2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

DFL-Mitgliederversammlung votiert für neue U21-Liga - ohne Fans

Die 36 Profivereine der 1. und 2. Liga haben einstimmig für das neue Format gestimmt.

von Sascha Köppen · 03.03.2026, 22:07 Uhr · 0 Leser
In den Genuss von Zuschauer-Erfahrungen werden die jungen Talente in der neuen Liga nicht kommen.
In den Genuss von Zuschauer-Erfahrungen werden die jungen Talente in der neuen Liga nicht kommen. – Foto: Tobias Schätzlein

Für den Dienstag (3. März) hatte die DFL eine Entscheidung über die Einführung einer neuen U21-Liga angekündigt, und in der Tat ist diese auch gefallen. Wie der Ligaverband der deutschen Profivereine auf seiner Homepage mitteilt, hat die Mitgliederversammlung die Einführung ohne auch nur eine Gegenstimme beschlossen. Das heißt natürlich noch nicht automatisch, dass auch alle Vereine an dem neuen Konstrukt teilnehmen werden.

Vorschlag einer Expertenkommission

Das Konzept für die U21-Liga ist das Ergebnis einer im vorigen Jahr gegründeten Expertenkommission, der unter anderem Jürgen Klopp und Andreas Rettig angehören. Ihr Ziel war es, "zentrale Entwicklungsschwerpunkte für den deutschen Profifußball zu identifizieren und entsprechende Handlungsempfehlungen zu entwickeln", wie es dort heißt. Die neue Liga ist nun das erste Konkrete Ergebnis, das aus den Handlungsempfehlungen der Kommission resultiert. Die Beteiligten kamen zu dem Ergebnis, dass junge Talente in den Profiklubs zu wenig Spielpraxis bekommen. Spielberechtigt sollen demnach Akteure von der U17 bis zur U21 sein.

Entscheidend ist dabei, dass es sich um ein Zusatzangebot handelt, etwa zu den U23-Vertretungen, die viele der Vereine noch unterhalten und die auch nicht aus dem Spielbetrieb der 3. Liga, der Regional- oder Oberligen zurückgezogen werden müssen. Genau das ist aber eine Forderung, die von den Traditionsvereinen, die mit ihren ersten Mannschaften in der 3. und 4. Liga unterwegs sind, immer wieder erhoben wird. Anmelden können die Vereine sich für das neue Format ab Juni, bis dahin werden die Durchführungsbestimmungen festgelegt.

Genaue Durchführung noch offen, keine Zuschauer

In der neuen U21-Liga, für die alle Vereine der 1. und 2. Liga spielberechtigt sind, wird nach gegenwärtigem Stand nicht "Jeder gegen Jeden" spielen, sondern es soll das "Schweizer Modell" zur Anwendung kommen. Dabei sind zwei eigenständige Halbserien pro Jahr geplant, jedes Team soll dabei pro Halbserie zwischen drei und sechs Spiele absolvieren. Die vier besten Teams sollen dann jeweils ein Abschlussturnier bestreiten. Zum genauen Modus sollen nun aber die Vereine noch befragt werden. Die Spiele sollen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, auch um die Kosten für die Vereine niedrig zu halten. Noch nicht geklärt ist, ob und wenn ja wie die Spiele der U21-Liga medial zu verfolgen sind.