit Wucht
Nach einer verschlafenen Anfangsphase der Darmer nutzte Natale Trapani in der 27. Minute einen dieser „Wegmann-müsste-nur-klären“-Momente und schob cool zum 0:1 ein. Ein Treffer, so abgebrüht wie ein Espresso im Vereinsheim.
Doch lange blieb die Freude nicht beim TuS. Marten Eilermann hatte zehn Minuten später genug von der Lethargie, legte den Turbo ein und zimmerte den Ball nach feiner Vorarbeit von Baldauf zum 1:1 ins lange Eck. Der Treffer rüttelte die Darmer wach oder zumindest ein bisschen.
Elfmeter-Drama und Pickenschuss
Kurz nach der Pause drehte sich das Spiel erneut. Hussein El-Khalil schlich sich in Minute 48 frei vor Keeper Niemann und traf zur erneuten Führung. TuS Lingen jubelte, Darme fluchte und nur drei Minuten später hielt Niemann den Ball des Tages: Shkelzen Cuca trat zum Strafstoß an, halbhoch rechts, doch der Darmer Keeper ahnte es und lenkte den Ball über die Latte. Der mitgereiste Tickerer Simon Poggemann notierte trocken: „Halbhoch rechts - Niemann ist da.“
Als wolle man es dem neutralen Zuschauer besonders gemütlich machen, folgte in Minute 54 das nächste Kapitel. Eilermann schnappte sich den Ball an der Mittellinie, schickte Baldauf in die Gasse, und der lupfte mit der Picke über Morina - 2:2. Schön frech, schön effektiv.
Wetter, Karten und Kommentare
Der Rest des Spiels schwankte zwischen offenem Schlagabtausch und offenem Himmel. Regen machte das Tippen schwer, wie Simon Poggemann ehrlicherweise bekannte: „Der Ticker läuft vorübergehend eingeschränkt.“ Trotz Wind und Wasser blieb die Partie fair, mit Ausnahme kleinerer verbaler Ausrutscher, etwa von Ritter, der sich nach zu viel Kommentarfreude die Gelbe Karte abholte.
TuS schien sich am Ende mit dem Punkt arrangieren zu wollen, während Darme noch einmal alles nach vorne warf. Doch mehr als ein paar gefährliche Szenen und ein „Abseits- Trapani“ sprang nicht heraus. Nach 90 Minuten plus fünf Nachspielminuten stand fest: Ein Spiel mit allem, nur keinem Sieger.
Fazit
Ein verdientes Unentschieden, das keiner Mannschaft weh tut, aber beiden ein Grinsen lässt. TuS Lingen II kämpfte tapfer gegen den Darmer Rückenwind, Darme wiederum gegen die eigene Defensive. Am Ende bleibt das Gefühl: Hier war mehr Wetter als Taktik, mehr Wille als Struktur und genau das macht die 2. Kreisklasse so liebenswert.
Oder wie man es im Ticker von Simon Poggemann nach dem Schlusspfiff lesen konnte: „Ein letztendlich verdientes Unentschieden in einem fairen Spiel. TuS hätte in Halbzeit eins mehr für sich herausholen können. Darme wiederum in Halbzeit zwei.“
Mehr Kreisklasse passt nicht in 90 Minuten.
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Freitagabend in Walchum: SG Wal. Has. vs. Neulangen 2:2 (1:1)

Ein Abend zwischen Derbyschuhen, Blessuren und einem Keeper aus der Günther-Schule
Freitagabend, Flutlicht, der Rasen leicht feucht, genau das Setting, in dem der Fußball seine ganze Schönheit entfaltet. In Walchum-Hasselbrock empfing die SG die Gäste aus Neulangen, und schon vor dem Anpfiff lag ein Hauch von Derby in der Luft. Hendrik Deters hatte den Stift oder besser gesagt das Smartphone in der Hand und führte gewohnt trocken durch den Abend.
