
Die Panduren legten den Deckel ist drauf: Am vorletzten Spieltag der Kreisliga Süd sicherte sich der SV Raigering (1./54 - 3:1 in Ursensollen) die Meisterschaft und kehrt damit nach drei Jahren in die Bezirksliga zurück. Offen bleibt noch die Beantwortung der Frage, wer sich die Vizemeisterschaft und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur höchsten Spielklasse des Bezirks sichern kann. Die besten Karten besitzt der TuS Rosenberg (2./49 - 4:0 in Hirschau), der mit einem Heimsieg zum Saisonfinale am Samstag gegen den FC Weiden-Ost II Platz 2 sichern könnte. Der 1. FC Rieden (3./47 - 2:0 in Vilseck) trifft am kommenden Wochenende im Vilstalderby auf den SV Schmidmühlen, wäre bei eigenem Erfolg allerdings auf die Hilfe der Ostler angewiesen, um noch auf den Relegationszug aufspringen zu können. Bei einer möglichen Punktgleichheit, sähe sich übrigens der 1. FCR im Vorteil, der den direkten Vergleich mit den Hüttenstädter positiv zu seinen Gunsten entscheiden würde. Der Gegner des Zweiten der Südstaffel steht schon fest, er prallt in Runde 1 auf den Vizemeister des Nordens, die SpVgg Trabitz.
Im Tabellenkeller ist ja eine Entscheidung schon gefallen, der SC Luhe-Wildenau (12./27 - 1:0 bei Weiden-Ost II) ist der erste Relegant. Weiterhin packend ist der Zweikampf zwischen dem SV Köfering (13./15 - 2:2 in Schmidmühlen) und dem ASV Haselmühl (14./15 - 3:5 gegen Edelsfeld), wobei der SVK durch den Punktgewinn nun vor der finalen Partie den letzten Tabellenplatz verlassen hat und mit einem Heimsieg gegen die DJK Ursensollen am Samstag den Direktabstieg abwenden kann. Denn bei einer möglichen Punktgleichheit würde der direkte Vergleich die Köferinger gegenüber dem Gemeinderivalen (er reist nach Oberwildenau) im Vorteil sehen.
Das letzte Heimspiel hatte sich die Meyer-Elf sicherlich anders vorgestellt, doch merkte man schnell, dass auf der Löschenhöhe ein bis in die Haarspitzen motivierter Gast nicht anderes, als drei Punkte wollte. Hingegen merkte man beim TuS doch, dass die letzten kraftraubenden Wochen Spuren hinterlassen haben, in denen man in beeindruckender Art und Weise den Ligaerhalt in trockene Tücher legte. Letztlich gewannen die Gäste hochverdient und haben nun beste Chancen, am Ende auf Rang 2 durchs Ziel zu gehen.
TuS-Coach Andi Meyer: "Heute hat man gemerkt, dass bei uns die Luft raus war. Rosenberg hat auch in der Höhe verdient gewonnen. Trotzdem will ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, für das, was sie die letzten Wochen geleistet hat."
Gästespielertrainer Dennis Kramer: "Sehr überzeugender Auftritt von uns. Man hat gemerkt, dass wir unbedingt eine Reaktion auf die letzte Niederlage folgen lassen wollten und das ist uns gelungen. Wir haben uns viele gute Möglichkeiten erspielt und Hirschau wenig Raum zum Spielen gegeben. Ich denke auch, ein in der Höhe verdienter Auswärtssieg. Jetzt geht es für uns im Fernduell mit Rieden darum, den zweiten Platz zu sichern. An dieser Stelle möchten wir Raigering herzlich zur Meisterschaft gratulieren!"
Tore: 0:1 Lukas Kokott (13.), 0:2 Christoph Bäumler (22.), 0:3 Johannes Pfab (45./Eigentor), 0:4 Max Schlötter (86.) - Schiedsrichter: Alexander Nistschuk - Zuschauer: 75
Das Spiel des letztjährigen Meisters der Kreisklasse Ost gegen seinen "Vize" gewann der SC mit dem knappsten aller Ergebnisse, ein Remis hätte dem Spielverlauf jedoch eher entsprochen. Vor allem in der Schlußphase drängte der Totopokalsieger auf den Gleichstand, ohne diesen noch zu schaffen. Der dritte Dreier in Folge ist gut für das Selbstbewußtsein des SC vor den anstehenden Relegationsspielen. Am kommenden Wochenende können die Oberwildenauer noch den Direktabstieg beeinflussen, denn gewännen sie ihr finales Heimspiel gegen den ASV Haselmühl, würde dieser die Liga nach unten verlassen müssen. Und auch der FC Ost schlüpft in die Rolle eines "Züngleins an der Waage", tritt er doch beim Tabellenzweiten in Rosenberg an, der unbedingt gewinnen muss, will er "Vize" werden.
