
„Des kann's doch ned sa!“ Nach dem Finale der Hallenmeisterschaften im Landkreis Freyung-Grafenau war Jan Leimpek deutlich hörbar aber mal so richtig unzufrieden und enttäuscht. Gerade eben hatte der TSV Mauth um den besten Torjäger des Turniers (13 Tore) das FRG-Endspiel denkbar knapp und unglücklich gegen den SV Grainet verloren. Auch im Vorjahr musste sich der Bezirksligist mit dem zweiten Platz (hinter Röhrnbach) begnügen. Es folgten in dieser Hallensaison noch: Platz 3 bei der Kreismeisterschaft und Rang 4 bei der Niederbayerischen.
Ist man im Lager des Traditionsvereins am Boden zerstört, weil es – trotz guter Leistungen – nicht für mindestens einem Titel gereicht hat? Befürchtet man angesichts dieser Enttäuschungen sogar negative Auswirkungen auf die Freiluft-Saison, in deren Rahmen der Bezirksliga-Klassenerhalt einmal mehr das große Ziel ist? Etwaigen dahingehenden Spekulationen schiebt TSV-Trainer Robert Madl mit aller Vehemenz einen Riegel vor. „Wir verbuchen die Hallensaison als Erfolg“, lässt der 42-Jährige überhaupt keinen Interpretationsspielraum.
Angesprochen auf die in der Einleitung erwähnten Worte von Jan Leimpek, macht der ehemalige Klasse-Torwart deutlich: „Wer nach einer Niederlage nicht enttäuscht ist, ist fehl am Platz. Mir gefallen solche Reaktionen. Denn unser Fokus lag im vergangenen Jahr auch darauf, dass wir wieder einen unbedingten Siegeswillen entwickeln - und da befinden wir uns auf einem guten Weg.“ Die Negativität seiner Nummer 10 sei nur eine temporäre Angelegenheit gewesen, betont Madl. „Im nächsten Moment war er bereits wieder voll motiviert, was absolut für seine tolle Einstellung spricht.“

Freilich, das gibt der Mauther Trainer – der jüngst sein einjähriges Jubiläum feiern konnte – offen zu, nage es an ihm und dem ganzen Team, dass vor allem der FRG-Pokal nicht mehr an den Lusen will. Weiterhin ist der TSV Rekordsieger der Hallenmeisterschaften im Landkreis Freyung-Grafenau. Inzwischen dürfte der Bezirksligist aber auch Rekord-Finalverlierer sein. „Irgendwie will es nicht mehr klappen, aber wir lassen nicht locker“, sagt Madl, der auch als Spieler nie den Cup in Händen halten durfte, dazu.
Der große Triumph – in allen drei offiziellen Verbandsturnieren – sei immer wieder an den berühmt-berüchtigten Kleinigkeiten gescheitert. Mal wurde ein Ball abgefälscht, oft stand der Pfosten im Wege – insgesamt fehlte das nötige Quäntchen Glück. „Aber deshalb liegt Mauth nun nicht in Trümmern“, betont der 42-jährige Coach schmunzelt. „Die Jungs haben das richtig gut gemacht und sich super verkauft.“ Vor allem in Deggendorf (Kreismeisterschaft) und Landshut (Niederbayerische) hätte man überregional Werbung für sich machen können.
Und, noch viel wichtiger: Obwohl der große Wurf nicht gelang, konnte man sich unterm Dach das nötige Selbstbewusstsein für die Früjahrsrunde holen, ist Madl überzeugt. „Wir werden das positive herausziehen und die klare Zielsetzung Klassenerhalt angehen.“ Kann der TSV Mauth ein weiteres Bezirksliga-Jahr (möglichst bald) fixieren, wird auch „Zaubermaus“ Leimpek nicht mehr enttäuscht sein. Garantiert...
