
Kreisliga A: Der neue Trainer von Schwarz-Weiß Huchem-Stammeln äußert sich vor dem Spiel gegen die SG Nörvenich-Hochkirchen. Mit der Punkteausbeute seines Teams ist er nicht ganz zufrieden.
Drei Mannschaften der Dürener-Kreisliga A – Burgwart, Oberzier und Golzheim – sind mit dem Start in die neue Saison hochzufrieden. Zwei Spiele, sechs Punkte lautet ihre Bilanz. Im Gegensatz dazu sind die beiden Aufsteiger Barmen und Frenz sowie Absteiger Lohn noch nicht in der neuen Umgebung angekommen. Entsprechend steht das Trio im Tabellenkeller und geht in den dritten Spieltag in der Hoffnung, endlich zu punkten.
Wenn Nando Riccio, Trainer der Schwarz-Weißen aus Huchem-Stammeln, auf die bisher eingefahrenen vier Punkte schaut, dann ist er damit allerdings nicht zufrieden. „Vor der Saison hätte ich damit leben können, aber jetzt nicht, denn beim 3:3 gegen die Jülicher ‚Zehner‘ haben wir klar zwei Punkte verschenkt.“ Seiner Meinung nach wäre ein Sieg verdient gewesen. „Wir waren besser unterwegs, aber meine Jungs haben leider die taktischen Vorgaben nicht befolgt“, spricht er Klartext, hofft, dass dieses „Fehlverhalten“ auf die jugendliche Unerfahrenheit zurückzuführen ist.
„Aber dies kriegen wir noch hin, denn auch ich muss noch lernen, in dieser Liga zurechtzukommen.“ Riccio kommt aus dem Rhein-Erft-Fußballkreis, den Dürener Bereich kennt er absolut nicht. Dennoch bildet er sich ein persönliches Urteil. „Die fußballerische Qualität ist im Fußballkreis Düren nicht so hoch.“
Was die Qualität seiner Schwarz-Weißen anbelangt, seien diese besonders in der Offensive effektiv unterwegs. Verletzungsbedingt wird Huchem-Stammelns Trainer allerdings im dritten Heimspiel in Folge nicht aus dem Vollen schöpfen können. Dennoch sind drei Zähler angesagt. „Ich will immer das Optimum herausholen, zum einen zu Hause gegen Nörvenich/Hochkirchen ungeschlagen bleiben und zweitens mit einem cleveren Spiel, so wie die Jülicher es gegen uns vorgemacht haben, überzeugen.“
Wenn die beiden Trainer eines gemeinsam haben, dann ist dies die Tatsache, dass beide ihre Liga-Konkurrenten nicht kennen. „Über unseren nächsten Gastgeber ist mir absolut nichts bekannt. Ich weiß nur, dass sie offensiv gut unterwegs und immer für ein Tor gut sind.“ Was Chris Bandur allerdings auch weiß, ist die abgeschlagene Bitte der Platzelf, das kommende Spiel zu verlegen. „Urlaubsbedingt können am Sonntag sieben Spieler nicht dabei sein. Wir haben angefragt, ob eine Spielverlegung möglich ist, aber dies wurde abgelehnt, was mich sauer stimmt.“
So macht Bandur keinen Hehl daraus, dass er mit einer Minimalbesetzung auflaufen muss. Hinzu kommen noch die Verletzungen seiner beiden Stammtorhüter. „Ich muss improvisieren, dennoch bin ich hoffnungsvoll, dass meine junge Mannschaft dies hinbekommt. Mit einem Punkt sind wir zufrieden.“ Zufrieden ist er mit der bisher gezeigten spielerischen Einstellung. „Auch wenn wir bisher nur einen einzigen Punkt einfahren konnten, die Mannschaft lebt.“ Der Punktgewinn wurde mit dem 2:2 gegen Winden geholt, eine Tatsache, die den Gästetrainer zuversichtlich stimmt, schließlich gehört der VfVuJ02 zu den spielstarken Teams der A-Liga.
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