FC-Coach Tim Schlesinger: "Kompliment an unsere Jungs, welche bereits zwei Tage nach dem Pokalsieg erneut auf dem Platz stehen mussten. Für Punkte hat es leider nicht ganz gereicht, auch wenn ein Unentschieden in meinen Augen verdient gewesen wäre. Dem SC Luhe-Wildenau wünschen wir alles Gute in der Relegation!"
SC-Trainer Dieter Scheler: "Wir wollten die Spannung im Team hochhalten und dementsprechend das Spiel positiv gestalten. Bei Hitze war es für beide Mannschaften nicht ganz einfach. Nach einem Fehler in der Hintermannschaft von Weiden-Ost gingen wir in Führung. In der 2. Halbzeit - vor allem die letzen 20 Minuten - hatten die Ostler schon einige Torchancen. Wir haben uns da oft unnötig selber unter Druck gebracht. Unter dem Strich wäre eine Punkteteilung gerecht gewesen."
Tor: 0:1 Luca Kaiser (43.) - Schiedsrichter: Maik Kreye - Zuschauer: 90
Beim "Tag des offenen Tores" mit gleich acht "Hütten" sah es kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit so aus, als würden die Einheimischen trotz einiger Unwägbarkeiten zumindest einen - wichtigen - Punkt behalten, ehe sie der FCE per Doppelschlag quasi ins "Tal der Tränen" noch schickte. Durch das Köferinger Unentschieden ist der ASV nun auf fremde Hilfe angewiesen, will er den Direktabsturz in die Kreisklasse noch abwenden.
ASV-Coach Dominik Schuster: "Zu viele Fehler und dann kommt so ein Ergebnis zustande. Extrem bitter. Jetzt haben wir es nicht mehr selbst in der Hand."
Gästetrainer Martin Dehling: "Ein schwaches und vogelwildes Kreisligaspiel. Letztendlich ein verdienter Sieg. Aufgrund der zahlreichen Chancen hätte dieses Spiel auch 8:4 für uns ausgehen können, da beide Abwehrreihen nicht ihren besten Tag erwischt hatten."
Tore: 0:1 Patrick Dehling (4.), 1:1 Aaron Preischl (30.), 1:2 Patrick Dehling (45.+2), 1:3 Andreas Spies (68./Strafstoß), 2:3 Contrill Smith (80.), 3:3 Matthias Schmidt (88.), 3:4 Jan Wolf (90.+1), 3:5 Fabian Spies (90.+4) - Schiedsrichter: Ludwig Held - Zuschauer: 125
Mit einem 2:0-Auswärtssieg in Vilseck bewahrt sich der 1. FC Rieden im Saisonfinale nächsten Samstag gegen Schmidmühlen die Minimalchance auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Allerdings reicht dem direkten Kontrahenten TuS Rosenberg ein Sieg im Heimspiel gegen den FC Weiden- Ost II. Nur ein Unentschieden (direkter Vergleich für den FCR) und eine Niederlage der Hüttenstädter bei einem gleichzeitigen Sieg der Riedener im Vilstalderby gegen Schmidmühlen würden die Pospiech-Elf noch auf den zweiten Platz katapultieren.
Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich in Vilseck zu keiner Zeit ein Fußballspiel auf hohem Niveau. Der Gast hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, doch glasklare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Pech für Bastian Härtl, dass sein Tor in der 22. Minute wegen knapper Abseitsstellung abgepfiffen wurde. Die Gastgeber kamen in der 34. Minute durch einen Freistoß von Jona Lang zum ersten Torschuss, der aber hoch über den Kasten ging.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Platzherren ab der 55. Minute ihre beste Phase, ein satter Fernschuss von Dominik Rudlof krachte in der 58. Minute gegen die Querlatte und zwei Minuten später verpasste Michael Bauer eine scharfe Hereingabe nur um Haaresbreite. In der 65. Minute scheiterte Moritz Rahm in aussichtsreicher Position am FV-Schlussmann. Sechs Minuten später die Riedener Führung durch Sven Florek, der mustergültig von Patrick Hosch bedient wurde, alleine vor Keeper Stephan Pröls die Nerven behielt und zum 0:1 einschoss. Rieden hatte wenig Mühe, die zaghaften Angriffsbemühungen der Heimelf im Keim zu ersticken, und verwaltete lange Zeit das Ergebnis. In der Nachspielzeit lief Bastian Härtl nach einem langen Ball von Daniel List alleine auf den gegnerischen Torwart zu, behielt die Übersicht und machte mit dem 0:2 endgültig den Deckel drauf. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)
Gästetrainer Julian Pospiech: "Absolut souveräne und abgeklärte Leistung meiner Mannschaft. Trotz dünnem Kader waren wir von Beginn an gut im Spiel und verbissen in den Zweikämpfen. Wir haben geduldig gespielt und sind spät zu unseren Chancen gekommen, welche wir eiskalt ausnutzten. Jetzt gilt es diesen Schwung nächste Woche ins Derby mit zu nehmen."
