
Mainz. Das immer wieder prickelnde Rheinhessen-Duell steht an. Und es ist für beide, den SV Gonsenheim und Wormatia Worms (Samstag, 15.30 Uhr, Bezirkssportanlage Mainz-Mombach), schon früh in dieser Oberliga-Saison ein richtungsweisendes Spiel. Der SVG machte aus vorzeigbaren Leistungen bislang viel zu wenige Punkte, und beim VfR droht die mit dem neuen Trainer Artur Lemm entfachte Euphorie in Katerstimmung umzuschlagen.
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„Für mich ist jedes Spiel gleich. Eine Tabelle hat am 34. Spieltag eine Relevanz“, sagt SVG-Coach Luca Vanni, dem wichtiger ist, aus zuletzt zwei Niederlagen keine Serie werden zu lassen. „Wir tun gut daran, weiter an unseren Weg zu glauben, an uns selbst.“ Gegen TuS Koblenz (0:1) und in Wiesbach (1:3), jeweils hatte der SVG die besseren und zahlreicheren Chancen, deren Verwertung allerdings zwischen Pech und Unvermögen pendelt.
Dass Montag für Montag in unterschiedlichen Formaten Abschlüsse trainiert werden, merkt man den Gonsenheimern jedenfalls nicht an. Vanni will seinen Spielern Mut machen, die Abläufe festigen. In Jan Vogel ist zumindest der 1:0-Siegtorschütze von Gau-Odernheim – der einzige Dreier bisher – wieder am Start, genauso wie Maurice Neukirch und Tibor Engler. Neuzugang Bennett Kruse ist spielberechtigt und soll im Kader stehen. Und dann ist da ja noch die Ausweich-Heimstätte BSA Mombach, wo die Gonsenheimer beständig gut aussehen.
Drei Heimsiege gab es zuletzt gegen Wormatia, das 3:2 im April kostete den Wormser Trainer Anouar Ddaou – ausgerechnet bei seinem Ex-Club – den Job. Lemm übernahm, krempelte die Spielphilosophie um, startete mit zwei deutlichen Siegen. Es folgten zwei Liga-Nullnummern und das Pokal-Aus in Mombach, beim TSV Schott (1:3 n.V.). Schon mehren sich im Umfeld die Stimmen, dass Ende August bereits alle Träume für diese Saison geplatzt sein könnten.
„Für beide ist es ein wichtiges Spiel, für Wormatia mit der deutlich höheren Relevanz“, sagt Vanni, „zudem sind wir einen Kunstrasen mehr gewohnt als der Gegner.“ Gegen die drei Traditionsvereine der Oberliga, zu denen Vanni neben der TuS auch den FK Pirmasens zählt, seien es immer besondere Spiele vor besonderen Kulissen. Und von denen lassen sich die Gonsenheimer, die sonst kleinere Zuschauerscharen gewohnt sind, gern beflügeln.