2026-06-02T03:22:52.672Z

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"Die Hauptfeier ist jedoch nach unserem letzten Heimspiel daheim"

FuPa stellt Meister vor: Der TSV Grünbühl steht als vorzeitiger Meister in der Kreisliga A1 Enz-Murr fest und steigt in die Bezirksliga auf.

von red · Heute, 14:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: TSV Grünbühl

In der Kreisliga A1 Enz-Murr feiert der TSV Grünbühl die vorzeitige Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga. Mit 78 Punkten ist das Team nach einer beeindruckenden Spielzeit nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Spielertrainer Pascal Hemmerich blickt auf Höhen und Tiefen, eine erfolgreiche Integration von Erfahrung und Jugend sowie ambitionierte Kaderplanungen für die neue Spielklasse zurück.

Ein schöner Empfang und die Vorfreude auf die große Party

Der vorzeitige Gewinn der Meisterschaft hat bei den Spielern und Verantwortlichen tiefe Emotionen und große Freude ausgelöst. Unmittelbar nach dem Erreichen des Titels wurde die Mannschaft im vertrauten Umfeld willkommen geheißen, um den ersten Meilenstein gebührend zu würdigen. Die ganz große Feier steht dem Verein jedoch erst noch bevor. „Der erste Abend war schon sehr schön, wir wurden von unserem Verein bestens empfangen in unserem Vereinsheim. Die Hauptfeier ist jedoch nach unserem letzten Heimspiel daheim“, berichtet Spielertrainer Pascal Hemmerich gegenüber FuPa über die ersten Stunden des Triumphs.

Die nackten Zahlen einer meisterlichen Dominanz

Ein Blick auf die Tabelle untermauert die Vormachtstellung des frischgebackenen Champions einen Spieltag vor dem Saisonende. Nach 29 absolvierten Partien weist der TSV Grünbühl uneinholbare 78 Punkte auf. Mit einer herausragenden Bilanz von 25 Siegen, drei Unentschieden und nur einer einzigen Niederlage dominierte die Mannschaft die Liga. Auch die Torausbeute von 109:33 Treffern spricht eine deutliche Sprache.

Der direkte Verfolger, der VfB Neckarrems 1913, belegt mit 71 Punkten den zweiten Rang. Neckarrems weist nach ebenfalls 29 Spielen eine Statistik von 23 Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 115:38 auf, kann den Spitzenreiter am letzten Spieltag jedoch nicht mehr einholen.

Ein Saisonziel zwischen Höhen, Tiefen und großem Glauben

Dabei war der Meistertitel vor der Runde keineswegs als selbstverständliches Ergebnis eingeplant, da der Spielertrainer die Erwartungen zunächst realistisch ansetzte. Im Verlauf der Monate musste sich das Team durch verschiedene Phasen kämpfen, um letztlich ganz oben zu stehen. „Mit einer Meisterschaft kann man nie rechnen. Eine Saison ist so lang und auch wir hatten Höhen und Tiefen. Unser Saisonziel war es aber schon, einen der beiden oberen Plätze zu erreichen“, blickt Pascal Hemmerich auf die sportliche Marschroute und die Entwicklung der vergangenen Wochen zurück.

Die perfekte Symbiose aus Jugend und großer Erfahrung

Den entscheidenden Ausschlag im packenden Titelrennen gab letztlich die gelungene Zusammensetzung des Kaders, der sich im Laufe der Spielzeit zu einer Einheit formte. Die Mischung aus verschiedenen Generationen auf dem Rasen entwickelte eine enorme Eigendynamik. Pascal Hemmerich analysiert die wesentlichen Erfolgsfaktoren wie folgt: „Der ausschlaggebende Punkt war, dass wir uns als Mannschaft gefunden haben. Die Kombination aus Erfahrung und den jungen Spielern konnten wir in positive Energie verwandeln.“

