2024-04-23T13:35:06.289Z

Allgemeines
Glaubte nicht an eine Fortsetzung des Pilotprojekts: Kreisspielleiter Heinz Eckl.
Glaubte nicht an eine Fortsetzung des Pilotprojekts: Kreisspielleiter Heinz Eckl. – Foto: Halmel/Archiv

Deutliches Abstimmungs-Ergebnis: Der Zugspitz-Kreis kehrt zum alten Spielmodus zurück

Rückkehr schon zur neuen Saison

Das Votum ist eindeutig: Über 90 Prozent der Vereine im Zugspitzkreis sprechen sich in einer Abstimmung gegen die Fortführung des Pilotprojekts aus

Landkreis – Das zweijährige Pilotprojekt eines neuen Spielmodus, zu dem sich vor der Spielzeit 2022/23 noch 68 Prozent der Fußballvereine in der Zugspitzgruppe ausgesprochen hatten, gehört in der neuen Saison der Vergangenheit an. 173 von 185 Vereinen, die an der Abstimmung teilgenommen haben, sprachen sich für eine Rückkehr zum alten Spielsystem aus. Das sind 93,5 Prozent.

Heinz Eckl: „Schade um die viele Arbeit und den Aufwand“

„Dass der neue Spielmodus durchfällt, war uns bewusst“, sagte Kreisspielleiter Heinz Eckl. „Dass das Ergebnis allerdings so deutlich ausfällt, ist schon sehr ernüchternd.“ Trotzdem sei es einen Versuch wert gewesen. „Das Ergebnis müssen wir nun akzeptieren und respektieren. Schade um die viele Arbeit und den Aufwand. Jetzt gilt es, nicht zurückzuschauen, sondern nach vorne“, so der Kreisspielleiter.

Eckl hatte sich im Vorfeld gewünscht, dass möglichst alle Vereine an der Befragung beteiligen. Der Wunsch ging nicht ganz in Erfüllung. Stimmberechtigt waren 213 Vereine, 28 davon (13 Prozent) haben sich nicht geäußert. Eine klare Absage erteilten die Vereine dem Vorhaben, die C-Klasse in eine Freizeitliga umzuwandeln. Nur 17 Vereine waren dafür. Abgelehnt wurde auch, den Freitag als zusätzlichen Regelspieltag einzuführen. 70 Vereine sprachen sich dafür aus, 115 waren dagegen.

Mehr Spieltage und mehr Absteiger

Die Rückkehr zum alten Spielsystem bringe auch Nachteile mit sich, so Eckl. So werde es mehr direkte Absteiger aber auch mehr Releganten geben. Die Saison wird in der Kreisliga und Kreisklasse bei je 15 oder 16 Mannschaften 30 Spieltage haben, das alternative System hatte 24. Wie groß die B- und C-Klassen werden, hänge von den Meldezahlen ab. Die Mehrzahl der Vereine tendierte bei der Abstimmung dabei für maximal zwölf Mannschaften pro Liga.

Ein Gutes habe das Pilotprojekt aber trotz allem mit sich gebracht, so Eckl. „Wichtig war die Gründung der Arbeitsgruppe.“ In der Form habe es so etwas bisher nicht gegeben. „Ich empfinde es heutzutage nahezu als Pflicht, die Vereine bei grundlegenden Entscheidungen zu hören. Man muss die Vereine mit ins Boot nehmen, auch um transparent zu sein.“ (Dieter Metzler)

Aufrufe: 026.1.2024, 12:08 Uhr
Dieter MetzlerAutor