FVV-Spielertrainer Tobi Graßler: "In der ersten Halbzeit haben wir defensiv gut gearbeitet, waren jedoch im Spielaufbau zu fehleranfällig, sodass es auf beiden Seiten kaum Torchancen gab. In der zweiten Hälfte geraten wir nach der Trinkpause unnötig mit 0:1 in Rückstand und kassieren in der Nachspielzeit noch das 0:2."
Tore: 0:1 Sven Florek (71.), 0:2 Bastian Härtl (90.+1) - Schiedsrichter: Andreas Basler - Zuschauer: 130
Der SV Hubertus Köfering erkämpft sich nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden beim SV Schmidmühlen. Dieser eine Punkt könnte am Ende Gold wert sein: Da der Konkurrent aus Haselmühl patzte, hat der SVK den Gemeindekonkurrenten überholt und den Sprung in die Relegation nun am letzten Spieltag in der eigenen Hand. Die erste Halbzeit verlief weitgehend taktisch geprägt und ausgeglichen, Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware.
Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch die kalte Dusche: Die Gastgeber aus Schmidmühlen nutzten ihre Gelegenheiten eiskalt und zogen mit 2:0 davon. Doch wer den SVK in diesem Frühjahr abgeschrieben hat, wurde auch an diesem Tag eines Besseren belehrt. Die Mannschaft gab sich nicht auf und schlug zurück. Zunächst war es Marc Arbogast, der einen sehenswert herausgespielten Angriff per Kopf zum 1:2-Anschluss veredelte. Der Treffer wirkte wie ein Adrenalinstoß: Köfering drückte weiter und wurde belohnt. Sebastian Grau fasste sich aus 16 Metern ein Herz und hämmerte den Ball zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich in die Maschen.(Quelle: Spielbericht SV Köfering)
SVK-Sportvorstand Christopher Ernst: „Wie die Jungs nach dem 0:2 zurückgekommen sind, zeigt den Charakter dieser Truppe. Wir haben uns belohnt und stehen jetzt da, wo wir hin wollten: Wir haben Haselmühl überholt. Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale könnte nicht spannender sein: Am letzten Spieltag empfangen wir die DJK Ursensollen zum Heimspiel. Die Rechnung ist simpel: Ein Sieg und wir erreichen aus eigener Kraft die Relegation. Wir brauchen am nächsten Samstag jeden Fan bei unserem Heimspiel denn wir wollen diesen letzten Schritt gemeinsam gehen und in die Relegation kommen!"
SVS-Spielertrainer Alex Greger: "Ein schwaches Kreisligaspiel, das keinen Sieger verdient hat. Eine Zwei-Tore-Führung darfst du hier niemals mehr aus der Hand geben, deshalb Glückwunsch an Köfering, die nicht aufgegeben haben. Wir dagegen müssen uns heute bei unseren Zuschauern und Fans entschuldigen!"
Tore: 1:0 Simon Döberl (56.), 2:0 Lukas Härtl (63.), 2:1 Marc Arbogast (66.), 2:2 Sebastian Grau (75.) - Schiedsrichter: Hans Mayer - Zuschauer: 100
Wie erwartet, schenke die Heimelf dem designierten Meister nichts und forderte ihn nahezu über die gesamte Distanz. Mitentscheidend wohl, dass der SVR den Ausgleich quasi im Gegenzug zur erneuten Führung nutzte. Als die Kotzbauer-Elf in der "Crunchtime" zur Schlußoffensive blies, versetzte ihr Eric Holzner - die Freude über sein Tor quasi mit dem Schlußpfiff setzte sich mit dem frenetischen Jubel über die geschaffte Meisterschaft ohne Unterbrechung fort - den endgültigen Knockout. Dann brachen bei den Gästen alle Dämme.
DJK-Spielertrainer Tom Kotzbauer: "Schade, wir haben lange sehr gut dagegengehalten, Paroli geboten und aufopferungsvoll gekämpft – ein Unentschieden war absolut in Reichweite. Am Ende haben wir für das 2:2 alles nach vorne geworfen und uns damit leider noch das 3:1 eingefangen. Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft und die gezeigte Einstellung. Glückwunsch an Raigering zur Meisterschaft!"
Meistertrainer Martin Kratzer, den FuPa am Montagmorgen um kurz nach 9 Uhr per Telefon aufwecken durfte.....: "Was für eine Saison mit einem sehr guten Spiel von meiner Mannschaft in dieser Situation. Über neunzig Minuten haben wir alles abgeliefert, was die Mannschaft in dieser Saison ausgemacht hat. Bin sehr stolz auf meine Jungs. Danke für die Glückwünsche!"
Tore: 0:1 Elias Segerer (37.), 1:1 David Weber (53.), 1:2 Benedikt Seidl (55.), 1:3 Eric Holzner (90.+3) - Schiedsrichter: Stephan Weihrauch - Zuschauer: 180