
Gründonnerstag bringt aus nordhessischer Sicht zwei brisante Hessenliga-Duelle: Im Parkstadion steigt das Nordhessenderby zwischen dem KSV Baunatal und dem CSC 03 Kassel, der SV Weidenhausen will nach der Klatsche im Hinspiel gegen den Hünfelder SV und dem zuletzt ordentlichen Heimtrend nachlegen.
Derby unter Flutlicht
Für die Baunis ist das Heimspiel gegen den CSC die Chance, den Platz im oberen Tabellendrittel zu festigen und nach dem 0:2 gegen Eintracht Frankfurt II direkt eine Antwort zu geben. Der CSC reist dagegen mit dem Druck des Abstiegskampfs an, nachdem die Rothosen zuletzt in Hanau 1:2 verloren und damit einen wichtigen Schritt verpassten.
Aus nordhessischer Sicht lebt dieses Spiel von der klaren Gegensätzlichkeit: hier die Baunis mit dem Blick nach oben, dort die Rothosen im Ringen um jeden Punkt. Für den CSC ist es nach den jüngsten schwankenden Wochen ein Charaktertest, für Baunatal die Gelegenheit, im Derby die Favoritenrolle zu bestätigen. Dass solche Konstellationen ihre eigene Dynamik entwickeln, versteht sich im Nordhessen-Duell fast von selbst.
Hinspiel-Wunde schließen
Die Adler gehen mit etwas Rückenwind in das Nachbarschaftsduell, weil der 2:1-Heimsieg gegen Darmstadt II gezeigt hat, dass Weidenhausen im eigenen Stadion wieder Widerstandskraft entwickeln kann. Die Aufgabe bleibt dennoch heikel: Hünfeld ist Siebter, stand zuletzt gegen Eddersheim stabil und hat nach Winterbeginn laut Weidenhäuser Vereinsangaben wieder klar Fahrt aufgenommen. Für Weidenhausen ist die Partie auch eine Sache der Wiedergutmachung, denn das Hinspiel in Hünfeld ging nach ordentlicher erster Hälfte noch deutlich 0:6 verloren.
Gerade deshalb dürfte der Fokus bei den Adlern weniger auf Schönspielerei als auf Widerstand, Zweikampfhärte und Atmosphäre liegen. Die Weidenhäuser Zusatzinfos machen klar, dass man den positiven Heimtrend 2026 fortsetzen und in diesem Nord-Osthessen-Duell unbedingt punkten will. Gegen einen robusten und spielstarken Gegner wäre schon ein weiterer stabiler Heimauftritt ein Signal, ein Sieg aber wäre im Tabellenkeller weit mehr als nur ein Achtungserfolg.