„Extrem bitter“ fand Trainer Benedikt Buchner die 2:4-Niederlage seiner DJK Waldram beim FC Wildsteig/Rottenbuch. Bis zur 44. Minute waren die Gäste gut im Spiel, lagen mit 2:0 in Führung; dann kippte die Partie binnen zwei Minuten komplett.
Schon in der zweiten Minute hatte Jakob Bahnmüller seine Mannschaft mit einem abgefälschten Freistoß in Führung gebracht. In der 40. Minute erhöhte er nach Zuspiel seines Bruders Johannes Bahnmüller auf 2:0. „Bis dahin haben wir es sehr gut ausgespielt, so wie wir es uns vorgenommen hatten, haben die Zweikämpfe angenommen, die zweiten Bälle gewonnen – und wir waren von Anfang an da“, fasst DJK-Coach Buchner zusammen. „Aber dann waren wir mit den Gedanken wohl zu früh in der Pause“, kommentierte er das „Scheißtor“ zum 1:2-Anschlusstreffer vor der Pause. „Das war nicht optimal verteidigt.“
Der gute Vorsatz, nach dem Seitenwechsel gleich nachzulegen und die Spieldominanz wiederzuerlangen, war in der 46. Minute dahin. Eine Flanke ins Zentrum des Waldramer Strafraums gleich nach dem Anstoß klärte die Hintermannschaft vor die Füße von Tobias Trainer, der keine Mühe hatte, zum 2:2-Ausgleich einzuschieben. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Zwei Minuten später zog Waldrams Yannick Kutz nach einem Wildsteiger Steckball die Notbremse, mit der Konsequenz, dass er selbst vom Spiel ausgeschlossen wurde und die Gastgeber den fälligen Elfmeter zum 3:2 verwandelten und die Partie drehten.
Den endgültigen K.o. versetzte Tizian Henn (57.) den Gästen per verunglücktem Flankenball, der direkt ins Kreuzeck des Waldramer Tores flog. In der verbleibenden halben Stunde setzte die DJK zwar alles daran, noch einmal heranzukommen, vielleicht sogar den Ausgleich zu erzielen, um die fünfte Niederlage in Folge abzuwenden. „Aber es hat nicht funktioniert“, fasst Buchner nach Spielschluss enttäuscht zusammen. „Das ist schwer zu verdauen, weil uns im Grunde zwei Minuten, eine Minute vor und eine nach der Pause, das Spiel gekostet haben.“