
Am Mittwochabend hatten die Saarlandliga-Fußballer des FSV Jägersburg durch die 1:4 (1:1)-Niederlage beim Verbandsliga Südwest-Zweiten TSV Gau-Odernheim den Aufstieg in die Oberliga verpasst - dies war gleichbedeutend mit dem Abstieg von vier Saar-Clubs.
Der FC Homburg II muss aus der Saarlandliga absteigen und trifft nun künftig in der Verbandsliga Nord/Ost unter anderem auf die Zweitvertretung des FC Palatia Limbach. In der Saisonschlussphase hatte Sven Sökler vom zurückgetretenen Rizgar Daoud das Traineramt übernommen, konnte aber letztlich nicht mehr den Abstieg verhindern. In den Spielen, in denen er als Interimstrainer eingesprungen war, habe die Mannschaft "alles gegeben, was irgendwie ging". Letztlich sei es aber auch vielleicht eine Qualitätsfrage gewesen, in der Liga nicht über den Wackelplatz 17 hinauszukommen. Sökler wird nun wieder als Co-Trainer der Regionalliga-Mannschaft fungieren - sein Nachfolger als Trainer des FC Homburg II soll zeitnah bekannt gegeben werden. Die Planungen sehen so aus, dass die zweite Mannschaft deutlich verjüngt wird.
Dagegen ist die Trainerfrage beim bisherigen Verbandsligisten FC Hertha Wiesbach II geklärt: Yannick Schneider zieht es als Trainer zum Verbandsligisten VfL Primstal - sein Nachfolger wird der bisherige Co-Trainer des SC Reisbach, Maximilian Maurer. "In erster Linie tut es mir für die Jägersburger leid, da sie eine richtig sympathische Mannschaft sind. Und wir wären auch in der Oberliga mit unserer ersten Mannschaft viel lieber in der nächsten Saison nach Jägersburg statt nach Gau-Odernheim gefahren", sagt Wiesbachs Sportlicher Leiter Dominik Schuhmacher. Der Abstieg der zweiten Mannschaft sei zwar nicht schön, biete aber auch Chancen. So werde die Mannschaft stark verjüngt. Und daher würden sich eventuell die jungen Spieler in der Landesliga etwas leichter tun, um im Aktivenbereich anzukommen. "Dort streben wir wieder deutlich mehr Siege als noch in der Verbandsliga an. Und wir freuen uns darauf, nun nur noch Derbys zu haben", betont Schuhmacher.
Der SV Habach steigt aus der Landesliga Nord in die Bezirksliga Ill/Theel ab. "In der Hinrunde hatten wir viel Verletzungspech. Und nach der Winterpause haben wir einfach zu wenige Punkte geholt, um dieses Zittern vermeiden zu können. Der Abstieg hat aber keinesfalls an Trainer Tobias Klein gelegen", erklärt der Sportliche Leiter Kevin Martin. Er habe die Mannschaft bis zum Schluss immer wieder neu motiviert und bleibe Trainer in Habach.
Und erwischt hat es auch den bisherigen Bezirksligisten SC Eiweiler. Dessen 1. Vorsitzender Joachim Krämer hatte am Mittwochabend gleich zwei Infoquellen über den Spielstand in Gau-Odernheim: Den Live-Ticker bei FuPa und die eigene WhatsApp-Vereinsgruppe, in welcher der 2. Vorsitzende Maurizio Calcagno ständig über den Zwischenstand informiert habe. "Ich war so aufgeregt, dass ich zwischenzeitlich mein Handy ausgeschaltet hatte. Daher habe ich erst später von der für uns alles andere als guten Nachricht erfahren.", sagt Krämer. Trotz des Abstiegs werde am Konzept, auf Eigenwächse zu bauen - und nicht auf Söldner - festgehalten. Mit der Arbeit von Trainer Furkan Tilki, dessen Vertrag bereits im Winter verlängert worden war, sei man sehr zufrieden. Man wolle auch die erfolgreiche Jugendarbeit fortsetzen. In den Altersklassen, in denen keine eigene Mannschaft gebildet werden kann, würden zur SG Lebach-Landsweiler Gastspieler entsendet.