2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Derby-Knaller beim SV Budberg unter Flutlicht

Der SV Budberg kann im Landesliga-Topduell am Freitag im Scania-Sportpark gegen den SV Scherpenberg an die Tabellenspitze klettern. Welche Bilanz für die Rheinberger spricht, warum die Moerser mit breiter Brust auflaufen.

von Fabian Kleintges-Topoll · Gestern, 23:00 Uhr · 0 Leser
Der SV Scherpenberg gewann das Hinspiel.
Der SV Scherpenberg gewann das Hinspiel. – Foto: IMAGO / Funke Foto Services

Flutlicht-Derby und Topspiel in einem: Zur ungewöhnlichen Anstoßzeit am Freitagabend (20 Uhr) empfängt der Tabellenzweite SV Budberg den Dritten SV Scherpenberg. Die beiden Spitzenteams eröffnen den 24. Spieltag der Landesliga und liefern den perfekten Rahmen für ein packendes Lokalduell. Das sind die wichtigsten Fakten im Vorfeld.

Formstarke Konkurrenten Mit dem getankten Selbstvertrauen von jahresübergreifend sieben Siegen in Folge ist der SV Budberg aktuell kaum zu stoppen. Nach zuvor vielen klaren Erfolgserlebnissen hob Trainer Tim Wilke nach dem spät erkämpften Arbeitssieg und gedrehten Rückstand am Sonntag in Kray (2:1) vor allem die Mentalität seiner Mannschaft hervor.

Der SV Scherpenberg fand nach seiner kleinen Ergebniskrise zu Beginn der Rückrunde eindrucksvoll zurück in die Spur. Auf die erste Niederlage im 13. Spiel unter Sven Schützek folgten ein Remis in Schönebeck und zuletzt zwei überzeugende Heimsiege gegen Mintard (5:3) und Goch (3:0).


Perfekter Rahmen

Die Vorfreude ist auf beiden Seiten groß. „Beide Mannschaften haben sich dieses Spiel durch ihre Leistungen und Serien verdient. Derby, Zweiter gegen Dritter, Flutlicht – ein toller Rahmen für ein spannendes Spiel“, freut sich Wilke. Der Coach fordert: „Es braucht über 90 Minuten höchste Konzentration, Laufbereitschaft und Intensität.

Für Schützek wird vor allem die Tagesform entscheidend sein: „Es ist völlig egal, wer zuletzt wie gut performt hat. Wir haben nach dem holprigen Start wieder eine breite Brust, auch wenn wir die Bonuspunkte vom GSV-Rückzug verspielt haben. Ich erwarte ein leidenschaftliches Derby gegen einen hochmotivierten Gegner, vor einer schönen Kulisse.“


Budberger Heimvorteil?

Auf dem Kunstrasen an der Rheinkamper Straße musste der SVB bislang nur zwei Niederlagen hinnehmen – beide in der Hinrunde gegen die Topteams aus Rellinghausen und Bottrop. Auch die jüngere Derby-Bilanz spricht für den SVB: Seit dem Aufstieg 2024 gingen beide Heimduelle gegen Scherpenberg an die Rheinberger. Zudem setzte sich der SVB sowohl 2024 als auch 2025 im Kreispokalfinale gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt durch.


Hinspiel als Warnung

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison entschied Scherpenberg für sich. Ende September kassierte Budberg in einem hitzigen Match (0:2) die erste von vier Saison-Niederlagen. Es war zugleich die erste Partie als Cheftrainer von Sven Schützek, der sein Team danach mit einem beeindruckenden Lauf stark auf Kurs brachte. Gabriel Derikx und Baha Arslanboga trafen im Herbst für die Moerser.


Das Personal

Coach Wilke kann im Kreis-Derby nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neben den wenigen Langzeitverletzten um Jamie van de Loo, der die Partie auf FuPa wie immer tickert, steht auch Schlüsselspieler Alessandro Hochbaum nach seinem Comeback in Essen wieder zur Verfügung. Beim SVS fehlen Ömer Akbel und Robin Fuhrmann wegen einer Knie- beziehungsweise Muskelverletzung. Emirhan Karaca ist gelbgesperrt.



Hundert-Tore-Marke Arslanboga ist mit zwölf Treffern bester Scherpenberger Torschütze. Auf Budberger Seite überragt weiterhin Moritz Paul: Mit 28 Saisontoren führt der Angreifer die Torjägerliste nicht erst seit seinem Doppelpack in Kray an und hat ein besonderes, persönliches Ziel vor Augen. Dem 22-Jährigen fehlen nur noch sechs Treffer zur Marke von 100 Landesliga-Toren. Aktuell liegt er 94 Buden in 92 Einsätzen.


Spannung im Aufstiegskampf

Zehn Spieltage vor Saisonende bleibt das Titelrennen völlig offen. Budberg liegt mit 48 Punkten nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Rellinghausen. Scherpenberg (45) hat sogar ein Spiel weniger absolviert und könnte mit einem Auswärtssieg und dem dann gewonnenen direkten Vergleich vorbeiziehen. Auch der zuletzt kriselnde VfB Bottrop (44) bleibt in Schlagdistanz.

Entwicklung als größter Erfolg

„Wir haben in der Hinrunde gegen alle Top-5-Teams verloren und wollen es jetzt besser machen“, betont Wilke. „Für uns ist die Saison schon jetzt ein voller Erfolg. Aber wenn wir es schaffen, bis zum Ende oben dranzubleiben und die anderen zu nerven, wäre das toll. Wie wir uns seit dem späten Herbst entwickelt haben, ist der größte Erfolg in dieser Saison“, sagt er weiter.