
Sparta Göttingen hat am 15. Spieltag der Bezirksliga Braunschweig 3 ein torreiches Heimspiel für sich entschieden. Mit 5:3 setzten sich die Gastgeber gegen die SG Bergdörfer durch – vor allem dank einer dominanten Anfangsphase, in der die Gastgeber bereits nach 23 Minuten mit 3:0 führten.
Für Bergdörfers Trainer Fabio Fröchtenicht war vor allem diese Phase spielentscheidend: „Die erste halbe Stunde war in allen Bereichen zu wenig. Da haben wir alles vermissen lassen, was uns sonst stark macht.“ Sparta nutzte die Fehler konsequent: Richmond Sam (6.), Maurice Taubert (12.) und Erdem Kazan (23.) stellten früh auf 3:0.
Die Gäste benötigten lange, um in die Partie zu finden. Beim Anschlusstreffer zum 3:1 zeigte sich Bergdörfer erstmals zwingend, als Santee Nimely den Ball eroberte und Philipp Bode (36.) vollendete. Doch Sparta schlug nach der Pause zurück: Mario Kame (60.) und erneut Kazan (63.) machten das 5:1 – ein Treffer, der aus einer Bergdörfer-Umschaltsituation heraus fiel.
Fröchtenicht ärgerte sich über die Gegentore: Viele seien „zu einfach“ gefallen, besonders jene nach langen Bällen oder Standards. Die frühe Passivität habe dem Team das Spiel erschwert.
Trotz des deutlichen Rückstands zeigte Bergdörfer Moral. Bode verkürzte in der 81. Minute, Rusalo traf in der Nachspielzeit zum 5:3. In der Schlussphase war Bergdörfer klar überlegen, wie Fröchtenicht betonte: „Wir waren dann die aktivere Mannschaft, haben Chancen genutzt und nochmal Moral bewiesen.“
Doch ein Comeback blieb aus – auch, weil der Mannschaft schlicht die Zeit davonlief. Der Trainer zeigte sich selbstkritisch: „Trotzdem reichen 30 gute Minuten einfach nicht, um ein Spiel auf diesem Niveau zu gewinnen.“
Mit dem Sieg festigt Sparta Göttingen Tabellenplatz drei und hält den Anschluss an die Spitzengruppe. Bergdörfer hingegen verbleibt im unteren Mittelfeld und verpasst die Chance, sich vom Tabellenkeller weiter abzusetzen.
Die Partie zeigte zwei Gesichter: eine dominante Sparta-Elf in der ersten Stunde und ein kämpferisch starkes, aber zu spät erwachtes Bergdörfer. Für Fröchtenichts Team bleibt vor allem eine Erkenntnis: der Start muss sitzen.