
Für Novesia ist die Ausgangslage klar: Trainer Darius Ferber erwartet ein intensives Duell, sieht seine Mannschaft aber gut vorbereitet und ist guter Dinge: „Wir hatten eine gute Trainingswoche und freuen uns auf das Spitzenspiel“, so Ferber. Allerdings bleibt die Personalsituation angespannt: „Die Lage könnte besser sein, wir können nicht mit der Top-Elf antreten. Wir sind aber immer noch gut besetzt.“ Alle sind sich der Bedeutung des Spiels bewusst: „Gefühlt ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel um den Aufstieg.“
Den Gegner schätzt Ferber dabei hoch ein. Vorst verfüge über eine starke Offensive und sei „eine Top-Mannschaft“. Gleichzeitig kennt man sich gut: „Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis, aber sie sind unangenehm zu bespielen und stark eingestellt.“ Für Ferber ist klar: „Für einen Sieg brauchen wir einen Sahne-Tag. Aber genau das ist unser Ziel.“ Die DJK ist als Tabellenzweiter in der besseren Situation, mit einem Sieg könnte Vorst, aktuell Tabellenfünfter, aber wieder vorbeiziehen und die Novesia ihren Aufstiegsplatz verlieren. „Für beide Mannschaften ist es ein richtungweisendes Spiel“, sagt Ferber. Aber Vorst steht noch ein bisschen mehr unter Druck als wir, noch eine Niederlage können sie sich nicht erlauben.“
Auch bei den Sportfreunden Vorst ist die personelle Lage angespannt, noch mehr als bei der Novesia. Trainer Patrick Ohligschläger spricht von erheblichen Engpässen: „Wir fahren mit dem letzten Aufgebot nach Neuss, das ist bei der Bedeutung des Spiels schon schade.“ Verletzungen, Urlaub und berufliche Verpflichtungen, „da kommt gerade alles zusammen“. Dennoch bleibt das Ziel klar: „Wir wollen mindestens einen Punkt holen – das ist entscheidend für den weiteren Saisonverlauf. Wir wollen unsere Chance auf den Aufstieg wahren.“
Trotz der Schwierigkeiten zeigt sich Ohligschläger kämpferisch, hat aber auch Respekt vor dem Gegner: „Ich sehe Novesia aktuell als stärkste Mannschaft der Liga, auch wenn sie zuletzt verloren haben. Bis dahin waren sie in der Rückrunde überragend.“ Seine Mannschaft sei dennoch hochmotiviert: „Angeschlagene Boxer sind am stärksten, wenn sie müssen. Wir haben einen großen Kader – jetzt müssen andere in die Bresche springen.“
Damit steht ein Duell bevor, das sportlich wie tabellarisch enorme Bedeutung hat – und im engen Aufstiegsrennen kaum richtungweisender sein könnte