Ein starker Charakter und die kollektive Vereinsunterstützung

Neben den fußballerischen Qualitäten überzeugte der Meisterkader durch seine mentalen und charakterlichen. Auf die Stärken seines Teams angesprochen, findet der Spielertrainer deutliche Worte: „Das Wichtigste ist der Charakter von den einzelnen Spielern und als Team insgesamt. Wir legen großen Wert darauf, keine Einzelgänger zu haben, und wissen, dass wir alles nur im Team inkl. der Unterstützung vom ganzen Verein erreichen können.“

– Foto: TSV Grünbühl

Die Reise nach Prag und das klare Ja zur Bezirksliga

Nachdem die sportlichen Pflichten im Ligabetrieb erfolgreich bewältigt wurden, wartet auf die Aufsteiger bald die Belohnung, um die erfolgreiche Saison gemeinsam ausklingen zu lassen. Zudem steht die Wahrnehmung des Aufstiegsrechts felsenfest und wird ohne jede Einschränkung forciert. „Ja, werden wir“, bestätigt Pascal Hemmerich die Teilnahme an der kommenden Bezirksliga-Runde kurz und unmissverständlich. Bezüglich der anstehenden Mannschaftsreise fügt er voller Vorfreude hinzu: „Diese wird am 12. bis 15. Juni losgehen nach Prag.“

Umfangreiche Verstärkungen für das neue Abenteuer im Mittelfeld und Angriff

Während die Spieler der anstehenden Reise entgegenfiebern, laufen im Hintergrund bereits die personellen Weichenstellungen für die veränderten Bedingungen in der neuen Liga auf Hochtouren. Der Verein kann bereits mehrere namhafte Neuzugänge präsentieren, die die Qualität des Kaders gezielt anheben sollen. „Wir haben mit Angelo Coppola vom TSV Münchingen einen sehr erfahrenen und guten Zugang im Mittelfeld. Dieser möchte noch mal ein bis zwei Jahre mit seinem Bruder Fabio Coppola auf dem Platz stehen. Wir haben mit David Unterreiner einen Ex-Grünbühler zurück an Bord. Dieser hat die letzten Jahre in der Landesliga beim TV Pflugfelden gespielt und ein Jahr Pause gehabt. Wir haben mit Kaan Cinar einen jungen, dynamischen Spieler, der zuletzt Stammspieler beim TV Aldingen war, als Zugang auf der Außenbahn. Wir haben mit Ferhat Saricam einen interessanten Neuzugang im Sturm, der beim TSV Asperg elf Tore in neun Spielen machte, bevor er wegen seines Studiums nach Mexiko musste. Mit Aaron Werner und Bünyamin Babuscu haben wir zwei Torhüter, die bei uns dazustoßen werden“, verkündet Pascal Hemmerich.

– Foto: TSV Grünbühl

Ein schmerzhafter Abschied im Tor und ein stabiles Mannschaftsgerüst

Neben den zahlreichen Verstärkungen muss der frischgebackene Meister im Sommer jedoch auch einen herben personellen Verlust verkraften, der vor allem auf menschlicher Ebene eine große Lücke hinterlassen wird. Dennoch bleibt das sportliche Fundament für die Zukunft weitgehend unangetastet. „Der bitterste Abgang ist Henning Bortel, unser Torhüter, der sich nun voll und ganz auf die Familie konzentriert. Leandro Fernandez wird uns im Sommer auch verlassen. Der Rest bleibt zusammen“, erläutert Pascal Hemmerich die Veränderungen.

Mit Realismus und festem Glauben an den Klassenerhalt

Für die künftige Saison 2026/2027 bleibt die Zielsetzung des Aufsteigers trotz aller berechtigten Euphoriewellen von großer Sachlichkeit geprägt. Im veränderten Umfeld hängen die Trauben ungleich höher, weshalb sich die Mannschaft primär stabilisieren möchte, um Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Pascal Hemmerich formuliert die klare Marschroute für die Zukunft wie folgt: „Ich denke, unser Hauptziel ist es, die Bezirksliga zu halten, da dies uns beim letzten Aufstieg nicht gelungen ist. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir den einen oder anderen Gegner ärgern können.“