Die beiden Stützpunktspieler Raki Levente (li.) und Elias Weitzer (re.) im Kleingruppentraining.
Die beiden Stützpunktspieler Raki Levente (li.) und Elias Weitzer (re.) im Kleingruppentraining.

DFB-Stützpunkt Cham nimmt den Trainingsbetrieb wieder auf

Fördertraining nur in Kleingruppen unter strengen Hygienevorschriften möglich

Anfang März absolvierten die zahlreichen Chamer Stützpunktspieler die letzte Trainingseinheit, ehe aufgrund der Corona-Krise deutschlandweit der Sportbetrieb eingestellt werden musste. Knapp drei Monate ist das nun her. Seit vergangenem Montag durfte der DFB-Stützpunkt Cham den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen, jedoch unter strengen Hygienevorschriften.

Förderung in der Corona-Pause

Nach dem Shut-Down und dem damit auch für den Fußball verbundenen Erliegen des Trainings- und Spielbetriebs stellte sich für das Stützpunkttrainerteam um Andreas Herrmann, Kowalski Lorenz, Stefan Pongratz und Michael Lamecker die Frage, wie man am besten mit den Kindern in Kontakt bleiben konnte. Der Stützpunkt Cham führte anfangs zahlreiche persönliche Feedbackgespräche. Beispielsweise wurde gemeinsam mit den Eltern und Spielern der sportmotorische Leistungstest besprochen. Außerdem wurden die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes informiert. Zusätzlich wurde darauf hingewiesen in welchen Bereichen sich die einzelnen Spieler noch verbessern können und aufgezeigt, wie sie diese schwierige Zeit am sinnvollsten nutzen können. Darüber hinaus stellte der Stützpunkt Cham auch das Prinzip des Cybertrainings vor, in dem die Kinder über eine virtuelle Plattform in den Themen Technik, Kraft und Ausdauer an drei Terminen trainiert wurden. Des Weiteren wurde vergangene Woche am Stützpunkt Cham ein virtueller Elternabend ins Leben gerufen. Hierbei wurden die Eltern und Spieler über die Besonderheiten des Re-Starts, welcher am vergangenem Montag, 08.06.20 stattfand, informiert.


Erstes Training nach Corona

Die erste Trainingseinheit nach der Corona-Krise fand unter besonderen Voraussetzungen statt. Die Stützpunktspieler trainierten nicht wie gewohnt im Mannschaftstraining, sondern fanden sich in einem Kleingruppentraining wieder. Die Besonderheit war, dass das Spieler–Trainer–Verhältnis maximal 4:1 sein durfte. Im Vorfeld stand für das Stützpunkttrainerteam also ein hoher bürokratischer Aufwand an, denn jeder Spieler, der an den Trainingseinheiten teilnehmen möchte, musste im Vorfeld eine Einverständniserklärung abschicken. Zusätzlich muss bei jeder Trainingseinheit ein Gesundheitsbogen abgegeben werden, der als „Eintrittskarte“ diente. Neben dem bürokratischen Aufwand musste der DFB-Stützpunkt Cham auch das Hygienekonzept vom Deutschen Fußball Bund beachten. Um beispielsweise ein Aufeinandertreffen der jüngeren und älteren Gruppen zu unterbinden, wurden getrennte Eingangs- und Ausgangswege am Sportgelände im Quader installiert. Neben der gewohnten Abstandsregelung werden die Kinder, die bereits umgezogen am Trainingsgelände erscheinen, vor jeder Trainingseinheit desinfiziert.

Neben den Spielern wird auch das komplette Material vom Stützpunkttrainerteam vor, zwischen und nach der Trainingseinheit desinfiziert, um das Risiko einer Ansteckung möglichst gering zu halten. Des Weiteren wurde jedem Trainer eine Kleingruppe zugeordnet, die er für die kommenden Wochen betreut. Da aufgrund des vorgegebenen Spieler-Trainer-Verhältnisses das gewohnte Stützpunkttrainerteam nicht ausreichen würde, wird es von ihren Zusatztrainern Lukas Perlinger und Erich Hartl unterstützt.

„Die Freude über den Re-Start war den Kids förmlich anzusehen! Vor allem der verantwortungsvolle Umgang der Spielerinnen und Spieler mit den strengen Auflagen ist lobenswert! Das Kleingruppetraining unterscheidet sich natürlich vom regulären Vereinstraining, im DFB-Stützpunkt wollen wir aber ohnehin bewusst in kleinen Gruppen trainieren und können so noch detaillierter auf die Stärken und Schwächen jedes Einzelnen eingehen! Dies gilt es in den kommenden Wochen weiter zu fokussieren“, so Chams Stützpunktleiter Andreas Herrmann.

Die restlichen drei Trainingseinheiten im Juni werden unter den oben beschriebenen Hygienevorschriften absolviert. Auch wenn die derzeitige Trainingssituation für alle Beteiligten noch ungewohnt und mit einem großen Aufwand verbunden ist, so überwiegt die Freude daran, dass wieder ein Trainingsbetrieb am DFB-Stützpunkt Cham angeboten werden kann und der erste Schritt in Richtung zur Normalität gemacht wurde.

Aufrufe: 011.6.2020, 13:15 Uhr
MLAutor

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