
Die Saison ist beendet, und die SGM Lautern-Essingen steht an der Tabellenspitze der Kreisliga A1 Ostwürttemberg und steigt in die Bezirksliga auf. Mit einem knappen Vorsprung vor dem TV Herlikofen sicherte sich das Team die Meisterschaft. Trainer Dennis Hillebrand zieht Bilanz über hochemotionale Meisterfeiern, zwei entscheidende Schlüsselmomente im Titelkampf und gibt einen detaillierten Einblick in die anstehenden Kaderplanungen für das kommende Spieljahr.
Ein knapper Vorsprung nach einer dominanten Spielzeit
Nach 30 absolvierten Partien ist die Entscheidung im Titelrennen der Kreisliga A1 Ostwürttemberg endgültig gefallen. Die SGM Lautern-Essingen krönte sich mit einer Bilanz von 21 Siegen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen zum Meister der Liga. Mit insgesamt 67 Punkten und einer überragenden Offensivleistung von 102:43 Toren sicherte sich die Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga. Der schärfste Verfolger, der TV Herlikofen, landete trotz einer starken Saison mit 64 Punkten (19 Siege, sieben Unentschieden, vier Niederlagen; 72:37 Tore) mit lediglich drei Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz.
Vom geplanten Saisonabschluss zur ausgiebigen Meisterfeier
Der finale Erfolg löste bei der Mannschaft und den mitgereisten Anhängern eine Welle der Begeisterung aus, die in einen mehrtägigen Feiermarathon mündete. „Wir sind nach der Wimpelübergabe in Spraitbach mit allen Fans und Gönnern nach Lautern gefahren und haben dort den geplanten Saisonabschluss in eine Meisterfeier verwandelt, welche für einige erst Sonntagabend geendet hat. Da hatte der Samstagspieltag seine Vorteile“, beschreibt Dennis Hillebrand die ausgelassene Stimmung nach dem Meilenstein.
Die erfolgreiche Verfolgung
Dabei gehörte der Meistertitel vor dem ersten Spieltag nicht zu den Pflichtaufgaben des Vereins, da die Favoritenrolle zunächst bei anderen Teams lag. Die Taktik, in Lauerstellung zu verbleiben, ging jedoch vollkommen auf. „Wie vor der Saison geschrieben, hatten wir andere Mannschaften auf dem Zettel, aber auch klar das Ziel ausgegeben: Wenn die schwächeln, wollen wir da sein. Was ab Oktober überragend gelungen ist“, rekapituliert der Trainer die Entwicklung der eigenen Ansprüche.
Zwei emotionale Schlüsselmomente auf dem Weg zum Titel
Für den letztlichen Triumph waren laut Dennis Hillebrand insbesondere zwei prägende Ereignisse während der abgelaufenen Spielzeit verantwortlich, die dem Team den nötigen Glauben einhauchten. „Es waren zwei Schlüsselmomente während der Saison für den Erfolg verantwortlich. Da war zum einen der aberkannte Sieg gegen Spraitbach zum Hinrundenende, wo wir uns geschworen haben, dass diese drei Punkte nicht ausschlaggebend werden, und zum anderen unser 6:0-Sieg in Bettringen, wo wir die letzten Jahre immer unter die Räder gekommen sind, was uns den Glauben gegeben hat, es durchziehen zu können“, erklärt der Coach die Wendepunkte.
Unbändige Spielfreude führt zu einer fulminanten Serie
Die spielerischen Qualitäten der Mannschaft kristallisierten sich nach einem durchwachsenen Start immer deutlicher heraus und führten ab Herbst zu einer extremen Dominanz auf dem Platz. Dennis Hillebrand hebt die größte Stärke seines Kaders hervor: „Unsere größte Stärke war zweifelsohne die Spielfreude, welche sich am Saisonbeginn noch nicht in Ergebnissen widergespiegelt hat, aber ab Mitte Oktober zu einer Serie mit nur einer sportlichen Niederlage in 21 Spielen und fast 80 geschossenen Toren geführt hat.“
Die wohlverdiente Fortsetzung der Feierlichkeiten im Süden
Nach den kräftezehrenden Wochen auf dem Rasen steht für die Aufstiegsmannschaft nun die Belohnung abseits des Vereinsgeländes an. Die Spieler zieht es für den feierlichen Saisonausklang in den Süden Europas. „Die Jungs machen sich am Donnerstag auf den Weg nach Mallorca, um den Aufstieg nochmals gebührend zu feiern“, kündigt Dennis Hillebrand die anstehende Mannschaftsreise an.
Die kompromisslose Annahme der neuen Herausforderung
An der Wahrnehmung des Aufstiegsrechts und dem Schritt in die Bezirksliga lässt der Trainer zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen. Die Vorfreude auf das neue Terrain ist im gesamten Verein spürbar. Auf die Frage, ob das Team in der Bezirksliga antreten wird, antwortet der Trainer kurz und entschlossen: „Natürlich, die Jungs freuen sich schon auf die neue Herausforderung.“
Ein personeller Umbruch mit vier Abgängen und eigener Jugend
Für die neue Spielzeit laufen die personellen Planungen bereits auf Hochtouren, wobei die SGM Lautern-Essingen vier Abgänge verkraften muss, sich aber gleichzeitig mit Talenten verstärkt. „Abgänge haben wir vier. Jonas Kuha wird nach Waldstetten zurückgehen, Lukas Pröll geht zurück nach Hussenhofen, Timo Maier wird seine Karriere beenden und Maximilian Frey, nach seinem doppelten Aufstieg im Handball und Fußball, wird sich kommende Saison auf Handball konzentrieren. Als Zugänge können wir bisher Boas Matscheko, Benno Schmid und Marcel Kaminski aus der A-Jugend verzeichnen. Es laufen aber noch ein paar Gespräche, und wir hoffen, noch zwei bis drei Spieler von uns überzeugen zu können“, gibt Dennis Hillebrand einen Einblick.
Mit Realismus und Vertrauen
Für die neue Saison 2026/2027 gibt der Trainer eine bodenständige Marschroute vor. Der Fokus liegt primär auf der Akklimatisierung an die veränderten Bedingungen in der neuen Liga, an die ein Großteil des Kaders herangeführt werden muss. „Erst einmal müssen wir uns in dieser Liga etablieren, 80 Prozent meiner Spieler haben noch nicht auf diesem Niveau gespielt, aber wir trauen es allen absolut zu. Danach hoffen wir, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben“, blickt Dennis Hillebrand auf die kommenden Aufgaben.