
Der 23. Spieltag der Gruppenliga Kassel 2 verteilt die Spannung diesmal in alle Richtungen. Ganz oben schaut vieles auf TSG Sandershausen und TuSpo Rengershausen, die punktgleich an der Spitze stehen, während dahinter FSC Lohfelden, FC Bosporus Kassel und TuSpo Grebenstein um die Verfolgerrolle ringen. Unten wird es für TSV Holzhausen, SG Hombressen/Udenhausen, TSG Wilhelmshöhe, SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen, VfL Wanfried und SV Espenau mit jedem Wochenende enger, weil bei möglichen fünf Absteigern kaum noch Puffer bleibt.
Direktes Kellerderby
Wenn der 13. beim 12. antritt, braucht es keine große Deutung: Das ist ein Spiel mit erheblichem Gewicht im Abstiegskampf. Holzhausen/Reinhardswald steht nach dem 1:6 bei Bosporus unter Druck, Hombressen/Udenhausen kommt dagegen mit Rückenwind aus dem spektakulären 4:3 gegen Wilhelmshöhe. Für beide gilt: Ein Sieg würde die Lage sofort aufhellen, eine Niederlage würde die Sorgenlage verschärfen.
Primus zu Gast
Der VfL Wanfried steckt mit neun Punkten tief im Keller und braucht dringend ein Signal, bekommt aber ausgerechnet die offensivstärkste Mannschaft der Liga vor die Brust. TuSpo 1912 Rengershausen reist als punktgleicher Tabellenführer an und hat mit 80 Toren in 20 Spielen die klar beste Angriffsreihe des Feldes. Alles andere als ein Auswärtssieg wäre eine Überraschung, gerade weil Rengershausen im Titelrennen mit Sandershausen keinen Schritt verlieren will.
Spitze verteidigen
Die TSG Wilhelmshöhe hat mit dem 1:0 gegen Bosporus und trotz der 3:4-Niederlage in Hombressen gezeigt, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat. Nun kommt mit TSG Sandershausen der andere Spitzenreiter, der nach dem 4:2 im Topspiel gegen Lohfelden mit breiter Brust anreist. Die Rollen sind klar verteilt, aber Wilhelmshöhe hat zuletzt immerhin bewiesen, dass es Favoriten ärgern kann.
Vorsicht geboten
Der SV Kaufungen 07 hat beim 0:4 in Wolfsanger einen Dämpfer kassiert und will zuhause sofort reagieren. Bosporus Kassel hat seinerseits mit dem 6:1 gegen Holzhausen die Antwort auf das kleine Formtief gegeben und steht mit 37 Punkten wieder direkt in der Verfolgergruppe. Das Duell verspricht viel, weil beide Mannschaften eher nach vorn als nach unten schauen wollen – Kaufungen für die Stabilisierung im Mittelfeld, Bosporus für den Kontakt zu Lohfelden und Grebenstein.
Anschluss oder Rückschlag?
Der TSV Hertingshausen ist nach dem 2:3 in Reinhardshagen auf Rang zehn abgerutscht und braucht ein Resultat, um nicht weiter ins enge Mittelfeld hineingezogen zu werden. TuSpo Grebenstein hat wegen des abgesagten Spiels gegen Wanfried zwei Partien weniger als die direkte Konkurrenz und kann mit einem Sieg sofort wieder stärker nach oben schauen. Für Hertingshausen ist es ein unangenehmes Heimspiel, für Grebenstein die Chance, die schiefe Tabelle zu seinen Gunsten zu begradigen.
Klares Derby erwartet?
Der SV Espenau bleibt nach dem 2:7 in Baunatal mit vier Punkten abgeschlagen Letzter und braucht inzwischen beinahe in jeder Partie ein kleines Wunder. SG Reinhardshagen reist dagegen mit dem 3:2 gegen Hertingshausen im Rücken an und kann mit einem Auswärtssieg die gute Position im oberen Mittelfeld festigen. Auf dem Papier ist die Lage deutlich, für Espenau zählt aber längst jeder Punkt als Hoffnungsträger.
Wolfsanger on Fire
Für die SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen wird die Luft auf Rang 15 langsam dünn, zumal das direkte Kellerduell in Rothwesten zuletzt ausgefallen ist. TSV Wolfsanger kommt dagegen mit dem klaren 4:0 gegen Kaufungen und inzwischen 35 Punkten als formstarke Mannschaft nach Breuna. Wettesingen braucht dringend Zählbares, Wolfsanger kann sich mit dem nächsten Sieg weiter in der oberen Tabellenhälfte festbeißen.
Verfolgerduell in Lohfelden
Der FSC Lohfelden hat das Topspiel in Sandershausen trotz zwischenzeitlicher Führung noch 2:4 verloren und will nun die passende Reaktion zeigen. Mit Eintracht Baunatal kommt allerdings eine Mannschaft, die beim 7:2 gegen Espenau offensiv mächtig Selbstvertrauen getankt hat. Für beide ist es ein Spiel mit Blick auf die obere Hälfte: Lohfelden will Rang drei im Auge behalten, die Großenritter können mit einem Ausrufezeichen weiter nach oben schielen.