2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligavorschau
Ein echter Prüfstein für den FC Amberg: Michel Silva Pereira (links), Matthew Carswell und Konsorten dürfen sich in Hahnbach beweisen.
Ein echter Prüfstein für den FC Amberg: Michel Silva Pereira (links), Matthew Carswell und Konsorten dürfen sich in Hahnbach beweisen. – Foto: Pohsygraphix

Derby und Spitzenspiel: Hahnbach mit Wut im Bauch

Bezirksliga Nord, 11. Spieltag: Tännesberg muss sich mit Primus Raindorf herumschlagen +++ Legen formstarke Pfreimder und Wernberger auswärts nach?

Die elfte Runde in der Bezirksliga Nord wird von einer Partie komplett überstrahlt. Am Sonntag laufen sich der Rangzweite SV Hahnbach und der Dritte FC Amberg über den Weg. Dass es sich um ein Nachbarschaftsduell handelt, verleiht dem Clash zusätzliche Würze. Bereits am Samstag genießen die Aufsteiger SG Ursulapoppenricht und FC Furth im Wald Heimrecht. Beide Teams haben schwierige Aufgaben vor der Brust. Der jeweilige Gegner SpVgg Pfreimd bzw. FC Wernberg ist nämlich ziemlich formstark. Tabellenführer FC Raindorf ist unterdessen in Tännesberg gefordert, während die SpVgg SV Weiden II bei Kellerkind DJK Arnschwang vor einer unbequemen, aber vermeintlichen Pflichtaufgabe steht.

Samstag


Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen: Mit breitgeschwellter Brust reist die SpVgg Pfreimd (5., 17) am Samstag zu den Sportfreunden nach Ursulapoppenricht (11., 13). „Bei der SpVgg SV Weiden konnten wir ein Ausrufezeichen setzen. Aufgrund der frühen Roten Karte ist es ein anderes Spiel geworden als erwartet, blickt SpVgg-Coach Michael Hartlich nochmal auf den 1:0-Triumph am Wasserwerk zurück. Zur Aufgabe bei Upo sagt Hartlich: „Nach fünf Spielen ohne Niederlage wollen wir unsere Serie ausbauen. Gegen einen starken Aufsteiger werden wir wieder alles geben müssen, um erfolgreich zu sein.“ Die Hausherren haben sich mittlerweile in der Liga akklimatisiert, und wollen am heimischen Platz ganz sicher nicht leer ausgehen.


Nach drei Unentschieden am Stück und anschließenden Niederlagen gegen Raindorf und bei Weiden-Ost, steht der FC Furth im Wald (12., 10) unter Zugzwang. Um nicht in den Abstiegssog gezogen zu werden, muss mal wieder ein Dreier her. Zu Gast an der Landesgrenze ist diesmal der formstarke FC Wernberg (7., 15). „Nach drei verdienten Siegen sind wir gut in Form und wollen weiterhin dreifach punkten“, sagt dessen Spielertrainer Bastian Lobinger, der aber auch weiß: „Wir werden eine konzentriere und effektive Leistung benötigen, um die bisher starke Defensive der Further zu bezwingen.“ Die Personalsituation im Wernberger Lager ist weiterhin etwas angespannt, „aber davon wollen wir uns nicht aufhalten lassen“.


Sonntag


Unter ihrem neuen Trainer Erich Hartl gelang der Mannschaft der DJK Arnschwang (15., 7) bislang noch nicht die Trendwende. Zwei Niederlagen und ein Remis stehen seit Hartls Amtsantritt zu Buche. Besonders schmerzhaft war die 2:6-Klatsche letzte Woche beim direkten Konkurrenten Inter Amberg. Jetzt soll der Turnaround her. Allerdings hat es die kommende Heimaufgabe in sich. Die spielstarke U23 der SpVgg SV Weiden (4., 19) reist an – und hat sich fest vorgenommen, die Niederlage gegen Pfreimd wieder auszumerzen. Mit einem Auswärtsdreier möchte die Rodler-Crew ihre Stellung in der Spitzengruppe weiter festigen. Abwehrmann Christian Langendorf fehlt der SpVgg rotgesperrt.