Nach 24 Minuten schlug Neulangen zu: Holger Temmen traf nach einer „Schlachterkelle“ von Marc Wösten, so stand’s im Liveticker und fand dabei seinen „inneren Gerd Müller“. Kurz darauf die Antwort der Hausherren: Mika Kuhr erzielte sein erstes Saisontor, Philipp Cordes legte auf. 1:1, alles wieder offen.
Bis zur Pause notierte Deters „leichte Vorteile bei Neulangen, aber hart umkämpft“. Ein Satz, wie er nur in der Kreisklasse fallen kann und alles sagt.
Nach dem Seitenwechsel wurde es wild: Wechsel am laufenden Band, Blessuren inklusive. In der 70. Minute dann eine geheimnisvolle Vorahnung im Ticker: „Andy hat seine Derbyschuhe an … man darf gespannt sein, was das heißt.“ Acht Minuten später war die Auflösung da, Andreas Thien traf zum 1:2, Vorlage Tim Baumbauer.
Doch Walchum-Hasselbrock konterte mit Herz: In der 81. Minute sorgte erneut Mika Kuhr für den Ausgleich, sein zweites Tor des Abends, diesmal auf Zuspiel von Henrik Krallmann.
Kurz darauf war Schluss. 2:2 - ein Ergebnis, das keiner so richtig feiern, aber auch keiner beklagen konnte. Was bleibt, ist ein ehrliches Spiel mit vier Toren, einem starken Keeper („hat er von Günther gelernt“) und einem Liveticker, der den Abend so treffend einfing, dass man beim Lesen fast die Flutlichter flimmern hört.
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Adler landen in Varenrode - Messingen dreht das Spiel clever

Samstagnachmittag in Varenrode. Nasser Rasen, grauer Himmel, und zwei Teams, die wussten, dass’s heute wieder nicht um Schönheitspreise geht. Der SV Schwarz-Weiß Varenrode (vor dem Spiel mit 15 Punkten aus 11 Partien) empfing den Tabellenzweiten SV Adler Messingen, der sich mit 25 Punkten und breiter Brust auf den Weg gemacht hatte und am Ende mit 28 Zählern im Gepäck wieder nach Hause flog.
Dabei fing’s für die Hausherren traumhaft an: Schon nach drei Minuten drehte Louis Krolak eine Ecke so fein ins lange Eck, dass man kurz überlegte, ob das Absicht oder Eingebung war. 1:0 für Varenrode, der perfekte Start in einen Nachmittag, der leider noch lang werden sollte.
Messingen brauchte eine Weile, um den Modus zu finden. Erst kurz vor der Pause fiel der Ausgleich: Michael Thuinemann staubte ab, nachdem Keeper Preun den ersten Ball nur abklatschen konnte (44.). Halbzeit, Bratwurst, durchatmen.
Nach dem Seitenwechsel hätte Varenrode fast wieder geführt, doch Noah Bönisch zielte zu ungenau. Stattdessen zeigte Messingen, warum man oben steht: Johannes Schröer blieb eiskalt vor dem Tor und schob zum 1:2 ein (54.). Danach war Adler-Fußball – Druck, Ecken, Effizienz. Eine davon köpfte Ole Wehkamp zum 1:3 ein (73.), sein erstes Saisontor, und gleich ein wichtiges.
Varenrode versuchte’s weiter, kämpfte sich rein, rutschte auch mal durch, aber das Glück blieb bei den Gästen. Selbst eine Notbremse kurz vor Schluss sorgte nur für Gelb und einen Freistoß, der verpuffte.
Am Ende also 1:3, verdient, aber mit Respekt vor einem Varenroder Team, das Herz zeigte. Messingen festigt Platz zwei, Varenrode bleibt im soliden Mittelfeld und alle gehen mit nassen Stutzen nach Hause.

Ein Kompliment geht an Michael Wolbers, der im Liveticker mit sicherem Blick durch jede Pfütze führte und uns auch im Regen den Durchblick bewahrte.
