
Wenn der SC Rönnau am Samstag den SV Todesfelde II empfängt, steht mehr als nur ein gewöhnliches Ligaspiel auf dem Programm. Im direkten Duell zweier Mannschaften aus dem unteren Tabellenmittelfeld geht es um wichtige Punkte, aber auch um ein Stück sportliche Stabilität in der entscheidenden Phase der Saison.
Die Ausgangslage ist dabei klar umrissen, aber keineswegs eindeutig: Todesfelde reist mit 29 Punkten als Tabellenelfter an, Rönnau folgt dicht dahinter mit 27 Zählern. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Partie, zumal beide Teams zuletzt gezeigt haben, dass sie durchaus konkurrenzfähig sind, auch wenn die Ergebnisse nicht immer konstant ausfallen.
Todesfelde musste sich am vergangenen Spieltag dem Spitzenreiter SC Rapid Lübeck mit 0:3 geschlagen geben, hielt die Partie nach frühem Rückstand aber über weite Strecken offen. Rönnau wiederum trotzte dem VfR Horst ein 1:1 ab und bewies dabei Moral, nachdem die Führung aus der 50. Minute nicht zum Sieg reichte.
Die emotionale Komponente dürfte im direkten Aufeinandertreffen eine zusätzliche Rolle spielen. Todesfelde-Trainer Sebastian Fojcik spricht im Vorfeld bewusst von einem besonderen Spiel: „Für beide Mannschaften natürlich ein wichtiges Spiel. Wir wollen an unsere guten Auftritte der letzten Wochen anschließen und wissen, dass das Derby uns alles abverlangen wird.“
Gerade die Atmosphäre könne ein Faktor werden, so Fojcik weiter: „Auf die Atmosphäre kann man sich nur freuen!“ Gleichzeitig wird entscheidend sein, wie gut seine Mannschaft die Balance zwischen Einsatz und Struktur findet, nachdem zuletzt gegen Rapid vor allem in der Anfangsphase zu viele Fehler gemacht wurden.
Ein Blick auf das Hinspiel spricht zunächst für die Gäste: Beim klaren 3:0-Erfolg setzte sich Todesfelde deutlich durch. Doch die aktuelle Tabellenkonstellation und die jüngsten Auftritte beider Teams deuten auf eine deutlich ausgeglichenere Begegnung hin, in der Nuancen über Sieg oder Punktgewinn entscheiden dürften.