2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Zum Lokalderby Furth gegen Arnschwang werden viele Zuschauer an der Wutzmühle erwartet.
Zum Lokalderby Furth gegen Arnschwang werden viele Zuschauer an der Wutzmühle erwartet. – Foto: Simon Tschannerl/Archiv

Derbyfieber an der Landesgrenze – Wernberg peilt Topspiel-Sieg an

Bezirksliga Nord, 16. Spieltag: FC Amberg mit ekeliger Auswärtsaufgabe im Chambtal +++ Tore garantiert bei Vohenstrauß gegen Inter Amberg +++ Tännesberg erwartet Weiden II

Der FC Weiden-Ost kommt in den Genuss, den ersten Rückrunden-Spieltag der Bezirksliga Nord zu eröffnen. Bereits am Samstag begrüßen die Ostler die Sportfreunde Upo. Alle weiteren Begegnungen gehen erst am Sonntag über die Bühne. Herauszuheben ist das Lokalderby FC Furth im Wald gegen DJK Arnschwang, in dem es um wichtige Punkte gegen den Abstieg geht. Interessant dürfte das Kräftemessen des TSV Tännesberg mit der SpVgg SV Weiden II werden. Spitzenreiter FC Amberg muss bei der SG Chambtal Farbe bekennen. Größter Fokus gilt aber einem Top-Spiel. Der formstarke FC Wernberg, mittlerweile in den Top-5 zu finden, macht seine Aufwartung beim Rangzweiten FC Raindorf.

Samstag


Hinspiel: 1:1. Bei Tim Schlesinger vom FC Weiden-Ost (7., 24) haben sich die schlimmen Befürchtungen bestätigt. Riss des vorderen Kreuzbandes lautet die bittere Diagnose. Damit ist die Saison wohl beendet für den jungen Abwehrmann. Schlesingers Mannschaft möchte – auch für ihren Schwerverletzten – mit einem Heimsieg in die Rückrunde starten. Mit den SF Upo (9., 22) kreuzt ein Aufsteiger an der Stresemannstraße an, dessen Hinrunde unter die Kategorie „nicht Fisch und nicht Fleisch“ fällt. Der ein oder andere Punkt mehr wäre durchaus drin gewesen. Personell gestaltet sich die Lage weiterhin nicht einfach. Immerhin konnte Upo letzte Woche den kleinen Negativtrend stoppen, mit einem mühevollen Last-Minute-Sieg bei Schlusslicht Schirmitz.


Sonntag


Hinspiel: 2:1. Trotz Führung und einer frühen Roten Karte an den Gegner, ging der FC Wernberg (5., 26) im Hinspiel gegen den FC Raindorf (2., 33) letztlich leer aus. „Da mussten wir eine der dämlichsten und unnötigsten Niederlage meiner Laufbahn hinnehmen“, wurmt Wernbergs Spielertrainer Bastian Lobinger das Geschehene immer noch. Dementsprechend reisen die seit acht Spielen unbesiegten Wernberger mit einer Portion Wut im Bauch vor die Tore Chams. „Wir wollen gegen einen guten Gegner mit starken Einzelspielern eine ähnliche Leistung zeigen wie im Hinspiel, jedoch gepaart mit der nötigen Effektivität, um dort erfolgreich zu sein“, sagt Lobinger, der auch für die Rückserie im Ganzen ein klares Ziel ausgibt: „Generell wollen wir in der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde. Beginnen wollen wir mit einem Sieg in Raindorf.“ Die Gastgeber präsentieren sich in bestechender Form, haben sechs der sieben Spiele gewonnen.


Hinspiel: 4:0. Tatenlos zuschauen musste der 1.FC Schlicht (10., 20) am vergangenen Wochenende. Das Heimspiel gegen die SpVgg SV Weiden II konnte wegen einer Platzsperre nicht stattfinden. Somit konnte die Ellmeier-Elf vorerst auch nicht nachlegen, auf den wichtigen Auswärtssieg bei Inter Amberg. „Verpasstes“ könnten die Grün-Weißen am Sonntag nachholen. Es reist die SpVgg Pfreimd (4., 26) an, die aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Aktuell ist die Mannschaft von Coach Mike Hartlich gut drauf – was sie erneut unter Beweis stellen möchte. Ein erfolgreicher Rückrundenauftakt ist das Ziel.


Hinspiel: 0:2. Nicht zufrieden ist man beim TSV Tännesberg (11., 18) mit dem Abschneiden in der ersten Saisonhälfte. Platz elf war nicht der Anspruch des Vereins. Zuletzt zeigte die Leistungskurve aber wieder nach oben. Lohn gab es in Form des 2:0-Sieges gegen Inter Amberg. Eine andere Kragenweite besitzt der kommende Gegner. Die SpVgg SV Weiden II (6., 25) war zwischenzeitlich Tabellenführer, ließ in den letzten Wochen jedoch immer wieder Federn und wurde auf Platz 6 durchgereicht. Umso größer ist das Bestreben der SpVgg, es in der Rückrunde besser zu machen. Dieses Ziel verfolgen auch die Tännesberger: „Wir sind brutal motiviert, die Rückrunde positiv zu starten“, betont ihr Spielercoach André Klahn gegenüber Oberpfalz Medien. Nebenbei freut sich Klahn auf das Wiedersehen mit den alten Weggefährten Josef Rodler und Stefan Graf.