Unnötig wie ein Kropf war aus Sicht des TSV Tännesberg (9., 14) die Niederlage im Chambtal. Trotz Pausenführung und einer zunächst souveränen Vorstellung setzte es am Ende ein 1:2. Von „zwei sehr gebrauchten Spieltagen“ sprach hinterher Spielercoach André Klahn, dessen Team nun den Tabellenführer FC Raindorf (21) empfängt. Die Mannschaft von Karl-Heinz Pittoni präsentiert sich derzeit in starker Verfassung, was der 4:0-Heimerfolg gegen Schlicht untermauerte. Für die Gastgeber gilt es, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben und die Schaltkreise der Raindorfer Offensivleute um Top-Torjäger Luca Politanow einzudämmen.


Auf und ab ging's zuletzt ergebnistechnisch beim 1.FC Schlicht (6., 16). Auf ein 4:0 gegen Chambtal folgte eine 0:4-Pleite in Raindorf – wo man freilich mal verlieren darf. Dennoch dürfte sich das Trainerteam auch mal wieder zwei Siege am Stück wünschen. Zumal richtungsweisende Wochen anstehen. Am Sonntag reist der FC Weiden-Ost (8., 15) an, für den Ähnliches gilt. Der souveräne Heimerfolg gegen Furth darf den Ostlern hoch angerechnet werden, ist die Personallage doch immer noch angespannt. Im Vilsecker Ortsteil soll nachgelegt werden.


Diese Partie überstrahlt den restlichen Spieltag! In Hahnbach kommt es zum Spitzenspiel Zweiter gegen Dritter, des SVH (20) gegen den FC Amberg (19). Dass es sich um ein Nachbarschaftsduell handelt, verleiht dem Ganzen zusätzliche Würze. Selbstbewusst dürften die Gäste zu Werke gehen. Letzten Sonntag ließen Burger, Schmien & Co. in Schirmitz die Muskeln spielen, gewannen 7:1. Bärenstark war der dreifach erfolgreiche Michel Silva Pereira. Ohne den Schirmitzern zu nahe zu treten: In Hahnbach dürfte der FCA nun deutlich mehr gefordert sein. Zumal die Hausherren mit Wut im Bauch antreten. Spielertrainer Bastian Freisinger betitelte die vergangene 0:4-Pleite in Wernberg als „Wahnsinn: Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft mit den besseren Torchancen.“ Und er gab gleich das Motto fürs Derby am Sonntag vor: „Mund abputzen und in die Spur zurückkehren.“


Allmählich das Punkten anfangen muss Tabellen-Nachzügler SpVgg Schirmitz (16., 1). Was anderes bleibt der Hirmer-/Peetz-Truppe ja nicht übrig. Zum rettenden Ufer müssen bereits neun Zähler aufgeholt werden. Eine Woche nach dem Heimdebakel gegen den FC Amberg geht es im dritten Heimspiel in Folge gegen den SV Inter Bergsteig Amberg (13., 10). Das sind die Spiele, in denen der Aufsteiger punkten muss, um eine reelle Chance auf den Klassenerhalt zu haben! Derweil standen Spiele mit Beteiligung des Inter zuletzt für Spektakel. Es fielen massig Tore. Der jüngste 6:2-Sieg gegen Arnschwang war wieder ein Paradebeispiel. Aber gegen ein dreckiges 1:0 auswärts hätten die Spielertrainer Jurek und Ceesay sicherlich auch mal nichts einzuwenden...


Zehn Gegentore kassierte die SpVgg Vohenstrauß (10., 14) in den letzten zwei Spielen. Von weit oben in der Tabelle rauschte die Schuster-Elf durch die aktuell Ergebnisdelle runter auf Platz zehn. Folglich wird am Sonntag die Trendwende angestrebt. Ein Heimdreier ist das klare Ziel. Zu Gast im Vohenstraußer Sportzentrum ist die SG Chambtal (14., 10). Der Aufsteiger hat aktuell einen der Relegationsplätze inne und steht somit ebenfalls unter Zugzwang. Als Mutmacher dient der harterkämpfte 2:1-Triumph gegen Tännesberg letzte Woche.

Aufrufe: 019.9.2025, 09:20 Uhr
Florian WürtheleAutor