
„Es ist nicht vorbei, bis die fette Dame gesungen hat.“ Mit diesem legendären Satz gab der Sportkommentator Dan Cook einer ganzen Generation von Sportlern das Motto vor. Im Sport ist nichts entschieden, bevor der Schlusspfiff ertönt! Doch in dieser Woche ist es soweit. Die Saison 2025/26 geht zu Ende. Es bleibt keine Zeit mehr für Korrekturen. Der Tag der Entscheidung ist gekommen. Die Frage nach dem Meister ist in allen Ligen mehr oder weniger entschieden. Aber dahinter wird es richtig interessant.
Die Meisterfrage ist geklärt. Der VfB Leimen durfte am 13.05. in Rot die Sektkorken knallen lassen. Der Traditionsclub wurde im Vorfeld von der halben Liga als Top-Favorit gehandelt. Dieser Rolle wurde man letztlich vollends gerecht.
Die brennende Frage, auf die alle schauen, ergibt sich dahinter. Schon seit Wochen kämpfen der VfB Rauenberg und die SG Dielheim um das Ticket für die Relegation. Auf den ersten Blick haben sich die Mannberger mittlerweile in die Favoritenrolle gebracht. Die Mannschaft von Nico Hillenbrand hat zwei Punkte Vorsprung. Ein Sieg gegen den Vorletzten aus Baiertal und man wäre uneinholbar. Selbst Dielheims Trainer Volkan Cetinkaya räumt ein: "Bei allem Respekt vor Baiertal, aber ich sehe unsere Chancen sehr niedrig."
Andererseits weiß jeder Fußballer, dass gerade letzte Spieltage prädestiniert für Überraschungen sind. Entsprechend gewarnt ist Hillenbrand: "Gegen Baiertal waren es in der Vergangenheit immer enge Duelle. Wir werden alles geben müssen." Die SG Dielheim tritt zeitgleich beim Meister in Leimen an und möchte für den Fall der Fälle natürlich ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Alle weiteren Entscheidungen sind gefallen. Hinter der Spitzengruppe hat sich eine Gruppe gebildet, die im nächsten Jahr durchaus zum Angriff auf die Spitze blasen könnte. Der bärenstarke HSC, Dilsberg/Bammental mit Sebastian Rudy und Pokalsieger Eberbach. Mit allen diesen Vereinen wird in Zukunft zu rechnen sein. Mehr als Platz 4–6 ist in der aktuellen Runde aber nicht mehr drin.
Ähnlich sieht es in der unteren Tabellenhälfte aus. Kleine Verbesserungen sind noch möglich, letztlich ist die Runde aber gelaufen. Keine Spannung mehr gibt es im Abstiegskampf. Baiertal und Neuenheim III sind abgeschlagen. Der FC Frauenweiler hat mit seiner Aufholjagd zwar ein Lehrbeispiel für Moral und Wille gegeben. Seit dem Roter Sieg über Horrenberg ist der Weg in die A-Klasse aber unumgänglich. Dennoch: "Wir werden uns erhobenen Hauptes verabschieden, darauf sind wir stolz", unterstreicht Trainer Mathias Örum stolz.