
Jan Linder lebt für den Fußball. Beim Landesligisten FC Bad Bellingen schätzen sie seine Mentalität. Zuletzt wandelte der 25-Jährige aus Eimeldingen auf ungewöhnlichen Pfaden: auf einem Pilgerweg in Spanien.
Als Trainer im Amateurfußball muss man sich heutzutage mit allen möglichen Absenzen seiner Spieler arrangieren. Hier die Urlaubsreise in die Ferne, dort der Kurztrip nach Mallorca. Als sich Jan Linder vor Ostern für ein paar Tage beim FC Bad Bellingen abmeldete, erntete er verwunderte Blicke. Der 25-Jährige aus Eimeldingen folgte in Spanien den Pfaden eines Pilgerweges. „Ein ungewöhnliches Reiseziel“, sagt Kai Schillinger, Sportchef des Landesligisten.
Drei Tage wanderte Linder mit seiner Freundin auf dem „Camino Finisterre“ von Santiago de Compostela an die Atlantikküste. Die 95 Kilometer lange Strecke – eine Verlängerung des Jakobsweges – hatte er erstmals 2015 mit Vater, Bruder und Nichte bewältigt. Linders Motivation? „Zu sich selbst kommen und den Kopf ein bisschen freikriegen“, sagt er. Den Pilgerweg zu beschreiten ermöglicht eine intensive gemeinsame Zeit. Ein Ausbruch aus gewohnten Mustern.
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