
Der SC Kirchasch feiert finanzielle Erfolge und 128 Nachwuchsspieler. Doch bei der A-Jugend herrscht akuter Mangel an Spielern und Betreuern.
Der SC Kirchasch blickt auf ein erfolgreiches Jahr mit Fokus auf Kreativität, Gesellschaft und Finanzen zurück. Vorsitzender Maximilian Bals freute sich, zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bauer mehr als 50 Mitglieder begrüßen zu dürfen.
Kassier Christoph Weber meldete einen erfreulichen Gesamtüberschuss im fünfstelligen Bereich, der vor allem durch die vier großen Veranstaltungen (Sportplatzfest, Dartsturnier, Weihnachtsfeier und Faschingsparty) im Laufe des Jahres verzeichnet worden sei. Ausgaben von über 90.500 Euro standen Einnahmen von gut 108.000 Euro gegenüber. Durch dieses Plus von gut 17.500 Euro waren am Jahresende knapp 45.700 Euro auf dem Konto. Trotzdem müssten das neue Sportheim und die Flutlichtanlage noch abbezahlt werden, „was aber in den nächsten zwei Monaten fix gemacht werden soll”.
Jugendleiter Andreas Hackl freute sich über die starke Jugendarbeit mit 128 Kindern und Jugendlichen, die aktuell in den Jugendmannschaften des KSC oder in Spielgemeinschaften spielten. Dennoch sei die A-Jugend „das letzte große Loch in der Jugend“, erklärte Hackl. „Mit nur vier berechtigten Spielern muss der Jahrgang mit Aktiven gefüllt werden, damit man die Spieler auch in den Herrenbereich hochziehen kann. Außerdem brauchen wir dringend Unterstützung in der Jugendleitung.”
Vorsitzender Bals berichtete über einen Zuwachs von 38 Mitgliedern und einen Abgang von 14 KSClern. Besonders überschattete der Tod von Schriftführer Florian Schaberl im vergangenen September das Vereinsjahr und hinterließ eine große Lücke im Vereinsleben. Michael Wernhart, bisher Zweiter Schriftführer, wurde von der Versammlung einstimmig zu dessen Nachfolger als Schriftführer gewählt. Tobias Maier übernimmt nun seinen vorherigen Posten als Zweiter Schriftführer.
Die drei Hauptthemen Kreativität, Gesellschaft und Finanzen, die Bals in der vorangegangenen Jahreshauptversammlung angesprochen hatte, seien vom gesamten Verein gut umgesetzt worden. Mit Blick auf die Finanzen versuche man, durch die neuen Sponsoren immer weniger abhängig von der Gemeinde zu sein. „Wir wollen irgendwann komplett auf eigenen Beinen stehen”, erklärte er.
Auch der Verein sei in dem teilweise herausfordernden Jahr immer enger zusammengewachsen. Beim Wasserschaden im Sportheim ebenso wie bei den Stromproblemen kurz vor der Faschingsparty hätten die Mitglieder gezeigt, wie gut der Verein funktioniere. „Genau der Zusammenhalt macht mich extrem stolz”, freute sich der Vorsitzende.
Auch sportlich gab es einige Erfolge und Herausforderungen. Der Trainer der ersten Mannschaft, Tobias Bartl, hatte in der Vorrunde mit vielen Ausfällen zu kämpfen, jedoch konnte sich das Team in der Rückrunde der Kreisklasse wieder nach vorne arbeiten. „Das Ziel ist, nächstes Jahr auch wieder oben anzugreifen“, erklärte Bartl.
Die Zweite hingegen befindet sich am unteren Tabellenende, macht jedoch spielerische Fortschritte. Die Dritte musste kein Spiel absagen. „Letztes Jahr sind 51 verschiedene Spieler aufgelaufen“, so Bartl schmunzelnd. Bis auf Thomas Brenninger, der für sein Studium wegzieht, verlängerte der KSC mit allen Trainern um ein Jahr. Mit Blick auf das 60-jährige Bestehen tüftelt man bereits an einem Programm für das erste Juli-Wochenende, Details folgen.
Magdalena Daimer