
Sieben Spieltage vor Rundenende ist bei einem von zwei Sinsheimer Landesliga-Vertretern die Spannung raus. Bei zwölf Punkten Rückstand zur Relegation und deren siebzehn zu einem Nichtabstiegsplatz ist die Sache für Türkspor Eppingen beinahe durch. Nach einem Jahr Landesliga wird es im Sommer direkt wieder zurückgehen in die Kreisliga. Aufgrund dieser Voraussetzungen ist am Samstag die ganz große Dramatik nicht gegeben, die ein Kellerduell eigentlich hätte haben können. Türkspor gastiert nämlich beim Vorletzten SV 98 Schwetzingen (Anpfiff, 15 Uhr).
Dagegen steckt die SG Kirchardt mittendrin im Abstiegskampf. Die Truppe von Denis Schwager liegt punktgleich nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses knapp hinter dem SC Rot-Weiß Rheinau, der nach aktuellem Stand die Relegation gegen den Kreisliga-Abstieg bestreiten würde. Im Fernduell mit den Rheinauern, die zum schwächelnden Tabellenzweiten VfR Mannheim II müssen, können die Kirchardter in Heidelberg drei ganz wichtige Punkte einfahren. Sie müssen zum ASC Neuenheim, der schon jetzt für eine weitere Landesliga-Spielzeit planen darf. Anpfiff ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem Fußballcampus.
Nach eher wieder ansprechenden Auftritten zuletzt, gab es am Mittwoch eine herbe Schlappe. 1:9 ging der Aufsteiger beim ASC Neuenheim unter und dementsprechend fällt das Fazit des Trainers aus. "Das war in der Höhe ebenfalls verdient. Wir haben alle versagt, von der Nummer eins bis 16 inklusive mir", sagt Mehmet Öztürk zur Niederlage deren einzig positiver Aspekt der war, dass es nicht zweistellig ausgegangen ist.
Der rechnerisch sichere Abstieg rück somit immer näher, aber immerhin kann es dieses Wochenende noch nicht so weit sein. "Es ist in dieser Situation schwierig die Jungs zu motivieren, da wir uns eher auf einer Art Abschiedstournee befinden", erläutert Öztürk, dem es sehr wichtig ist, "dass wir uns noch einmal sauber aus der Affäre ziehen." 106 Gegentore hat das Schlusslicht bislang kassiert, diese Flut an Gegentreffern gilt es zu stoppen, wir der Coach mit Galgenhumor hinzufügt "denn 150 sollen es nicht werden."
Am Samstag beim SV 98 Schwetzingen stehen die Chancen ganz gut, wieder besser abzuschneiden. Der Vorletzte spielt ebenfalls eine enttäuschende Runde und wird aller Voraussicht nach auch den Weg in die Kreisliga antreten müssen.