2026-05-15T07:40:27.399Z

Allgemeines

Die Meisterschaft wartet, der Keller brennt

Landesklasse Nord: Strausberg vor dem Titel, vier Teams vor dem Abstieg.

von LS · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Franziska Lindhorst

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Die Landesklasse Nord erlebt einen Mammut-Spieltag. Gleich acht Paarungen stehen auf dem Programm — von der Mittagspartie bis zum Nachmittagsblock. An der Spitze strebt Strausberg mit 60 Punkten unaufhaltsam der Meisterschaft entgegen, im Tabellenkeller geht es um den Klassenerhalt.

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Das erste Spiel des Tages ist eines zwischen zwei Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen. Ahrensfelde belegt mit 25 Punkten den letzten Tabellenplatz und hat nach 25 Spielen eine Bilanz von nur 7 Siegen bei 14 Niederlagen — das Torverhältnis von 50:71 macht den Handlungsbedarf schonungslos deutlich. Birkenwerder ist mit 28 Punkten auf Platz 13 kaum besser dran und kann sich einen weiteren Ausrutscher nicht leisten. Das Hinspiel verlief für Ahrensfelde katastrophal: ein 0:5-Debakel, das tief in den Knochen steckt. Gelingt heute die Revanche und damit ein entscheidender Schritt Richtung Rettung? Die Ausgangslage ist dramatisch — für beide Seiten.

Ein Duell mit großem Kontrast in der Tabellensituation: BSV Schönow rangiert als Vierter mit 41 Punkten im oberen Drittel und trägt trotz eines negativen Torverhältnisses von 59:64 noch Ambitionen auf einen einstelligen Tabellenplatz. TuS Sachsenhausen steht mit 32 Punkten auf Rang acht — solide, aber ohne Puffer nach unten. Das Hinspiel endete 2:2, ein Remis, das keiner Seite half und keiner schadete. Heute, auf eigenem Platz, will Sachsenhausen endlich Zählbares gegen einen Rivalen holen, der in der Hinrunde die Punkte teilte. Schönow dagegen hat gegen tiefergestellte Gegner zuletzt gezeigt, dass es unbequem zu bespielen ist. Eine offene Partie mit offenem Ausgang.

Gramzow gegen Gartz — das ist der Kampf der Kontraste. BW Gartz thront als Tabellenzweiter mit 46 Punkten und einem Torverhältnis von 59:41, hinter dem kaum erreichbaren Spitzenreiter Strausberg, aber mit einem komfortablen Polster auf die Verfolger. VfB Gramzow hingegen kämpft als Vierzehnter mit 26 Punkten gegen den Abstieg. Das ausgeglichene Torverhältnis von 60:60 zeigt, dass Gramzow Tore erzielen kann — die Defensivschwäche war bislang das Problem. Im Hinspiel setzte Gartz ein knappes 1:0 durch. Gramzow wird heute alles auf eine Karte setzen müssen. Für Gartz ist es eine Pflichtaufgabe — aber Außenseiter haben in dieser Liga schon für Überraschungen gesorgt.

Velten und Wandlitz trennten sich im Hinspiel 2:2, und auch heute verspricht dieses Duell Spannung. Velten steht als Dritter mit 43 Punkten — punktgleich mit Gartz, aber mit einem Spiel weniger — noch im Rennen um die vorderen Plätze. Das Torverhältnis von 59:41 unterstreicht die Qualität. Wandlitz dagegen ist mit 32 Punkten auf Platz neun bei einem Spiel weniger im Mittelfeld festgesteckt, das Torverhältnis von 45:57 offenbart Anfälligkeiten. Für Velten ist ein Heimsieg gegen den Neunten Pflicht, will man den Anschluss an die Spitze halten. Wandlitz wiederum hat in Velten wenig zu verlieren — und könnte genau das zu einer gefährlichen Herausforderung machen.

Oberkrämer und Prenzlau trennten sich im Hinspiel 2:2 — auch heute dürfte es eng zugehen. Beide Mannschaften liegen mit 31 Punkten gleichauf auf den Plätzen elf und zehn, beide haben nach 25 Spielen eine nahezu identische Bilanz. Prenzlau kommt dabei auf ein deutlich besseres Torverhältnis von 59:51, Oberkrämer steht bei 43:53. Für beide Teams geht es darum, sich endgültig von der Abstiegszone zu lösen. Ein Sieg heute wäre ein psychologisch wichtiges Signal — und ein weiteres Unentschieden würde beiden wenig helfen. Die Ausgangslage verlangt nach Entschlossenheit.

Das Topspiel des Tages, das Spiel auf das alle schauen: Joachimsthal empfängt den unbesiegbar wirkenden FC Strausberg. Der Tabellenführer dominiert die Landesklasse Nord mit 60 Punkten, 19 Siegen und einem Torverhältnis von 59:21 — 14 Punkte Vorsprung auf Verfolger Gartz. Und doch: Im Hinspiel trotzte Joachimsthal dem Primus ein 2:2-Unentschieden ab, eines von nur drei Spielen in dieser Saison, in denen Strausberg nicht gewann. Das gibt Hoffnung. Joachimsthal steht mit 29 Punkten auf Rang zwölf und braucht dringend Punkte im Abstiegskampf. Auf eigenem Platz, vor eigenem Publikum, gegen den Meisterschaftsfavoriten — das ist die Chance, von der jeder Fußballer träumt. Strausberg dagegen wird diese Erinnerung an das Hinspiel als Warnung verstehen: Unterschätzen ist in dieser Liga tödlich.

Ein Duell zweier Mannschaften, die beide nicht in ruhigem Fahrwasser navigieren. BW Wriezen steht als Fünfzehnter mit 26 Punkten knapp über dem Strich, das Torverhältnis von 48:66 ist alarmierend. Klosterfelde II belegt mit 34 Punkten Rang sieben — mit positivem Torverhältnis von 56:51 und noch einer Partie weniger als die meisten Konkurrenten. Im Hinspiel fegte Klosterfelde Wriezen mit 5:3 vom Platz. Wriezen ist gewarnt und weiß: Ein weiterer Punktverlust zu Hause könnte die Situation an der Abstiegsgrenze gefährlich zuspitzen. Klosterfelde dagegen will den Schwung nutzen und die obere Tabellenhälfte ins Visier nehmen.

Den Abschluss des Nachmittagsblocks bildet ein Duell zweier Mannschaften, die auf Augenhöhe liegen und doch unterschiedliche Vorzeichen mitbringen. Templin steht als Fünfter mit 35 Punkten nach 25 Spielen — mit 11 Siegen und einem positiven Torverhältnis von 45:43 ist der SC als aufstrebende Kraft zu bewerten. Lunow/Oderberg hält mit ebenfalls 35 Punkten auf Rang sechs Schritt, hat aber ein leicht negatives Torverhältnis von 36:38. Im Hinspiel setzte sich Lunow/Oderberg deutlich mit 3:1 durch und demütigte Templin auf eigenem Platz. Heute, in Templin, ist die Revanche der Antrieb. Wer die drei Punkte holt, verschafft sich im dichten Mittelfeld Luft — und wer verliert, muss sich warm anziehen.

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