
... und ausgerechnet Torjäger Markus Lendrich droht auszufallen. Der 28-Jährige, der in 24 Spielen bereits 17 Treffer erzielt hat, laboriert aktuell an einer Verletzung am rechten Fuß. Trotzdem blickt der Angreifer kämpferisch auf das Duell mit dem Favoriten aus der Kreisstadt.
Verletzung bremst den Torjäger aus
Beim wichtigen Sieg in der vergangenen Woche fehlte Lendrich erstmals in dieser Saison. Für den Offensivspieler keine einfache Situation. „Ja aktuell laboriere ich mit einer Verletzung am rechten Fuß aus dem Training“, erklärt er. Eine genaue Diagnose stehe noch aus: „Leider weiß ich noch nicht, wie die nächsten Wochen aussehen werden.“ Auch für das Derby sieht es eher schlecht aus. „Fürs Wochenende wird es höchstwahrscheinlich nicht reichen“, sagt der 28-Jährige, der mit seinen 17 Saisontoren maßgeblichen Anteil daran hat, dass Großrudestedt weiterhin über dem Strich steht. Dennoch vertraut er seiner Mannschaft voll und ganz. „Natürlich ist es nicht schön, wenn man in solchen Situationen nicht dabei sein kann, aber ich vertraue den Jungs zu 100 Prozent.“
Im Tabellenkeller der Landesklasse II bleibt die Lage weiter eng. Durch mehrere Aufstiegsverzichte ist die Zahl der möglichen Absteiger schwer einzuschätzen – ein Thema, das auch Markus Lendrich beschäftigt. „Der Abstiegskampf ist in der Landesklasse immer eine spannende Angelegenheit“, sagt er. „Die letzten Jahre ging es in diesem Thema immer hin und her.“ Dass Vereine trotz sportlicher Qualifikation auf den Aufstieg verzichten, sieht der Stürmer mit gemischten Gefühlen. „Sportlich kann ich das nicht verstehen, da ich denke, dass man aufsteigen sollte, wenn man am Ende oben steht.“ Gleichzeitig zeigt er aber auch Verständnis für die Vereine: „Natürlich verstehe ich aus ehrenamtlicher Tätigkeit die Vereine. Der Aufwand wird größer, die Ausgaben höher und am Ende leidet ein ganzer Verein darunter.“ Für Großrudestedt sei deshalb klar, worauf es ankommt: „Am Ende ist es so wie es ist, unser Ziel muss es sein, nicht davon abhängig zu sein.“
Dass zwischen Großrudestedt und Sömmerda nur rund zwölf Kilometer liegen, macht das Duell zusätzlich brisant. Für Lendrich ist die Partie etwas Besonderes. „Das Derby hat absolut seinen Charme“, sagt er. „Sömmerda ist am Ende die Kreisstadt unseres Landkreises und für uns als kleines Dorf ist es natürlich eine Ehre, sich mit dieser Stadt und dessen Verein messen zu dürfen.“ Der Angreifer erwartet ein intensives, aber respektvolles Aufeinandertreffen. „Es wird ein sehr emotionales, aber auch faires Spiel werden, da sich viele der Spieler untereinander kennen und auch sehr schätzen.“
Die Rollen vor dem Derby scheinen verteilt zu sein. Der FSV Sömmerda spielt eine starke Saison und wird von vielen als Favorit gesehen. Besonders die Arbeit des neuen Trainers imponiert Lendrich. „Der FSV spielt eine klasse Saison. Gerade durch den neuen jungen Trainer K. Floßmann, haben sie nochmal richtig Qualität in das schon sehr gute Team bekommen.“ Trotzdem fährt Großrudestedt nicht chancenlos nach Sömmerda. „Sömmerda ist zwar der Favorit, aber unser Ziel ist es, mit unseren Eigenschaften, die wir leben, bis zum Ende dagegen zu halten.“ Und wie in jedem Derby gilt auch für Markus Lendrich am Ende nur eine Wahrheit: „Ein Spiel geht immer bei 0:0 los.“