Hinspiel: 3:1. Fabian Hirmer gibt sich keinen Illusionen hin: „Wenn du in den nächsten zwei, drei Wochen kein Spiel gewinnst, ist der Zug abgefahren“, sagte der Trainer der SpVgg Schirmitz (16., 1) unter der Woche im Gespräch mit FuPa. Hirmers Mannschaft wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg. Viele dürften die SpVgg schon abgeschrieben haben. Doch genau daraus will der Aufsteiger Kraft schöpfen. Im Grunde gibt es ja nichts mehr zu verlieren. Ob es im 16. Anlauf mit dem ersten Siegesschrei klappt? Schwer vorstellbar, geht es doch zum Rangdritten SV Hahnbach (32). Die Platzherren gehen mit der Empfehlung von vier Siegen am Stück ins Spiel. Natürlich wäre alles andere als ein Heimsieg eine Enttäuschung zum Rückrundenstart.


Hinspiel: 0:2. Mehr Derby geht nicht in der Bezirksliga Nord. An der tschechischen Grenze kommt es zum Lokal-Schlager zwischen dem FC Furth im Wald (15., 11) und dem Nachbarn DJK Arnschwang (12., 16). Neben viel Prestige geht es um wichtige Punkte. Fünf Zähler hinten dran, stehen die Drachenstädter nochmal mehr unter Zugzwang. Außerdem sinnen sie auf Revanche für die Hinspielniederlage. „Der Tabellenkeller ist wie Treibsand – wir müssen weiter strampeln. Die Mannschaft beweist Woche für Woche Charakter und lässt das Herz am Platz. Irgendwann werden wir dafür auch wieder belohnt werden“, unterstrich FC-Trainer Alois Stoiber nach der bitteren Last-Minute-Niederlage gegen Pfreimd. Auch Arnschwang haderte am letzten Spieltag. Zum einen mit einer schwachen Schiedsrichterleistung. Und zweitens mit der eigenen Chancenausbeute. Resultat daraus war eine unnötige 1:3-Pleite in Hahnbach.


Hinspiel: 0:3. In beeindruckender Manier marschiert Herbstmeister FC Amberg (1., 34) zurzeit durch die Liga. Sieben Siege in Folge sind ein echtes Statement. Die Mannschaft hat gelernt und verinnerlicht, auch enge Partien an sich zu reißen. Auf die unten drinsteckende SG Chambtal (14., 13) wartet also eine mega-hohe Hürde. Zuletzt blieb der Aufsteiger drei Mal ohne Punktgewinn. „Wir werden wir die Situation richtig einordnen, die Köpfe hoch nehmen und nächste Woche wieder angreifen“, gab sich Übungsleiter Tobias Berger nach der jüngsten Heimpleite gegen Wernberg kämpferisch. Am Sonntag ist Bergers Team krasser Außenseiter und kann daher befreit aufspielen. Heißt auch: Das könnte eklig werden für den Tabellenführer!


Hinspiel: 5:3. Tore sind in diesem Duell garantiert! In der Hinrunde waren sowohl bei Spielen der SpVgg Vohenstrauß (8., 23) als auch des SV Inter Bergsteig Amberg (13., 14) Tore en masse zu bewundern. Ein Paradebeispiel war schon allein das 5:3 am ersten Spieltag. Die Vohenstraußer Punktausbeute von 23 Zählern ist durchaus als zufriedenstellend zu bewerten. Bedenkt man jedoch, dass man mit 44 erzielten Toren den Spitzenwert der Liga hält, hätte die Bilanz durchaus noch besser ausfallen müssen. Verhindert wurde dies durch die hohe Anzahl an Gegentoren, so wie zuletzt bei den deftigen Niederlagen in Wernberg und gegen den FC Amberg. Genau daran will SpVgg-Trainer Martin Schuster ansetzen und in den folgenden Spielen deutlich weniger Tore kassieren. „Wenn wir die Abwehr stabilisieren, dann werden wir in den nächsten Wochen sicher noch erfolgreicher sein können“, sagt Schuster. „Gegen Inter Bergsteig Amberg wollen wir konsequenter gegen den Ball agieren und insgesamt kompakter auftreten. Wir nehmen die Favoriten-Rolle an, wissen aber auch, dass kein Spiel ein Selbstläufer ist und wir daher vollkonzentriert in die Partie gehen müssen.“ (mwr)

Aufrufe: 017.10.2025, 09:30 Uhr
Florian WürtheleAutor