
Letzte Chance für den Fußball-Bayernligisten FC Pipinsried: Gewinnen die Pipinsrieder heute Abend beim TSV Nördlingen, sind die Chancen auf die Aufstiegsrelegation noch intakt, bei einer Niederlage können alle Träume begraben werden. Anpfiff im Nördlinger Gerd-Müller-Stadion ist um 18.30 Uhr.
Die Enttäuschung nach dem Spiel am Samstag bei Türkgücü München war groß. Mit dem 0:0 gegen das abgeschlagene Schlusslicht bekleckerten sich die Pipinsrieder nicht mit Ruhm. Auch wenn man wollte, man konnte an diesem Nachmittag nicht viel Positives finden. Schlechter Platz, schlechtes Spiel, die Anzahl der Zuschauer glich einem Kick zweier Thekenmannschaften.
Nördlingen hat den Top-Torjäger der Bayernliga in seinen Reihen. Simon Gruber gelangen in den bisherigen 28 Spielen 26 Volltreffer – was für eine Quote. Da wird auf die FCP-Defensive jede Menge Arbeit zukommen. Verlassen konnte man sich in den vergangenen Spielen wenigstens auf die stabile Abwehrarbeit. Wenn dann noch die Gier, ein Tor zu schießen, wieder größer wird, dann steigen die Chancen auf ein interessantes Spiel im Donau-Ries. Fehler wird allerdings Abwehrspieler Tobias Reithmeir wegen einer Fußverletzung.
Zur Lage: Der TSV Landsberg ist praktisch in die Regionalliga Bayern aufgestiegen, der TSV 1860 München II darf nicht aufsteigen, da die Profis der Löwen den Aufstieg (mal wieder) versemmelt haben. Gemeldet für die Regionalliga haben weiter Kirchanschöring, Erlbach, Pipinsried und Schalding. Schalding ist aus diesem Rennen seit Wochen raus.
Im Kampf um den Relegationsplatz hat der SV Kirchanschöring mit 49 Punkten derzeit die Nase vorn. Erlbach hat 47 Punkte und Pipinsried bringt es derzeit auf 43 Punkte. Der FCP hat noch das heutige Nachholspiel in der Hinterhand. Die Verantwortlichen der FC Pipinsried Fußball GmbH werden also weiter um das erklärte Ziel, Platz drei und damit die Relegationsrunde, weiter zittern. Mittlerweile ist auch eine schlechtere Platzierung als Rang drei als Relegationsplatz ausreichend.
31 Tore in 48 Spielen, dazu neun Assists: Die Bilanz von Nico Karger kann sich in der bisherigen Zeit beim FC Pipinsried sehen lassen. Nach der Saison ist nun Schluss, der 33-jährige Torjäger und Ex-Löwe wird den FCP nach zwei Jahren ver㈠lassen.
„Manchmal bringt das Leben neue Prioritäten mit sich“, sagte Karger gestern. „Aufgrund meiner beruflichen Situation und weil wir uns auf Familienzuwachs freuen dürfen, habe ich mich entschieden, den Verein zu verlassen. Es war keine einfache Entscheidung, denn die Zeit hier, die Mannschaft und alles drumherum haben mir sehr viel bedeutet. Ich nehme viele schöne Erinnerungen mit und bin dankbar für die Unterstützung jedes Einzelnen.“
Karger äußerte sich erstmals über seine sportliche Zukunft: „Nach Lage der Dinge werde ich zum SV Nord-Lerchenau wechseln.“