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Allgemeines

Die erfolgreichsten Torschützen von Mittelrhein- bis D-Liga

Wer konnte sich sogar ligaübergreifend als erbarmungsloser Torjäger auszeichnen? FuPa hat die erfolgreichsten Ballermänner von der Mittelrhein- bis in die Kreisliga D erstellt.

von Markus Becker · 26.06.2025, 15:00 Uhr · 0 Leser
Oft gesehenes Bild: Koruk beim Torjubel.
Oft gesehenes Bild: Koruk beim Torjubel. – Foto: Boris Hempel

Jede Mannschaft, die ihn nicht hat, wünscht sich nichts sehnlicher als den verlässlichen Torjäger, der jede Saison für 20, 30 oder noch mehr Treffer gut ist. Dass mit diesem Puzzlestück auch oft mannschaftlicher Erfolg einhergeht, zeigt die Liste der erfolgreichsten Torjäger nach den jeweiligen Spielklassen: Von den sieben Teams mit dem jeweils ligaübergreifend besten Torschützen, stiegen jeweils sechs in die nächsthöhere Spielklasse auf. Nur Tim Wildens 43 Treffer für Bezirksligist Germania Eicherscheid reichten nicht für dne großen Wurf, sondern eben "nur" für Platz zwei. Den Titel mit den allermeisten Toren am Mittelrhein schnappte sich der 39-Jährige Omer Avdija (58 Tore) von JSV Frenz. Serhat Koruk erzielte in der höchsten Amateurklasse die meisten Tore. Eine Übersicht.

Mittelrheinliga

Friesdorf-Weber (am Ball) landete nach der Krone im Vorjahr auf Platz zwei im Ranking.
Friesdorf-Weber (am Ball) landete nach der Krone im Vorjahr auf Platz zwei im Ranking. – Foto: Sascha Hohnen

Als haushoher Favorit ist der Bonner SC schon in die Saison gegangen und behauptete seine Vormachtstellung ohne wesentliche Schwächephasen. Natürlich steuerte auch Kapitän Serhat Koruk einen wesentlichen Teil zur souveränen Meisterschaft bei und kann dem BSC mit seiner langjährigen Regionalliga-Erfahrung als sicherer Anker auf dem nächsthöhere Niveau dienen.

Nachdem sich Patrick Friesdorf-Weber die Torjägerkrone im vergangenen Jahr sicherte, musste er sich diesmal mit dem zweiten Platz auf dem Podium begnügen. Nach dem Durchmarsch von der A-Liga bis in die fünfthöchste Spielklasse, lehrt Yassine Ali Gnondi weiterhin den gegnerischen das Fürchten. Zum ersten Mal seit drei Jahren durfte der 27-Jährige dafür keinen Aufstieg am Saisonende feiern.

Serhat Koruk, Bonner SC, 25 Tore in 22 Spielen
Patrick Friesdorf-Weber, SpVg Frechen, 20 Tore in 27 Spielen
Yassine Ali Gnondi, FC Teutonia Weiden, 18 Tore in 27 Spielen

Landesliga

Wollersheim hatte viel Grund zum Lachen. Im Kreispokalfinale verschoss er zuletzt jedoch einen Strafstoß.
Wollersheim hatte viel Grund zum Lachen. Im Kreispokalfinale verschoss er zuletzt jedoch einen Strafstoß. – Foto: Markus Becker

Wohl als Königstransfer kehrte Marc Wollersheim vor Saisonbeginn vom SV Kurdistan zu den Sportfreunden Düren zurück und schlug ohne große Eingewöhnungszeit komplett ein. 29 Treffer in der Landesliga sind selbst dem 35-Jährigen Routinier noch nie gelungen. Zusammen mit den Sportfreunden darf er sich nun auf die Mittelrheinliga freuen. Dort wird er womöglich auch auf Bryant Baidoo treffen, der nach 24 Treffern für Arnoldsweiler zum Regionalliga-Absteiger 1. FC Düren wechseln wird. Als Marialinden-Urgestein und Trainer der U19 dürfte wiederum Andre Peters dem TuS auch in der kommenden Saison zur Verfügung stehen.

Marc Wollersheim, Sportfreunde Düren 29 Tore in 29 Spielen
Bryant Baidoo, Viktoria Arnoldsweiler, 24 Tore in 29 Spielen
Andre Peters, TuS Marialinden, 23 Tore in 30 Spielen

Bezirksliga

Schusstechnik wie aus dem Lehrbuch: Tim Wilden.
Schusstechnik wie aus dem Lehrbuch: Tim Wilden. – Foto: Malte Wüst

In der Bezirksliga, Gruppe 4, standen die Scheunentore offenbar sperrangelweit offen. Die drei erfolgreichsten Torschützen kommen tatsächlich alle aus der gleichen Liga. Danny Richter durfte mit Uevekoven dabei auch den Meistertitel feiern, wird der Bezirksliga aber mindestens ein weiteres Jahr erhalten bleiben. Ihn zieht es zu Germania Hilfarth.