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Unter Flutlicht trägt selbst der Rasen Blau-Weiß
Freitagabend. Flutlicht. Fußballgott.

Es gibt Momente, da fühlt sich alles richtig an. Das Flutlicht der Hänsch-Arena glüht, der Geruch von Bratwurst liegt in der Luft, 7.653 Meppener stehen eng zusammen und der SV Meppen empfängt als Tabellendritter den Zweiten, den SV Drochtersen/Assel. Nur ein Punkt trennt beide, aber an diesem Abend sollte es sich anfühlen, als läge eine ganze Welt dazwischen.
Der frühe Schock und das laute Stadion
Gerade drei Minuten gespielt, da bekommt Drochtersen einen Elfmeter. Hyseni tritt an, trifft - 0:1. Und als wäre das nicht bitter genug, gerät man sich danach gleich in die Haare. Hyseni, Fedl, Touglo - Gelb für fast alle, die zufällig in der Nähe stehen. Willkommen in der Regionalliga Nord, wo der Ball selten allein rollt.
Doch Meppen antwortet, wie man es hier kennt: mit Wut, Wille und Deters. In der 15. Minute tankt sich Domröse auf rechts durch, legt quer, Deters nimmt Maß - zack, 1:1. Der Jubel klingt nach Erleichterung, aber auch nach einer Mannschaft, die sich nicht unterkriegen lässt.
Gelb als Modefarbe und ein Pfosten als Spielverderber
Danach wird’s ruppig. Gelbe Karten fliegen, als hätte der Schiri sie im Sonderangebot gekauft. Fedl, Zenga, Sprekelmeyer, Schmitt - fast jeder Meppener notiert sich schon mal vorsorglich eine Sperre im Kalender. Und trotzdem bleibt Meppen am Drücker. Kurz vor der Pause schießt Zehir einen Freistoß an die Latte, das Stadion stöhnt kollektiv.
Dann, als man sich schon mit dem Pausenbier beschäftigt, passiert’s: Wensing zaubert per Hacke, Domröse flankt, Ulbricht vollendet - 2:1 in der Nachspielzeit! Die Hänsch-Arena explodiert, der Fußballgott nickt zufrieden.
Zweite Halbzeit: Zittern, Singen, Pyro
Nach der Pause brennt’s - wortwörtlich. Die Fans zünden Pyro, der Platz liegt kurz im Nebel, und irgendwo in der Ferne hustet der Stadionsprecher. Auf dem Rasen bleibt Meppen ruhig, verwaltet die Führung mit erstaunlicher Gelassenheit. D/A versucht es, findet aber keinen Weg durch das Meppener Bollwerk aus Zehir, Zenga und einer Handvoll Gelbsünder.
Je länger das Spiel dauert, desto lauter wird’s auf den Rängen. Jeder Befreiungsschlag wird bejubelt, als wäre es ein Tor. Und als Drochtersen doch nochmal anklopft, rettet Domröse einmal artistisch auf der Linie - Szenenapplaus inklusive.
Engelmann kommt, Stuhlmacher entscheidet
In der Schlussphase wechselt Trainer Beniermann frischen Wind ein - Engelmann, Haritonov, Nadj. Dann, in der 90.+2 Minute, kontert Meppen wie im Lehrbuch: Engelmann über links, flache Flanke in die Mitte, Stuhlmacher rutscht rein – 3:1! Der Deckel ist drauf, das Stadion tobt.
Zwar trifft Steinmann in der 97. Minute noch sehenswert zum 3:2, aber das ändert nichts mehr. Als der Schiedsrichter Marco Scharf endlich abpfeift, liegen sich Spieler und Fans in den Armen. Ein dreckiger, schöner, lauter Fußballabend geht zu Ende.
Fazit:
Der SV Meppen zeigt, dass Regionalliga-Fußball manchmal ehrlicher ist als alles darüber. Ein bisschen Chaos, viele Karten, drei Tore und ein Stadion, das lebt. Danke, Fußballgott. So darf jedes Wochenende anfangen.
