2026-04-01T09:09:12.390Z

Ligavorschau

Die Lage wird ernster

Landesliga Rhein-Neckar +++ Während Türkspor Eppingen nur noch ein Wunder hilft, rückt für Kirchardt ein Platz über der Relegation weiter weg

von red. · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es Kirchardt (blau) und Eppingen am Saisonende runter in die Kreisliga geht.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es Kirchardt (blau) und Eppingen am Saisonende runter in die Kreisliga geht. – Foto: Berthold Gebhard

Die Form ist bei beiden Sinsheimer Landesliga-Vertretern alles andere als gut. Am Sonntag gab es klare Niederlagen, 0:3 für die Kirchardt gegen die SpVgg 06 Ketsch und gar 0:8 für Türkspor Eppingen beim FK Srbija Mannheim. Inmitten der Englischen Woche wird die Lage prekärer, was den jeweils anvisierten Klassenerhalt betrifft. Die Eppinger empfangen am Mittwoch als klarer Außenseiter den FC Bammental und die Kirchardter gastieren beim drittplatzierten FV Brühl. Beide Partien beginnen um 19.30 Uhr.

Türkspor Eppingen:

"Ein 8:0 spricht für sich", sagt Öztürk zur Pleite bei Srbija. Es ärgerte ihn, dass die angesprochenen Inhalte vor dem Spiel nicht in der Praxis nicht umgesetzt wurden. Es galt Standards zu vermeiden und tief zu stehen, um Bälle hinter die Kette zu verhindern. "Dann haben wir fünf Standardgegentore und drei aus dem Spiel heraus durch Pässe hinter die Abwehrreihe kassiert", fasst der Türkspor-Trainer konsterniert zusammen.

Nun gilt es sich möglichst schnell zu berappeln, um am Mittwoch gegen Bammental für einen offenen Spielverlauf zu sorgen. Mut macht das Hinspiel, als der Aufsteiger sensationell mit 3:2 beim FCB gewonnen hat. "Das müssen wir aber richtig einordnen", so Öztürk, der dennoch optimistisch bleibt, "wir haben damals gesehen, was mit ein bisschen Glück möglich ist."

Keine wirkliche Besserung verspricht die personelle Lage. Bei Srbija nahmen nur drei Feldspieler auf der Bank Platz, zwei davon aus der zweiten Mannschaft. Der Coach hofft, "auf die Rückkehr von Ilja Eckel, ansonsten wird es nicht viel besser." Seinen Humor hat der 48-Jährige aber noch lange nicht verloren: "Wir bekommen elf Spieler zusammen."

SG Kirchardt:

Es ist zum Haare raufen. "Ich kann dieses Mal genau das gleiche sagen wie vor einer Woche", meint Stefan Stötzl in Bezug auf die 0:3-Niederlage gegen Ketsch am zurückliegenden Sonntag.

Der Kirchardter Co-Trainer konkretisiert: "Wie schon in der Woche zuvor bei Türkspor Eppingen (1:4-Niederlage) sind wir wieder gut reingekommen und hatten drei richtig gute Chancen." Es gelang jedoch kein Treffer, weil Ketschs Torhüter sensationell reagierte und auf der anderen Seite der Tabellensechste mit seinen ersten beiden Torschüssen auf 0:2 stellte.

Weitere schlechte Nachrichten bleiben nicht aus. David Reitarow hat erneut eine Rote Karte gesehen und fehlt der SG abermals für ein paar Spiele. Das genaue Strafmaß ist noch nicht bekannt. Zusätzlich warten reihenweise Top-Gegner. "Und jetzt dreht sich der Spielplan", erläutert Stötzl, der meint damit, dass nach einigen Wochen, in denen es gegen Tabellennachbarn ging, nun mit Brühl, Srbija und Bammental drei Kracher in Serie auf seine Mannschaft warten.

Neben der nötigen Portion Glück, ohne die es gegen keinen der drei Klubs für Zählbares reichen wird, müssen die Kirchardter dringend ihre Abschlussschwäche beheben. 2026 gelangen erst zwei Tore in fünf Spielen.