Tim Wilden, Germania Eicherscheid, 43 Tore in 34 Spielen
Danny Richter, Sportfreunde Uevekoven, 34 Tore in 25 Spielen
Tim Gerhards, VfR Würselen, 34 Tore in 23 Spielen

Kreisliga A

Bungart war kaum zu stoppen von der gegnerischen Defensive.
Bungart war kaum zu stoppen von der gegnerischen Defensive. – Foto: Marien Stanienda

Zum Saisonabschluss gegen den SSV Lommersum schraubte Luke Bungart mit sieben Treffern seine Ausbeute noch einmal wesentlich in die Höhe. Knapp sechs Wochen zuvor schoss er auch schon den SC Roitzheim mit acht Treffern (15:1) vom Feld. Nach dem unglücklichen letzten Abenteuer in der Bezirksliga dürfte die JSG Erft mit reichlich Selbstvertrauen zurückkehren.

Auch für Maurice Wieting und den SV Lövenich geht es eine Liga nach oben. Nachdem im Vorjahr noch der SC Fliesteden im Weg stand, war nun schlussendlich die Zeit für den SVL gekommen. Wieting, der mit 47 Treffern seine bisherige Rekordausbeute mehr als verdoppelte, war der X-Faktor für den großen Wurf des Teams.

Als Nico Schröteler das erste Mal in Kreuzau landete, durfte sich die gesamte Liga zunächst verwundert die Augen reiben. Drei Jahre und 85 Treffer des 30-Jährigen später ist der Aufstieg in die Bezirksliga perfekt.

Luke Bungart, JSG Erft Euskirchen 53 Tore in 26 Spielen
Maurice Wieting, SV Lövenich, 47 Tore in 29 Spielen
Nico Schröteler, SC Kreuzau, 38 Tore in 29 Spielen
Lucas Musculus, Heiligenhauser SV, 38 Tore in 28 Spielen

* Unterhalb der Kreisliga A verwendet dieser Text die im DFBnet hinterlegten Daten zu Toren und Spielen.

Kreisliga B

Auch im hohen Fußballeralter ist Qualität manchmal nicht abzustreiten. Mit 39 Jahren war Omer Avdija von seinen Gegenspielern nicht zu stoppen. Seine Zeiten in der Mittelrhein- und Landesliga sind zwar inzwischen weit im Rückspiegel, dennoch konnte er seine fußballerischen Fähigkeiten für den Meistertitel von Frenz gewinnbringend einfließen lassen.

Omer Avdija, JSV Frenz, 58 Tore in 27 Spielen
Jamie Schütz, Rot-Gelb Wesseling, 51 Tore in 27 Spielen
Selo Gengec, Godesberger FV, 50 Tore in 28 Spielen

Kreisliga C

Sven Nowak ist immer noch eine Nummer zu groß für die C-Liga.
Sven Nowak ist immer noch eine Nummer zu groß für die C-Liga. – Foto: Gerhard Hannapel

Über 100.000 Mal wurde das Profil von Sven Nowak auf FuPa aufgerufen, was ihn zu einem der beliebtesten Spieler am Mittelrhein macht. Dass er auch mit mittlerweile 41 Jahren auf dem Buckel noch lange nicht genug hat, zeigte er einmal mehr für die Zweitvertretung von Alemannia Aachen, die sich langfristig wohl eher in Richtung der Mittelrheinliga einpendeln möchte.

Sven Nowak, TSV Alemannia Aachen II, 55 Tore in 25 Spielen
Pascal Nohl, TuRa Dieringhausen, 54 Tore in 26 Spielen
Silas Jaron Schlögl, SV GW Mühleip, 53 Tore in 27 Spielen

Kreisliga D

Bierdusche zum Saisonschluss für Kevin Pleyer (2.v.l.).
Bierdusche zum Saisonschluss für Kevin Pleyer (2.v.l.). – Foto: Marius Rink

Schon in der Vorsaison schoss Kevin Pleyer mit 51 Treffern in der D-Liga alles kurz und klein. Seine Ausbeute erhöhte der 33-Jährige noch einmal und durfte dadurch mit der dritten Mannschaft der Fortuna den Aufstieg feiern.

Kevin Pleyer, SC Fortuna Köln III, 56 Tore in 28 Spielen
Mario Herbert Becker, SSV Alemannia Brenig, 55 Tore in 23 Spielen
Yassin Kebdani, MSV Ahe, 51 Tore in 25 Spielen,